#4/8: Analoge Rebellion
Shownotes
In dieser Folge von „Less of the Same" spricht Charlotte Buffler mit Florian Kaps – Biologe, Unternehmer, Polaroid-Retter und selbsternannter „weltweit führender Spinnenaugenmuskelexperte". Es geht um die Frage, warum das Analoge durch das Digitale nicht ersetzt, sondern erst richtig wertvoll wird – und warum wir unseren fünf Sinnen wieder mehr vertrauen sollten.
Florian Kaps hat 2008 das scheinbar Unmögliche gewagt: die letzte Polaroid-Fabrik der Welt zu retten, als der Rest der Welt längst auf Digitalfotografie umgestiegen war. Heute betreibt er mit SuperSense in Wien einen Ort, der sich vollständig den fünf Sinnen widmet – Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen – und der zeigt, wie analog und digital sich perfekt ergänzen können, statt sich gegenseitig auszulöschen.
Wir sprechen über:
- Unmögliche Projekte als Lebensprinzip: Wie man erfolgreich wird, indem man Dinge macht, die niemand sonst tut – und warum „das geht nicht" oft die beste Motivation ist.
- Die Rettung von Polaroid: Warum gerade junge, digital native Menschen sich nach analogen Originalen sehnen – imperfekt, teuer, unvorhersehbar.
- Die fünf Sinne als Gegenpol zum Digitalen: Warum das Digitale maximal zwei Sinne (Sehen, Hören) bedient – und warum wir Geruch, Geschmack und Berührung brauchen, um uns zu verlieben, richtige Entscheidungen zu treffen und uns sicher zu fühlen.
- Geruchssinn als unterschätzter Superheld: Warum „jemanden nicht riechen können" wörtlich zu nehmen ist – und warum wir uns beim Kennenlernen besser beschnüffeln sollten.
- Analoge Fotografie vs. digitale Perfektion: Was Polaroid kann, was digitale Fotografie niemals können wird – Originalität, Imperfektion, chemische Wunder und die Abhängigkeit von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Moment.
Florian Kaps beschreibt das Digitale nicht als Feind, sondern als „größte Chance, die das Analoge jemals hatte" – weil es uns die Wertigkeit des Echten, Handgemachten und Sinnlichen wieder bewusst macht. Gleichzeitig warnt er davor, dass Bequemlichkeit, Algorithmen und die Illusion von Kontrolle uns von dem entfernen, was uns als Menschen ausmacht.
Ein zentrales Thema der Folge: Trust your senses. Glaube nicht blind, was dir erzählt wird – nicht von Marken, nicht von Algorithmen, nicht von Marketing. Nimm dir die Zeit zu spüren, zu riechen, zu fühlen. Deine Sinne geben dir die Antwort.
Weitere Themen:
- Wie BMW, Audi und die Autoindustrie in der Sinnkrise stecken: Freude am Fahren vs. autonomes Fahren – und warum größere Bildschirme im Auto das Problem nicht lösen.
- Die neue Schallplatte: Wie SuperSense an der Schallplatte der Zukunft arbeitet, die analog und digital kombiniert – und warum Handwerk teuer sein darf und muss.
- Junge Generation als Hoffnung: Warum digital native Menschen die beste Chance haben, Analoges und Digitales kreativ zu verweben – mit Neugierde, ohne Angst.
- Kapitalismus neu denken: Warum Quartalsdenken, Aktienmärkte und Exit-Strategien Innovation töten – und warum langfristige Visionen und Mut wieder gefragt sind.
- Glück, Vertrauen und Authentizität: Warum am Ende alle nur glücklich sein wollen – und warum das Leben eigentlich gar nicht so kompliziert sein muss.
Florians Philosophie: Es gibt keine bessere Möglichkeit, Geld zu verdienen, als das zu machen, was man am liebsten macht. Nicht weil man muss, sondern weil man spürt, dass es richtig ist. Seine Einladung: Folge deinem Herzen, vertraue deinen Sinnen, mach das, was dir Spaß macht – auch wenn alle sagen, es ist unmöglich. Diese Episode ist für alle, die sich fragen, wie man in einer zunehmend digitalen Welt authentisch bleibt, warum Imperfektion wertvoller ist als Perfektion und wie man erfolgreich gegen den Strom schwimmt, ohne dabei unterzugehen.
Mehr zur Reihe „LOTS – Less of the Same“ und weitere Folgen findest du auf der Website.
**Danke fürs Zuhören! **
Transkript anzeigen
00:00:02: Hallo und willkommen. Mein Name ist
00:00:04: Charlotte Buffler.
00:00:08: Hallo und willkommen. Mein Name ist
00:00:10: Charlotte Buffler und wir sind hier bei
00:00:13: einer neuen Folge.
00:00:16: Okay, Helmut sagt: "Mein Name ist
00:00:19: Charlotte Bufflid." Nein, Helmut, mein
00:00:20: Name.
00:00:22: Hallo und herzlich willkommen. Mein Name
00:00:24: ist Charlotte Buffler und wir sind hier
00:00:26: bei einer weiteren Folge vom Lotz
00:00:28: Podcast. dem Podcast gegen kreative
00:00:31: Eintönigkeit.
00:00:34: Heute mit Florian KS, dem kann ich
00:00:37: sagen, Wiens berühmtesten
00:00:41: Spinnenaugenmuskelexperten,
00:00:44: wenn du untertreiben möchtest, charmlos
00:00:46: ja, ich würde fast sogar sagen dem
00:00:48: weltweit führenden Spinnenaugen
00:00:50: Muskelexperten.
00:00:51: Okay.
00:00:52: Bescheidenheit ist ja einer meiner
00:00:53: großen äh Stärken.
00:00:55: Ja, das war glaube ich aber auch was
00:00:56: österreichisches. Ich eigne mir das auch
00:00:58: gerade an. Sehr gut.
00:00:59: Ja. Ja, das ist ansteckend. Wenn wir ähm
00:01:03: mal über Lots äh sprechen, also Less of
00:01:06: the same, ist das ja eigentlich so ein
00:01:08: bisschen dein Steckenpferd.
00:01:10: Äh wenn ich mich recht erinnere, ist
00:01:12: Florian Kaps ähm Spinnenaugen
00:01:15: Muskelexperte ist. War kein Scherz, ist
00:01:17: er wirklich. Ähm dass du das geworden
00:01:19: bist, ähm war ja so ein bisschen die
00:01:22: Grundidee, wie kannst du in etwas der
00:01:24: Beste werden? Und du hast dir überlegt,
00:01:27: na ja, am einfachsten ist es der Beste
00:01:29: zu werden, wenn ich was mache, was
00:01:31: keiner sonst macht. So ist das ist das
00:01:34: ein klarer Vorteil von Less of the Same,
00:01:36: warum Leute generell ähm andere Dinge
00:01:38: machen sollten?
00:01:40: Ja, generell. Also das ist definitiv ähm
00:01:44: einer der also meine Formel erfolgreich
00:01:47: zu werden, weil das war so ein bisschen
00:01:48: so der Druck der Eltern halt
00:01:51: ich kann machen, was ich will, aber ich
00:01:52: muss halt schon schauen, dass ich da der
00:01:54: Beste bin. Ähm dass man so ein bisschen
00:01:57: gegen den Strom läuft. Also, ich habe
00:01:59: immer auch ein bisschen äh
00:02:01: so ein äh
00:02:03: schlechtes Gefühl, wenn zu viele Leute
00:02:05: in dieselbe Richtung laufen. Ähm und
00:02:08: bleib dann eher lieber stehen oder schau
00:02:09: mal, okay, was ergibt sich da für
00:02:11: Möglichkeiten? brauche schon einen
00:02:13: Freiraum auch um zu denken, aber auch um
00:02:15: zu leben oder um mich zu bewegen. Und
00:02:17: ähm das ist schon so diese diese Sache,
00:02:21: die eigentlich heutzutage immer
00:02:22: schwieriger wird,
00:02:23: weil man schon so mitgerissen werd und
00:02:25: immer wird und immer mehr Leute einem
00:02:27: sagen, da muss man hin, da muss man das
00:02:28: machen.
00:02:29: Versuchst du denn aktiv Dinge anders zu
00:02:32: machen oder ist es mehr so, dass du da
00:02:35: aus Versehen reingerätst und dich dann
00:02:38: von diesem Strom wiederum weiterziehen
00:02:40: lässt? Ich spiel so ein bisschen an auf
00:02:41: die ganze Polaroidgeschichte. Vielleicht
00:02:43: magst du mal kurz erzählen, was du neben
00:02:46: äh Spinnenaugenmuskeln ähm eigentlich
00:02:48: treibst oder triebst im Leben.
00:02:51: Ähm generell habe ich mich irgendwie
00:02:58: spezialisiert auf unmögliche Projekte.
00:03:00: Äh, also es nicht nur, dass ich eine
00:03:03: Schwäche habe oder gerne in in eine
00:03:05: andere Richtung gehe, aber was mich
00:03:07: besonders anzieht, äh sind Sachen oder
00:03:10: wo alle Leute sagen, das ist völlig
00:03:12: unmöglich. Mm.
00:03:13: Äh
00:03:13: oder das jetzt, wenn man von den Wegen
00:03:15: redet, das eine Sackgasse oder das ist,
00:03:17: da geht ein Abgrund. Das finde ich äh
00:03:20: besonders interessant. Und ähm in dieser
00:03:23: in dieser Serie von unmöglichen
00:03:24: Projekten war eines der größten und äh
00:03:27: schwierigsten und unmöglichsten äh die
00:03:30: Rettung der letzten Polaridfabrik im
00:03:32: Jahr 2008 zu einer Zeit, wo der ganzen
00:03:34: Welt klar geworden ist, dass äh kein
00:03:37: Mensch braucht mehr wieder ein super
00:03:39: teures äh schwieriges ähm Sofortbild,
00:03:44: analoges Sofortbild, wenn es ja doch
00:03:46: digitale Fotografie geht und
00:03:50: eigentlich deine Frage zu beantworten.
00:03:51: Ich ich ich mache das eigentlich glaube
00:03:53: ich nicht mal bewusst oder denk drüber
00:03:54: nach und viele Leute haben gefragt mein
00:03:57: wie war diese Entscheidung diese
00:03:58: Polaroidfabrik zu retten und eigentlich
00:04:00: sind es nie Entscheidungen, sondern sie
00:04:02: ich folge eigentlich meinem Gefühl es
00:04:04: sind einfach so, ich sage immer habe ich
00:04:06: nicht mal nachdenken müssen, weil es war
00:04:09: zu dem Zeitpunkt war ich schon der
00:04:12: weltweit erfolgreichste Onlinehänder für
00:04:14: Polarud Film. Du wirst dir schon denken
00:04:17: können, es hat damals auch nur einen
00:04:19: Onlineshop gegeben für Bolaroid Film,
00:04:22: aber ich wusste, dass etwas passiert und
00:04:24: dass die Leute überraschenderweise auch
00:04:27: gerade die jungen Leute, die digital
00:04:29: aufgewachsen sind, beginnen sich mit
00:04:31: einer unglaublichen VHMz wieder für
00:04:34: analoge Technologien und das Polaroid
00:04:36: Foto zu interessieren und dass es ein
00:04:39: ein spannendes Potenzial gibt und
00:04:43: deswegen ähm war ich eigentlich abhängig
00:04:47: von der Produktion des Bolarud Films und
00:04:49: als Bolaroid gesagt habe, wir schließen
00:04:51: die letzte Fabrik, habe ich gesagt,
00:04:53: okay, dann mache ich das halt, ob ich
00:04:55: obwohl ich ja zugegebenerweisen keine
00:04:58: Ahnung hatte, wie komplex das ist. Also
00:05:00: die Unmöglichkeit äh man ist ja der oft
00:05:04: gar nicht bewusst, was gut ist, sonst
00:05:06: würd man es ja auch nicht machen. Also,
00:05:07: das ist so die Tendenz meines Lebens.
00:05:10: Also ich bin sehr aus dem aus dem
00:05:12: Bauchgefühl heraus und weniger zu
00:05:16: überlegen, kann das funktioniert oder
00:05:17: nicht funktionieren, sondern habe da so
00:05:19: ein Gespür entwickelt, vor allem
00:05:22: dadurch, dass ich halt wirklich mich
00:05:24: sehr sehr viel mit den mit der Welt und
00:05:27: den Kunden und den Menschen und all dem,
00:05:30: was rumdum mich passiert äh beschäftige.
00:05:33: Es ist so das biologische vielleicht,
00:05:35: also schon sehr wissenschaftlich probier
00:05:37: das zu verstehen, was was meine fünf
00:05:41: Sinne mir so sagen.
00:05:48: Du sprichst gerade an deine fünf Sinne
00:05:49: und dass du nach deinem Gefühl gehst. Äh
00:05:53: auch das Gefühl ist ja was ähm zunächst
00:05:55: mal rein körperliches, also eine
00:05:57: körperliche Empfindung, etwas was im
00:05:58: digitalen Raum nicht stattfindet.
00:06:00: Mittlerweile hast du ja mit Super Sens
00:06:03: einen Laden, der sich genau mit ähm ja
00:06:05: den den fünf Sinnen beschäftigt. Ähm
00:06:09: hast du ein Lieblingssinn?
00:06:10: Mein Geruchssinn ist für mich schon
00:06:12: einer der faszinierendsten Sinne, weil
00:06:14: er eigentlich einer der unbekanntesten
00:06:17: Sinne ist und weil er moralisch und
00:06:20: ethnisch oder also irgend weggelassen
00:06:23: wird. Also es wäre wesentlich besser,
00:06:25: wenn die wenn Menschen sich beim ersten
00:06:27: Kennenlernen gegenseitig beschnüffeln
00:06:29: würden, ähm würde man sich viel Ärger
00:06:31: sparen, äh weil der Geruch, also ich
00:06:34: kann jemanden nicht riechen, äh das ist
00:06:36: ja wirklich so, dass man äh sehr gute
00:06:40: herausfinden kann, mit wem man äh gerne
00:06:42: mehr Zeit verbringt, egal ist, was man
00:06:45: mit dem vorhat. Aber generell das
00:06:47: Spannende an diesen fünf Sinnen ist ja,
00:06:49: wie du es schon gesagt hast, das
00:06:51: digitale ist ja immer limitiert auf
00:06:53: maximal zwei Sinne. Man kann es hören
00:06:54: und man kann es sehen, aber man kann es
00:06:56: nicht riechen, man kann nicht dran
00:06:57: lecken, man kann es nicht angreifen. Und
00:07:00: das ist halt diese große Limitierung des
00:07:02: digitalen und das darf man nie vergessen
00:07:04: bei allen Vorteilen, das es hat. Ähm,
00:07:06: der Mensch braucht seine fünf Sinne, um
00:07:09: sich zu verlieben, um die richtigen
00:07:10: Entscheidungen zu treffen, um sich wohl
00:07:13: fühlen, um gewahnt zu sein. Und äh das
00:07:16: digitale ist natürlich sehr schnell und
00:07:18: kommt sehr weit, weil es diese
00:07:20: Mechanismen aus äh schaltet, aber
00:07:22: langfristig macht das halt keinen Sinn.
00:07:25: Also, man sieht's ja auch, sage immer,
00:07:27: wenn man sich persönlich mit Mark
00:07:29: Zuckerberg treffen würde, um ihm sein
00:07:31: Tagebuch anzuvertrauen, äh hätte er nie
00:07:34: eine Chance gehabt Milliarden von Leuten
00:07:36: zu connecten. Aber genauso kommen die
00:07:38: Leute auch wieder drauf, dass dass es
00:07:41: eigentlich keine gute Idee ist, seine
00:07:43: intimen Gedanken in online zu stellen
00:07:45: oder kommen drauf, dass selbst 10 000
00:07:47: Freunde einem nicht wirklich helfen,
00:07:49: wenn es einem schlecht geht, sondern man
00:07:50: braucht halt jemanden, der ein in die
00:07:52: Arm nimmt und das ist halt in der
00:07:53: Realität.
00:07:54: Also diese fünf Sinne sind eigentlich so
00:07:56: diese zentrale
00:07:58: Driving Force ähm
00:08:02: wie wie man diese wie man wieder
00:08:04: beginnt, das das digitale und auch die
00:08:06: künstliche Intelligenz und alles diese
00:08:08: Themen wieder mit der Realität zu
00:08:11: verknüpfen, in der wir ja Gott sei Dank
00:08:13: noch leben.
00:08:15: Dich als Biologe kann ich ja mal fragen,
00:08:17: wie ist das denn mit den äh Sinnen, wenn
00:08:20: die Leute jetzt immer mehr in digitalen
00:08:22: Räumen abhängen und ihre Sinne gar nicht
00:08:23: mehr so richtig benutzen, außer sehen
00:08:25: und hören? Ähm ist es so, dass man
00:08:29: das so ein bisschen verlernen kann oder
00:08:32: ist es so, dass die Sinneswahrnehmung
00:08:36: umso extremer werden? Also so wie der
00:08:38: erste bis in einen Apfel nach zwei
00:08:41: Wochen fasten.
00:08:43: Also das ist ja diese Deprivation. Es
00:08:45: ist ja wissenschaftlich belegt. Ähm es
00:08:49: kommt drauf an auf die Länge. Also die
00:08:51: Frage ist, wie lang verwende ich einen
00:08:53: Sinn nicht? Ähm und wir sind ja Gott sei
00:08:57: Dank und das ist ja das wirklich Schöne
00:08:59: und drum sehe ich ja die Welt sehr
00:09:00: positiv in der Phase, wo die jungen
00:09:02: Leute, die jetzt digital aufgewachsen
00:09:04: sind ähm und niemand kümmert sich um
00:09:08: drei ihrer fünf Sinne, dass die genau
00:09:10: diesen bis in den Apfel oder durch eine
00:09:13: lange Wüste und ein Wasserloch finden.
00:09:16: Das ist ja die Riesenchance. Also man
00:09:17: hatte geglaubt, man hat die junge
00:09:19: Generation verloren an das Digitale,
00:09:21: weil er alles viel lässiger und
00:09:23: einfacher und convenient und gratis ist.
00:09:26: Aber in Wirklichkeit die große Chance,
00:09:28: die wir haben, ist dieser Enthusiasmus,
00:09:31: die Neugierde und die die
00:09:35: diese kreative Kraft, mit der sie das
00:09:38: diese Technologie wieder entdecken
00:09:41: auf Basis einer einer ganz entspannten
00:09:44: digitalen Grundverständnis, weil das ist
00:09:46: ja das Problem meiner Generation. Ich
00:09:48: weiß ja bis heute nicht genau, wie ich
00:09:50: mit dieser Bedrohung umgehe. Für die ist
00:09:52: das ja normal. Und das ist ja die
00:09:53: Riesenchance und es hat mir auch bei
00:09:55: Bolid schon den Arsch gerettet, weil die
00:09:58: die ganzen eingesessenen Polaroid Fans
00:10:01: in meinem Alter, die haben das gehasst,
00:10:03: was wir gemacht haben, weil es war
00:10:04: teurer, es war es hat nicht so
00:10:07: funktioniert wie früher, es war
00:10:10: irgendwie arty, aber die jungen Leute,
00:10:13: die haben das geliebt, gerade weil es
00:10:15: eben imperfekt war und weil sich es gut
00:10:18: angefühlt hat und sogar weil es teurer
00:10:20: war und einfach eine Wertigkeit war Und
00:10:23: das probiere ich auch mit SuperS noch zu
00:10:25: analysieren, wie können wir das Beste
00:10:26: aus dieser Chance machen und den jungen
00:10:29: Leuten all diese analogen ähm Werkzeuge
00:10:32: und Knoowhow auch was jetzt Handwerk
00:10:34: betrifft in die Hand geben, damit sie es
00:10:37: mit dem digitalen perfekt äh verwen
00:10:40: können.
00:10:40: Mhm. Du kämpfst ja, also kämpfen ist ein
00:10:43: großes Wort, aber wir benutzen es jetzt
00:10:44: einfach mal. Du kämpst ja für das
00:10:47: Analoge, aber
00:10:50: nicht gegen das Digitale. Also, das ist
00:10:52: ja auch was, was ich ähm sehr, sehr
00:10:54: wichtig finde, zu unterscheiden. Ähm das
00:10:57: sind ja das, das Analoge und das
00:10:59: Digitale sind ja durchaus ähm ja
00:11:03: parallel
00:11:05: Welten, die man durchaus kombinieren
00:11:07: kann. Also, es ist ja nicht ähm wie oft
00:11:11: missverständlich dargestellt das
00:11:13: digitale die Weiterentwicklung des
00:11:15: Analogen, sondern das sind einfach zwei
00:11:16: unterschiedliche Dinge, die man sehr
00:11:18: spannend kombinieren kann. Und du sagst
00:11:20: gerade, du bist in dieser
00:11:21: Zwischengeneration
00:11:23: ähm, bei der dieses Missverständnis,
00:11:24: glaube ich, so groß ist. Äh, weil was
00:11:26: jetzt gerade passiert ist, ja ähm ganz
00:11:28: ganz spannend zu sehen, wie man ähm
00:11:31: ja, dass das Analoge durch das Digitale
00:11:34: quasi wieder ein bisschen ähm weiter
00:11:37: bewegen kann und ähm einfach komplett
00:11:39: neue Sinneserfahrungen zu schaffen
00:11:41: dadurch.
00:11:42: Also genau, also am Anfang haben wir
00:11:44: geglaubt, okay, das digital wird das
00:11:46: Analoge auslöschen, also die die CD wird
00:11:49: die Schallplatte auslöschen und so
00:11:51: weiter. Und es ist ja nicht nur so, dass
00:11:54: das nicht passiert ist, dass es nicht
00:11:56: ausgelöscht wurde, sondern im Gegenteil,
00:11:58: also meine feste Überzeugung ist, dass
00:12:00: das digitale die größte Chance ist, die
00:12:02: das Analoge jemals hatte,
00:12:04: nämlich um diese Wertigkeit ähm wieder
00:12:08: bewusst zu machen.
00:12:10: weiß eben durch diese fünf Sinne dem
00:12:13: digitalen immer extrem überlegen ist, um
00:12:15: um Leute halt emotional zu treffen.
00:12:17: Genauso ich sehe äh die Artificial
00:12:20: Intelligence ist die größte Chance, die
00:12:23: die
00:12:24: Human Intelligence jemals hatte, um halt
00:12:27: klar zu machen, wer halt der Chef am
00:12:30: Platz ist. Also das ist ja ähm es gibt
00:12:33: gleichzeitig muss man erkennen, es gibt
00:12:34: halt Leute, die würden gar nicht mal
00:12:36: spüren, ob der ob der Chatboot ein
00:12:39: Liebesbrief schreibt oder jemanden, der
00:12:42: der mich gut kennt. Es kann schon sein,
00:12:44: aber es gibt doch Leute, die sagen, es
00:12:46: ist egal, ob jetzt ein ein gut aussehend
00:12:49: Italiener in einem verschwitzten ähm
00:12:51: T-Shirt eine Pizza Napoli aus dem Ofen
00:12:54: holt oder ob ich es bei Lieferando
00:12:56: bestelle.
00:12:58: in Wirklichkeit,
00:12:59: dass ihr die Einladung ähm wenn man
00:13:02: gibt's diese Unterschiede und die sind
00:13:04: auch wichtig und äh man muss das auch
00:13:06: gut kombinieren. Ähm, aber das ist halt
00:13:10: das Level, was ich sag, macht das Leben
00:13:12: lebenswert und der der Grund, warum wir
00:13:15: hier sind, weil wir sind sicher nicht
00:13:17: hier, um die Erwartungshaltung der
00:13:19: Industrie zu erfüllen und äh schön Daten
00:13:22: liefern und halt genauso wie du sagst
00:13:24: auch mit diesem Bot in in uns in eine
00:13:27: Einheitssuppe einzureihen, weil es halt
00:13:29: einfacher ist ähm damit Geld zu
00:13:32: verdienen. Ja, das ist ja generell das
00:13:34: Ding mit äh den den Algorithmen, die dir
00:13:36: immer mehr von dem anzeigen, was du gut
00:13:38: findest, dich immer mehr bestätigen. Das
00:13:39: ist ja eine sehr ähm ja große,
00:13:43: schwammige, gemütliche äh Komfortzone.
00:13:46: Und wenn wir jetzt wieder zurück zu
00:13:48: Polar gehen, ist ja Polaroid im Prinzip
00:13:51: ein
00:13:53: eine Art der Fotografie, die ein m ja
00:13:56: chemisches Experiment ist oder so eine
00:13:58: chemische Wundertüte und du hast hal
00:14:01: diese Komponente des Unberechenbaren,
00:14:02: der Überraschung ähm mit dabei. Was was
00:14:06: kann analoge Fotografie deiner Meinung
00:14:08: nach ähm noch was z.B. digitale
00:14:10: Fotografie nie können?
00:14:13: Das ganz spezielle bei Blerod ist ja
00:14:15: noch es ist das einzige fotografische
00:14:17: Original. Also jedes Foto ist halt ein
00:14:19: Original und
00:14:22: im Endeffekt jedes Mensch jeder Mensch
00:14:24: ist ja auch ein Original. Also auch das
00:14:25: jetzt wenn man sich das anschaut, es
00:14:27: probieren ja auch wenn man sich jetzt
00:14:28: jugendlich schauen ja alle immer gleich
00:14:30: aus, weil sie halt probieren einem keine
00:14:32: Ahnung von wem Kim Kardashian
00:14:34: vorgegebenen Schönheitsideal zu
00:14:37: entsprechen. Das eigentlich ist es ja
00:14:40: das Schöne, dass jeder eben anders
00:14:41: ausschaut. Also das ist diese
00:14:43: Originalität
00:14:45: ist ein spannendes Thema. Diese
00:14:47: Imperfektion, dieses Unorhersehbare,
00:14:50: weil es wird ja auch immer alles
00:14:51: vorhersehbarer
00:14:53: und äh diese Abhängigkeit,
00:14:55: das Bolerid ist es auch schön, weil äh
00:14:57: die das Bild schaut anders aus. Je
00:14:59: nachdem bei welcher Luftfeuchtigkeit,
00:15:00: bei welcher Temperatur äh bei welchem
00:15:03: Setting äh das Bild entsteht. Also, das
00:15:06: ist ja einfach alles, was sehr
00:15:08: menschlich ist. Und man muss ja auch
00:15:11: diese Zeitkomponente immer ins Spiel
00:15:13: bringen. Ähm,
00:15:16: ich meine, wir
00:15:18: einzige Grund, warum wir hierup noch
00:15:19: sitzen, ist sind unsere fünf Sinne und
00:15:21: und die Systeme, die uns vor dem warnen,
00:15:24: was gut oder schlecht ist. Das ganze
00:15:26: digitale ist jetzt eines der vielen
00:15:28: Herausforderungen, die auf uns zukommen
00:15:30: und die viele Chancen haben, aber auch
00:15:32: viele Gefahren äh in sich bergen, dass
00:15:36: das damals nicht meiner Meinung nach zu
00:15:38: überbewerten und auch sagen, dadurch
00:15:41: wird jetzt äh das Menschsein völlig aus
00:15:44: der Bahn geworfen. Ich als Biologe sage
00:15:47: immer noch, es ist einfach alles viel zu
00:15:49: kompliziert gedacht, weil im Endeffekt
00:15:51: möchte ja nur jeder glücklich sein und
00:15:53: ähm man sieht ja auch im Restaurant, was
00:15:55: wir dort machen, ist einfach ein großer
00:15:57: Tisch. Äh wir kochen auf offenem Feuer,
00:16:00: das ist wie halt bei der Mama zu Hause
00:16:03: warm, ähm gutes Essen, gemeinsam sein an
00:16:06: einem Ort, an dem man sicher ist. Ähm
00:16:10: man muss es auch nicht zu kompliziert
00:16:11: denken, das Leben. Und ähm alles was wir
00:16:14: machen, auch z. ein Polarud oder jetzt
00:16:16: unser Hauptthema sind Schallplatten. Das
00:16:18: sind einfach Produkte, wo du gar nichts
00:16:20: erklären musst, sondern einfach, wenn
00:16:23: man sich das anschaut od wenn man das
00:16:24: hört oder wenn man das kostet, sagt man
00:16:27: einfach: "Okay, that's it." Also und das
00:16:29: funktioniert dann noch gut. Also diese
00:16:32: Einladung Trust your Sense ist, die wir
00:16:35: so auf die als die wichtigste Message
00:16:37: nach raus bringen. Also glaubt nicht das
00:16:40: was ich sage oder was wir jetzt reden,
00:16:41: sondern am wichtigsten ist du beginnst
00:16:43: deinen eigenen fünf Sinnen zu vertrauen.
00:16:46: Spür, nimm dir nun die Zeit zu spüren,
00:16:48: zu riechen, äh wie wirkt das auf dich?
00:16:51: Das gibt dir eigentlich die Antwort und
00:16:53: lass dir halt nicht einreden, was du
00:16:55: machen musst, sondern vertrau halt auf
00:16:57: deinem eigenen auf deiner eigenen
00:16:59: Sensorik. Mhm. Schön. Ja, weil du sagst,
00:17:02: am Ende wollen wir alle nur glücklich
00:17:04: sein, sind wir wieder bei der Empfindung
00:17:07: des Glücks, was ja auch wieder etwas ähm
00:17:09: ja analoges oder was was offline im
00:17:11: Körper stattfindet.
00:17:12: Ja, ist auch das Marketing. Also, weiß
00:17:13: ich ich habe ja auch immer das Problem
00:17:16: Marketing Agenturen sage ich was. Okay.
00:17:20: Wie kann also wie kann es jetzt sein,
00:17:22: dass ich als Produzent eines Produkts
00:17:25: jemand von außen fragen muss, wie er mir
00:17:29: emotional
00:17:31: mein Produkt aufladen kann? Das ist ja
00:17:33: die Problematik. In den steht ja nur,
00:17:34: weil
00:17:36: alle das ist überspitzt, aber alle
00:17:38: Produzenten in denselben fünf äh
00:17:40: Fabriken produzieren und halt sagen,
00:17:42: okay, wie kann ich dasselbe Produkt
00:17:43: irgendwie emotional aufladen, dass ich
00:17:46: dafür Geld verlangen kann und dafür
00:17:47: frage ich jemand aber das kann daran
00:17:50: ändern, dass man versucht das zu
00:17:53: überdünchen, das Grundproblem im
00:17:54: Endeffekt
00:17:55: pretending to be less of the same all.
00:17:57: Ja, aber sch die die Autos schau an
00:17:59: schauen ja alle es ist auch wieder drin
00:18:00: schauen ja alle gleich aus, aber haben
00:18:02: ja sind ja emotional unterschiedlich
00:18:04: aufgeladen. Mhm.
00:18:06: Anstatt dass man früher fte ein
00:18:08: leidenschaftlicher Ingenieur, der halt
00:18:11: eine eine Blechiegeweise keine Ahnung.
00:18:14: Ich glaube, ich sehe das als
00:18:16: Riesenschance, ähm dieses more of the
00:18:20: same als Riesenchance, dass man halt
00:18:23: genau das schafft, äh das zu
00:18:25: durchbrechen und dadurch halt wirklich
00:18:27: wirklich Leute emotional ähm mit denen
00:18:29: sich wirklich zu connecten, auch wieder
00:18:31: mit den Möglichkeiten des Internets.
00:18:33: Also das ist ja,
00:18:35: das ist ja das unglaublich geile an dem
00:18:37: an dem ganzen an der Technologie. Man
00:18:39: kann ja den Blödsinn, den man macht,
00:18:41: wirklich mit der ganzen Welt teilen und
00:18:43: man kann die wirklich auch einladen und
00:18:46: das das mittlerweile sehr gut auch
00:18:48: emotional kommunizieren, was man macht.
00:18:50: Aber es es passiert halt auf einem
00:18:52: realen Ort, der der dem auch standhalten
00:18:56: muss, dass halt dann jemand sagt, okay,
00:18:57: das schau ich mir jetzt an und geh
00:18:58: dorthin.
00:18:59: Man kennt sie ja in den Hotels
00:19:01: online schauen ja schaut ja jedes Hotel
00:19:02: mittlerweile aus wie ein super coi
00:19:05: boutique Hotel, aber 80% wenn man dann
00:19:07: dort reingeht weiß man schon halt was es
00:19:11: geschlagen hat, dass die Realität halt
00:19:13: ähm äh anders ist. Und deswegen fangen
00:19:17: wir auch mit dem Ort Super Sens bei der
00:19:19: Realität an und kommunizieren das ins
00:19:22: Internet und nicht von der Vision an und
00:19:26: probieren das dann irgendwie krampfhaft
00:19:27: in die Realität zu bringen.
00:19:29: Ja, wobei
00:19:31: spannenderweise es ja durchaus so ist,
00:19:34: dass wir durch Dinge, Geschichten die
00:19:37: wir erzählt bekommen, die Realität auch
00:19:39: anders wahrnehmen. Jetzt, weil du gerade
00:19:40: sagst, ähm, Autos sind ja eigentlich
00:19:42: alle gleich und es ist die Story, die
00:19:44: dann eine externe Marketingagentur ähm
00:19:46: drüber stülbt sozusagen. Ähm,
00:19:52: das ist ja schon auch so, dass du dann
00:19:53: ander mit einem anderen Gefühl in dem
00:19:55: Auto sitzt, weil du mit einer anderen
00:19:56: Erwartung reingehst. Und da kann man
00:19:59: jetzt sagen, das ist ja irgendwie
00:20:01: Brainwashing, ich weiß nicht, gibt's in
00:20:03: Österreich Joghurette, Joghurt, luftig,
00:20:05: leicht, was auch immer ist. Sind
00:20:06: Schokoriegel.
00:20:08: Das ist das ist alles andere als leicht
00:20:10: und gesund und was auch immer, aber das
00:20:11: war auch immer diese diese Frau, die da
00:20:12: so auf dieser Schaukel ist und sich so
00:20:13: ganz leicht fühlt. Wenn du dieses Bild
00:20:17: mit diesem Schokoriegel verknüpfst und
00:20:20: dann da reinbeißt und dich dann
00:20:21: irgendwie auch so leicht fühlst, dann
00:20:24: hat das ja schon auch ein kurzen Moment
00:20:26: sozusagen funktioniert und dir ein
00:20:28: Gefühl geschenkt, nachdem du dich
00:20:29: sehnst. Auch wenn es langfristig jetzt
00:20:31: natürlich jetzt nicht unbedingt ähm die
00:20:33: die beste Idee ist. Ähm, aber das das
00:20:37: finde ich auch immer ganz interessant.
00:20:39: Ähm, also die Realität
00:20:42: ist ja immer nur die Realität, die du
00:20:44: wahrnimmst wieder mit deinen sehen, die
00:20:46: sich aber schon auch so ein bisschen in
00:20:48: ähm verschiedene Bahnen leiten lassen.
00:20:51: Also auch offline sind wir ein
00:20:53: beeinflussbar. Ja, aber mein ideal ist
00:20:56: ja die Message, aber nur eine Einladung
00:20:58: in eine Experience, die ich dann mache.
00:21:00: Also bei der Joghurette ist halt ein
00:21:01: bisschen luftig leicht, wenn du halt
00:21:04: sehr viel luftig leicht zu dir nimmst,
00:21:06: ja,
00:21:06: könnte es sein, dass die Erfahrungen,
00:21:08: die du dann machst, vielleicht dieses
00:21:10: Versprechen ändert. Aber bei BMW, mit
00:21:13: denen ich sehr, sehr viel Zeit verbracht
00:21:14: habe,
00:21:15: weil die sitzen ja
00:21:16: äh in Panik.
00:21:19: Mhm. Weil äh erstens kommen sie halt
00:21:21: drauf, dass ihr gerade Deutsche ihr ihr
00:21:24: Vorsprung in Technologie
00:21:26: halt äh durch den Umstieg in eine andere
00:21:29: Technologie äh nicht mehr vorhanden ist.
00:21:33: Und zweitens gerade bei BMW Freude am
00:21:35: Fahren und autonomes Fahren,
00:21:39: was mache ich jetzt? Und das ist schon
00:21:42: sehr spannend, weil die gerade bei
00:21:45: Autos, also das diese da ist auch ein
00:21:48: Versprechen und das wird aber aufgeladen
00:21:50: mit sehr sehr vielen Generationen über
00:21:52: duftendes Leder, Reifen, äh Rennfahren
00:21:56: und so weiter. Ich glaube das das ist
00:21:59: genau ich sagen, man darf man darf diese
00:22:01: die Message und das Versprechen nicht
00:22:04: entkoppeln von den tatsächlichen
00:22:06: Experiences, die man hat. Und dieser
00:22:09: Herausforderung muss muss man sich halt
00:22:11: online nicht stellen. Also selbst dieses
00:22:13: ganze Salando oder dieses ganze
00:22:14: Versanding, ich glaube das funktioniert
00:22:17: nur weiß gar nicht, ob es funktioniert,
00:22:18: weiß ja niemand genau, aber dass man
00:22:20: halt dann irgendwann zu faul ist
00:22:21: zurückzu schicken, weil schaut alles
00:22:23: super geil aus, aber wenn das kommt oder
00:22:25: auch gerade aus China, ich weiß schaut
00:22:27: alles mega aus, aber schon, wenn man die
00:22:29: Packung öffnen, weiß man, das ist
00:22:30: einfach ein Schrott. Mm.
00:22:32: Ja, also das ist so dieses dieses easy
00:22:34: Versprechen. Ähm und da hat sich ja auch
00:22:37: viel getan, auch in den Bewusstsein,
00:22:39: also H&M war ja für uns eine total
00:22:41: Befreiung, weil früher hat den Schöps
00:22:43: gegeben, konnte er nichts wirklich was
00:22:46: cooles kaufen und plötzlich war diese
00:22:48: Befreiung und jetzt kommt man aber auch
00:22:50: drauf, dass es halt
00:22:52: mehr Spaß macht, halt ein super geiles
00:22:55: T-Shirt äh zu kaufen, das halt 10 Jahre
00:22:58: hält, anstatt dass man halt drauf kommt,
00:23:01: eigentlich tragt man es nicht und hat so
00:23:02: viel oder es wird wieder kaputt. Also es
00:23:05: sind sehr sehr viele sehr sehr viele
00:23:08: Sachen da draußen, die ich aber als
00:23:11: große Chance sehe, wenn man spürig ist,
00:23:14: um sich wieder eigentlich der Wertigkeit
00:23:18: äh bewusst zu werden. Die ist aber die
00:23:22: aber nicht mal neu, ist, sondern halt
00:23:23: nur wiederentdeckt wird. Mein
00:23:25: Circularity ist ja ist ja keine neue
00:23:27: Entwicklung, sondern jeder Bauernhof hat
00:23:30: es früher praktiziert oder noch. sind ja
00:23:33: alles ganz etablierte Grundmechanismen,
00:23:37: die jetzt halt nur
00:23:40: schon auch ausgehebelt oder an die
00:23:43: Grenzen stoßen durch dieses
00:23:45: exponentielle Wachstum, das ja auch
00:23:48: nicht von von
00:23:50: ähm von Gesetzen oder Regeln
00:23:53: reglementiert werden kann. Also
00:23:55: Wettbewerbsrecht ist ja total
00:23:57: ausgehebelt, weil das ja halt in der
00:23:59: realen Welt stattgefunden hat. laut
00:24:00: solche Themen. Also,
00:24:03: ich auf jeden Fall habe von dieser
00:24:05: Tendenz des Frusts oder der Angst ähm
00:24:10: mir eedagt eigentlich man muss es als
00:24:12: große Chancen sehen, also jetzt auch
00:24:13: politisch als für Europa und generell um
00:24:16: um wieder Sachen zu entdecken, wo wir
00:24:18: jetzt denken, okay, wir sind Jahrzehnte
00:24:21: dahinter, aber gerade wenn man sagt
00:24:23: eigentlich das wichtigste Kulturgut ist
00:24:26: Kultur z.B. oder Kunst, dann können ja
00:24:29: die Amerikaner sich brausen gehen. Also
00:24:32: man, es ist ich sehe es durchaus
00:24:35: positiv, das ganze.
00:24:40: Absolut und auch so ein bisschen wieder
00:24:42: als die Chance mal kurz inne zu halten
00:24:45: und über zu überlegen, worum es
00:24:47: eigentlich geht. Also sehr schönes
00:24:50: Beispiel war ja gerade BMW Freude am
00:24:52: Fahren und autonomes Fahren. So. Ähm,
00:24:58: wie kann ich Freude am Fahren erleben?
00:25:01: Also, was genau ist das eigentlich und
00:25:03: wie kann ein digitaler Support sozusagen
00:25:06: mir alles andere vom Leib halten, sodass
00:25:09: ich mich konzentrieren kann auf den
00:25:10: Geruch vom Leder, auf das äh Summen des
00:25:13: Motors. Ich tue mich gerade ein bisschen
00:25:15: schwer, ich hasse Autofahren. Ähm, aber
00:25:17: so was was ist es das eigentliche? Was
00:25:19: ist das, was für mich die Freude
00:25:21: ausmacht?
00:25:22: Genau. Schau mal. Und das also mein mein
00:25:24: radikaler großer Ansatz, der ich will
00:25:27: das mal sagen, nicht auf von große
00:25:30: Begeisterung oder Verständnis bei BMW
00:25:32: gestoßen ist, aber also erstens Problem
00:25:35: bei BMW ist Leder riecht ja nicht mehr.
00:25:38: Also das ist mittlerweile so bearbeitet
00:25:40: und diese Auflagen und feuerfest, das
00:25:42: riecht ja nicht mehr. müssen ja äh sich
00:25:44: nachher schon überlegen, wie würde der
00:25:45: Geruch wieder ins Auto bringen. Aber
00:25:47: eigentlich, wenn man überlegt
00:25:49: geschichtlich, was das Auto war, Auto
00:25:51: war ja ein Ort der Befreiung.
00:25:53: Das war ja ein sehr für viele Leute der
00:25:56: erste persönliche Ort, ein Rückzugsort
00:25:59: und eigentlich meine den Theorie war
00:26:01: immer das beste Auto, dass man
00:26:03: heutzutage bauen wird. wäre ein Auto,
00:26:05: dass man nicht einmal fahrt von A nach
00:26:07: B, sondern man setzt sich rein, macht
00:26:09: die Tür zu und verschwindet von diesem
00:26:12: ganzen digitalen Grid und sie machen
00:26:14: aber genau das Gegenteil, weil sie
00:26:15: wollen ja eigentlich Incurches und
00:26:18: eigentlich sollte ein Puls äh mit der
00:26:20: Abstimmung der Musik einen Impact haben
00:26:23: auf das auf das Gaspedal, also alles
00:26:26: vernetzt und und erkannt und und ich
00:26:29: habe gesagt eigentlich genau das
00:26:30: Gegenteil, also macht's einfach ein safe
00:26:33: ACE, wo man einfach wieder mal selber
00:26:36: sein kann in dieser Welt, wo man ja
00:26:39: überall schon sicher ist, dass man
00:26:42: eigentlich überwacht wird.
00:26:45: Ja, also und das ist ja genau wieder das
00:26:48: Thema ähm was was für die Jungen
00:26:51: leichter ist als für die Älteren ähm das
00:26:55: das anders zu denken. Also wirklich bei
00:26:57: BMW werden immer noch Milliarden
00:26:58: ausgegeben in der Vision größere
00:27:00: Bildschirme in die Autos zu bringen.
00:27:02: Meine wer in wen interessiert größere
00:27:05: Bildschirme das ist einfach so die alte
00:27:08: her weiße Herren digital großer Schirm
00:27:12: Schwachsinnig.
00:27:14: Ja. Autofahren und Sinne. Was was ich
00:27:18: sehr sehr liebe ist Audi. Wenn du da auf
00:27:21: den Schlüssel drückst und dein Auto
00:27:22: aufgeht, hast du diesen Herzstack. Duung
00:27:24: duung.
00:27:25: Hast schon mal
00:27:26: Ich hab ich hab ein Audi, aber der ist
00:27:28: aus dem Jahr 2004.
00:27:29: Da mache ich mein Herz macht, wenn ich
00:27:32: auf
00:27:33: Genau, aber das ist ansteckig. Das ist
00:27:34: schon das bindet einen ans Auto. Also
00:27:36: auch hier wieder ein schönes Beispiel,
00:27:38: wie man mit Kommunikation wiederum an
00:27:41: einen eigentlich bei Apple war ja auch
00:27:44: dasselbe mit dem mit dem Sound. Also,
00:27:47: ich gebe dir recht. Also, ich habe jetzt
00:27:48: keinen so modernen
00:27:49: endlich. Ich habe recht. Hat jemand
00:27:51: mitgeschrieben.
00:27:53: Du hast absolut recht. Man merkt schon,
00:27:55: du bist von Audi gesponsert. Ich vom
00:27:57: BMW.
00:27:59: Ich mein beim BMW mein Ach.
00:28:04: Welche Rolle spielt der Zufall in deiner
00:28:06: Arbeit?
00:28:14: Eigentlich sag sage ich immer, ich
00:28:16: glaube nicht an Zufälle. Ähm
00:28:20: es ein ein schwieriges Thema.
00:28:24: Ähm
00:28:26: aber generell glaube ich nicht an
00:28:28: Zufälle.
00:28:30: Also die Erkenntnis, dass es keine
00:28:33: Zufälle gibt, spielt in meiner Arbeit
00:28:34: eine große Rolle. Mhm.
00:28:37: So gesehen spielt der Zufall in meiner
00:28:39: Arbeit eine große Rolle.
00:28:41: Jetzt wird's kompliziert.
00:28:43: Ähm, na, ich glaube
00:28:46: es wieder, es gibt ja nicht nur die fünf
00:28:48: Sinne, sondern meiner Meinung auch ein
00:28:49: sechsten Sinn,
00:28:51: äh der so alle Eindrücke, die Bewussten
00:28:54: und die Unbewussten verarbeitet. Und ich
00:28:58: glaube, dass dass da sehr sehr viel
00:29:02: passiert durch die Leute, mit denen man
00:29:05: sich umgibt und z.B. das Gebäude, wo wir
00:29:07: ja sind, ist ein ganz spezielles Gebäude
00:29:09: in der Braterstraße, ein venetianischer
00:29:12: Palast, den sich ein offensichtlich
00:29:14: wahnsinniger am Ende des 19. Jah.
00:29:16: Hhunderts eingebildet hat, dass er das
00:29:18: haben muss in Wien.
00:29:21: hat dann Architekten nach nach Venedig
00:29:23: gebracht und hat auf die Teile gezeigt,
00:29:25: ihm gefallen und dann ist es so
00:29:27: zusammengebastelt worden und die Wiener
00:29:29: haben es natürlich gehasst, aber es war
00:29:31: immer ein Ort äh für Querdenker und und
00:29:35: spannende Sachen. Und ich habe 2000, ich
00:29:38: bin schon als Kind immer an diesem
00:29:39: Gebäude vorbeigefahren,
00:29:41: habe mich mal alle wahnsinnig gemacht,
00:29:42: weil ich nicht vorbeifahren konnte, ohne
00:29:45: da reinzuschauen und schauen, was
00:29:46: passiert. und habe dann ähm drei Jahre
00:29:50: lang ähm den damaligen Eigentüber äh
00:29:54: belästigt, bis er mir begonnen hat,
00:29:56: dieses Erdgeschoss äh zu vermieten.
00:29:59: Ähm und dann habe ich dann habe ich zwei
00:30:02: Jahre lang probiert Konzepte zu
00:30:04: überlegen, was in diesem Gebäude
00:30:06: passiert. Also SuperSens war dieses
00:30:07: Konzept mit dem Labor für Abteilungen
00:30:10: für jeden Sinn.
00:30:13: Das war relativ sperrig, bis ich drauf
00:30:15: gekommen bin, dass eigentlich das
00:30:17: Gebäude die die Regie übernimmt und
00:30:21: eigentlich alles, was passiert dadurch
00:30:25: passiert, dass Leute an diesen Ort
00:30:28: kommen und an diesem Ort vorbeigehen,
00:30:30: reinkommen und
00:30:32: so ein Filter ist und eigentlich das
00:30:35: Gebäude die Kontrolle übernimmt von den
00:30:37: Sachen, die dort passieren. Und seitdem
00:30:39: geht's äh geht's wesentlich besser. Und
00:30:44: äh und äh so so gesehen wir sagen, okay,
00:30:48: das ist dann halt zufällig, was wer
00:30:49: dorthinkommt, aber es ist natürlich
00:30:50: überhaupt nicht zufällig, wer dortommt.
00:30:53: Also äh ein spannendes Thema und ein ein
00:31:00: sehr eine sehr wichtige Komponente von
00:31:03: dieser Flexibilität
00:31:06: Sachen auch passieren zu lassen. So,
00:31:09: meine große Hoffnung von Corona war,
00:31:11: dass endlich dieses Konzept des Dre
00:31:13: Jahres 5 Jahres Businessplan hat
00:31:16: absurdum geführt wird, weil
00:31:18: offensichtlich war, dass es ist
00:31:20: schwachsinniges.
00:31:22: Äh leider sind die sind die Banken und
00:31:24: Investoren ja noch immer nicht davon
00:31:25: abgerückt. Äh das ist so eine Art
00:31:27: Fleihaufgabe, Rechenübung, aber kann man
00:31:30: es kann man nie vorher sagen. Also, man
00:31:32: kann bei Grundtrendenzen, aber
00:31:34: eigentlich ist die größte Stärke die
00:31:36: Flexibilität und die größte Schwäche von
00:31:39: vom großen Unternehmen, dass eben diese
00:31:40: Flexibilität verloren haben.
00:31:42: Mhm. Glaubst du, Covid hat die Leute
00:31:44: noch mal mehr auf ihre Sinne fokussiert?
00:31:46: Da konnten ja ganz viele nicht mehr
00:31:47: riechen und nicht mehr schmecken
00:31:50: und haben es vermisst. Sie haben es
00:31:51: gemerkt, dass es ihnen abgeht.
00:31:53: Also, ich weiß nicht genau. Das überlege
00:31:55: ich mir mal, was ich bin immer sehr
00:31:58: positiv denkender Mensch. Was war das
00:31:59: Positive aus dieser Krise? Und weil wir
00:32:03: wir machen ja nicht mal die Anstrengung
00:32:06: draus zu lernen. Also vielleicht
00:32:08: beschäftige mich zu wenig, aber ob es
00:32:10: das schwedische Modell oder das das
00:32:12: österreichische Modell besser war,
00:32:15: gibt's ja keine Analysen oder was ich
00:32:17: fühle. Also, wenn sowas wieder passiert,
00:32:19: habe ich das Gefühl, wir sind genauso
00:32:20: unvorbereitet in dieses Chaos. äh weil
00:32:23: jetzt irgendwie
00:32:26: es war jetzt nicht war jetzt nicht die
00:32:28: stärkste äh Phase dieser Welt und schon
00:32:30: gar nicht von Europa. Äh aber vielleicht
00:32:34: doch wieder auch Sachen aufgerüttelt und
00:32:36: vor allem auch Abhängigkeiten gezeigt äh
00:32:39: die wir halt aufgebaut haben. Also diese
00:32:41: Abhängigkeit von
00:32:43: von Produktionen
00:32:45: oder Handwerk und so weit das ist sehe
00:32:48: ich schon als sehr sehr positives
00:32:49: Learning. Also in mir hat das schon sehr
00:32:51: viel ausgelöst. Ja, es hat uns ja
00:32:53: gezeigt, was digital alles möglich ist
00:32:55: und gleichzeitig diese Sehnsucht erweckt
00:32:58: abseits des digitalen gibt ja auch zwei
00:33:01: zwei Gruppen. Also es gibt also ich habe
00:33:04: gedacht, okay, nach all diesen Zoom
00:33:06: Meetings, ja, das die größte Chance,
00:33:08: dass man sagt, okay, jetzt verstehe ich,
00:33:10: wie wertvoll es ist mit Leuten in einem
00:33:12: Raum zu sitzen, aber es gibt ja genauso
00:33:14: die Gruppe, die sagt, okay, perfekt, es
00:33:15: hat man gezeigt, man muss nie mehr
00:33:17: irgendwo hinfahren und man macht alles
00:33:19: noch mehr online. Also, das sind schon
00:33:20: auch diese zwei Herangehensweisen, die
00:33:22: man auch akzeptieren muss von
00:33:26: also wenn Unternehmen funktionieren
00:33:28: können, indem man sich so online trifft
00:33:31: mit 4000 Leuten.
00:33:34: Ja, weiß ich nicht. Also, das ist schon
00:33:37: das ist schon es
00:33:40: man muss man muss jetzt nicht auch alle
00:33:43: äh in diese multisensorische Richtung
00:33:46: ziehen.
00:33:46: Du als Biologe kennst dich ja aus mit
00:33:48: der Evolution. Wie sieht denn die
00:33:50: Zukunft aus? Also, wie bringen wir das
00:33:52: denn alles zusammen mit digitaler und
00:33:54: analoger Welt? Ähm, wenn du jetzt hier
00:33:56: eine ähm Utopie erschaffen darfst, äh
00:34:00: wie wie geht's denn weiter? Ich glaube,
00:34:04: ähm
00:34:08: ich glaube, ähm ich glaube, es geht sehr
00:34:11: positiv weiter. Ähm also ich sehe
00:34:13: eigentlich die diese Angst, die ich
00:34:16: hatte, dass das digitale wirklich halt,
00:34:19: wie du sagst, dazu führst, dass wir die
00:34:21: neue Generation verloren haben und die
00:34:23: nur mehr ins Handy schauen. Also, das
00:34:25: sehe ich überhaupt nicht mehr so. Also
00:34:28: ich glaube eher
00:34:30: ähm meine ich glaube auch daran, dass
00:34:31: dass Leute, die so polarisieren wie
00:34:33: Trump äh ein ein eine Riesenchance ist
00:34:38: äh dass das schnell das das Negative
00:34:42: schneller äh wieder verschwinden zu
00:34:44: lassen, weil es halt so überzeichnend
00:34:46: ist, dass man irmerand sagt, okay, jetzt
00:34:48: reicht, also man nimmt nicht ernst, aber
00:34:51: ich sehe das als als eigentlich als als
00:34:53: Beginn einer extrem positiven Reaktion.
00:34:55: Also ich sehe es bei mir selber. Ich
00:34:58: mache beschäftige mich schon seit sehr,
00:35:00: sehr vielen Jahren mit genau diesen
00:35:01: analogen Technologien und dieser
00:35:03: Verschmelzung von analog digital.
00:35:05: Mhm.
00:35:06: Also ich gehe schon jedes Jahr von
00:35:07: dieser Freak Ecke und Pausen Clown zu zu
00:35:13: ernsthafteren Gesprächen, wo man sagt,
00:35:15: okay, was hat das eigentlich für ein
00:35:17: Impact auf mich oder äh was passiert
00:35:20: danach? Also auch jetzt dieses
00:35:23: Artificial Intelligence, das wie immer
00:35:25: absurd ab, also 4K Fernsehen, Stereo
00:35:28: Fernsehen, diese Erfindungen,
00:35:32: all das hilft nicht einen glücklicher zu
00:35:34: machen. Ganz im Gegenteil und das wir
00:35:37: sind halt Menschen und wir wollen
00:35:39: glücklich sein. So, wir haben ja vorher
00:35:42: schon gesagt, also wir wollen
00:35:45: eigentlich ist es noch viel einfacher,
00:35:46: wir wollen ja eigentlich nur so lange
00:35:48: auf der Welt bleiben, bis wir uns
00:35:50: vermehren. Das ist vermehren ist auch
00:35:52: noch mal ein schwieriges Thema, weil
00:35:54: da kommt wieder der Geruchssinn rein.
00:35:56: Das Geruchssind eh, aber momentan komm
00:35:58: die Bequemlichkeit rein und dieser Druck
00:36:00: und kann man sich es leisten, nimmt man
00:36:02: sich lieber ein Hund?
00:36:04: Also äh biologisch gesehen ist die
00:36:07: Anschaffung eines Hunds, als Ersatz
00:36:09: eines Kindes keine schlaue Strategie,
00:36:13: würde ich mal behaupten. Und
00:36:16: äh und idealweise halt glücklich sein
00:36:18: oder auch wenn man oder Menschen oder
00:36:21: der nächsten Generation muss ja nicht
00:36:23: mal das eine ein eigene Kind sein, was
00:36:25: weitergeben.
00:36:27: ähm äh praktisch, also auch diese dieser
00:36:30: Ansatz des digitalen, alles das was sie
00:36:33: bis jetzt gemacht haben, ist braucht man
00:36:36: nicht mehr. Also auch das ganze Wissen
00:36:38: und die das Handwerk und die Traditionen
00:36:41: äh Textilindustrie, Uhrenindustrie,
00:36:44: alles wird gekübelt. Äh, das ist halt
00:36:47: ein riesen Problem, weil dann kann man
00:36:49: nicht mehr das Analoge mit dem digitalen
00:36:51: verknüpfen. Also das das erste Produkt,
00:36:54: dass wir gemacht haben bei Boller
00:36:55: Fabrik, war so ein Instant Lab heißt
00:36:57: das, wo man vom iPhone seine
00:37:00: Lieblingsbilder auf Polaroid Film
00:37:01: belichten kann.
00:37:02: Super. Ja.
00:37:03: Und das ist also ein Symbol für die für
00:37:06: die Vernetzung von Analog und digital.
00:37:08: Und jetzt arbeiten wir die letzten 5 se
00:37:11: Jahre an an der Frage, wie schaut die
00:37:13: Schallplatte der Zukunft aus?
00:37:16: Weil die Leute lieben ja Schallplatten
00:37:18: wieder, aber die Schallplatte, die
00:37:21: Technologie, mit der sie hergestellt
00:37:22: wurde, ist aus den 50er Jahren ist
00:37:25: komplett schwachsinnig.
00:37:26: Aber es hat sich halt nie jemand
00:37:28: überlegt, okay, wie kann man eine
00:37:30: Schalplatte in der Gegenwart oder für
00:37:32: die Zukunft produzieren, die eben genau
00:37:35: analoge und digitale Welten kombiniert.
00:37:37: Und und das ist eigentlich ein ein
00:37:39: spannendes Thema und da ist die
00:37:41: Industrie halt zu bescheuert, zu
00:37:43: langsam, zu verängstigt um diese
00:37:46: Innovation voranzutreiben und das sind
00:37:49: halt aber die Chancen für für kleine
00:37:52: Projekte und auch für die nächste
00:37:53: Generation da halt wirklich einen Impact
00:37:56: zu erreichen und das sehe ich super
00:37:57: positiv. Also, ich glaube, die
00:38:01: die Leute die Leute die Leute werden
00:38:06: schon wieder äh es wird bessere
00:38:08: Lösungsvorschläge geben, wie man wie man
00:38:10: mit diesen Problemen umgeht. ähm
00:38:15: alternativ zu der Lösung, dass wir halt
00:38:17: einen anderen Planeten besiedeln, was
00:38:18: ich jetzt nicht als so die
00:38:22: gefühlvoll romantischte oder Lösung
00:38:25: finde, die Leute glücklich machen wird,
00:38:27: wenn man jetzt auf dem Mond oder auf dem
00:38:29: Maß äh uns in ein in ein Zelt setzen.
00:38:36: Vielleicht gibt's ein Auto, das nicht
00:38:37: fahren muss.
00:38:39: mein mein Safeespace.
00:38:43: Das ist aber auch wieder ein klarer Fall
00:38:45: für less of the same. Man ähm
00:38:48: missversteht das ähm analoge ähm wie du
00:38:51: jetzt gerade sagst, die Schallplatte so
00:38:53: als ja, das gab's so und das ist so und
00:38:56: das ist jetzt auch nicht mehr wichtig
00:38:57: genug, um es weiter zu entwickeln.
00:38:59: Deswegen it stays the same und jetzt
00:39:02: machen wir was anderes, sondern dass das
00:39:04: so ein bisschen ja making less of the
00:39:06: same, matching both worlds.
00:39:08: Ja, ich glaube schon, also eigentlich
00:39:10: man muss also dieser Kapitalismus muss
00:39:13: schon mal neu gedacht werden, also oder
00:39:15: die die Strukturen, wieso Firmen
00:39:17: funktionieren. Also ich habe sehr sehr
00:39:18: viel Zeit mit wirklich den großen
00:39:21: Konzernen verbracht, beginnen mit
00:39:23: Bolaroid, weil er war dasselbe Problem.
00:39:26: Also die wollte ich ja nicht einmal für
00:39:27: ein neues Produkt überzeugen, sondern
00:39:29: ich wollte nur überzeugen, dass sie
00:39:30: nicht den Glauben an ihr einziges
00:39:34: Produkt. Polaroid war ja immer verknüpft
00:39:36: mit dem, dass sie das nicht verlieren.
00:39:38: Das W war eigentlich eine einfache
00:39:39: Aufgabe, die daran geändert hat, dass
00:39:44: diese kleine Bumsen, die wir halt den
00:39:46: Impossible Project genannt haben und die
00:39:48: 2008 die Fabrik gekauft haben,
00:39:50: letztendlich hat die den Polaroid Brand
00:39:52: gekauft
00:39:53: und hat jetzt Polaroid wieder übernommen
00:39:55: und das Hauptprodukt ist wieder das
00:39:57: Sofortbildfilm.
00:39:58: me das kann ich jetzt bei BMW nicht
00:40:01: machen oder bei aber im Endeffekt ist es
00:40:03: genau immer dasselbe Problem, dass
00:40:06: wirklich super spannende über
00:40:09: jahrzehntelang mit großen Visionen
00:40:11: aufgebaute Unternehmen plötzlich durch
00:40:12: das digitale ja total schockstarre sind
00:40:15: und glauben, sie müssen was komplett
00:40:17: anderes machen.
00:40:18: Mhm.
00:40:19: Und das ist schon auch getrieben, weil
00:40:21: sie halt durch diese Strukturen
00:40:24: Stockmarket
00:40:25: Ergebnisse des nächsten Quartals,
00:40:29: äh Abbau von von also immer diesen
00:40:32: diesen wie kann man Innovation kann man
00:40:34: nicht denken Quartalen, sondern muss man
00:40:36: halt eine große Vision haben und sehr
00:40:39: viel investieren und und da haben die
00:40:42: halt die Angst. Also, das ist das größte
00:40:44: Problem von dieser jetzigen Struktur und
00:40:46: von diesem ganzen Druck der Aktienmärkte
00:40:48: ist diese langfristigen Visionen ähm und
00:40:53: eben dieses
00:40:55: außerhalb dieser Boxdenken auch von den
00:40:58: von den Finanzierungsmöglichkeiten
00:41:00: auch äh mein jetzt diese ganzen Themen,
00:41:03: wie kann man jetzt äh ein VC überzeugen?
00:41:06: gibt's halt drei, vier Themen, die sind
00:41:07: halt gerade angesagt, aber da geht's ja
00:41:09: auch um Exit Modelle, die halt maximal
00:41:11: in drei bis vier Jahren die Rendit kommt
00:41:14: mal nicht weit.
00:41:15: Absolut. Was ja jetzt gerade passiert
00:41:17: ist, dass viele sich von der
00:41:18: Digitalisierung bedroht fühlen und
00:41:20: deswegen ähm denken, sie müssen etwas
00:41:22: anders machen und ihr Produkt quasi
00:41:24: verraten und durch dieses anders machen
00:41:26: eigentlich da landen, dass wieder alle
00:41:27: das gleiche machen, weil alle das
00:41:29: gleiche anders machen. So. Ja, so wie
00:41:30: BMW, also oder die deutsche Kindustrie
00:41:34: sagt, okay, dann machen wir das beste
00:41:37: Betriebssystem für ein Auto, wenn die
00:41:40: jetzt anfangen. Also
00:41:43: es ist sinnlos, also das ist so w sagen,
00:41:46: okay, jetzt werden wir gewinnen wir
00:41:49: Wimbelten in di Jahren, werden wir
00:41:51: nicht.
00:41:52: Let's make it an impossible project.
00:41:55: Wimpelten
00:41:56: auf Gras, ich weiß nicht, vielleicht auf
00:41:58: Sand langsamer, aber Belagt.
00:42:01: Spielst du Dennis noch nicht, aber wir
00:42:03: haben noch drei Jahre Zeit.
00:42:04: Stimmt eigentlich ja.
00:42:09: Okay.
00:42:12: Warum nicht? Ist elegant. Elegant Sport.
00:42:14: Ja, das ist of the same. Mal was
00:42:15: anderes.
00:42:16: Stimmt.
00:42:18: Florian, gibt's noch irgendetwas, was
00:42:19: dir auf dem Herzen liegt? falls
00:42:22: irgendwer mal diesen Podcast hören
00:42:23: sollte, was du der Welt mitteilen wollen
00:42:26: würdest. Ja, na äh e das, was wir schon
00:42:28: kurz angesprochen haben, äh auf jeden
00:42:30: Fall kein Wort glauben von dem, was hier
00:42:33: gesprochen wurde, aber beginnen seinen
00:42:37: seinen eigenen Sinnen zu glauben und vor
00:42:38: allem
00:42:40: auch wieder ein bisschen
00:42:43: ähm seinem seinem Herz zu folgen und
00:42:46: seine
00:42:47: Intuition, weil es schon eigentlich
00:42:51: wichtig ist, dass man das macht äh was
00:42:54: auch einem was einem Spaß macht. Äh,
00:42:56: egal, ob es jetzt funktioniert oder
00:42:57: nicht funktioniert, aber der Gedanke,
00:42:59: dass man jetzt etwas macht, nur damit
00:43:01: man Geld verdient oder weil alle sagen,
00:43:02: man muss es machen, äh ist keine gute
00:43:06: Idee.
00:43:07: Schön. Ja, ich finde auch immer, es gibt
00:43:09: ja diese Frage, was würdest du machen,
00:43:10: wenn du kein Geld äh wenn du äh kein
00:43:14: Geld verdienen müsstest damit? So, ich
00:43:16: finde die viel spannendere Frage. Ähm,
00:43:18: was würdest du machen, obwohl du
00:43:20: wüsstest, dass du niemals Geld damit
00:43:21: verdienen kannst? Na, ich also ich bin
00:43:24: festen Überzeugen und ich mir ist es
00:43:26: noch nicht gelungen, diesen Proof of
00:43:28: Concept, aber ich sage immer, also es
00:43:30: gibt keine bessere Möglichkeit Geld zu
00:43:32: verdienen, als das zu machen, was man am
00:43:34: liebsten macht.
00:43:35: Absolut.
00:43:36: Das das ist das Thema. Also, ich habe es
00:43:38: noch nicht geknackt diese Nuss, muss ich
00:43:41: dazu sagen. Ähm aber das wäre ich noch.
00:43:45: Also, weil ist ja auch so wichtig, dass
00:43:47: man alle diese Projekte kommerziell
00:43:49: erfolgreich macht, weil das die einzige
00:43:51: Möglichkeit ist, dass man dass man halt
00:43:54: dass sie am Leben bleiben und dass sie
00:43:55: eine Zukunft haben. Also das ist schon
00:43:57: noch mal, also man muss die Welt schon
00:44:01: davon überzeugen und klar machen, wie
00:44:04: das funktioniert. Und auch das Thema
00:44:07: Preislichkeit, du kennst das ja. Jeder
00:44:09: möchte natürlich ein zu Tode
00:44:11: gestreicheltes Stück Schweinefleisch,
00:44:14: organisch nur gefüttert mit den besten
00:44:17: Sachen. Egal. Also jetzt auch die
00:44:20: veganer, aber keiner ist ja bereit dafür
00:44:23: das Geld zu zahlen, dass sowas halt
00:44:25: kostet. Also das ist ja auch immer das
00:44:28: Problem auch von dem Handwerk. Also die
00:44:30: Schallplatte haben wir erwähnt oder das
00:44:31: Polarud, diese Schallplatte, die
00:44:34: fantastisch sein wird, die alle Sinne
00:44:36: anspricht, die also wenn Künstler diese
00:44:39: Platte sehen, können sie gar nichts mehr
00:44:40: anders als nur mehr diese Platte machen
00:44:43: zu wollen. Die wird natürlich drei oder
00:44:45: vier mal so viel kosten wie eine normale
00:44:46: Schallplatte, weil einfach sehr sehr
00:44:49: viel mehr Liebe drin steht. Genauso wie
00:44:52: Sauerteigbrot immer mehr kosten wie das
00:44:53: Toastbrot. Also das dieses
00:44:56: Grundverständnis auch, das das ist super
00:44:59: wichtig, dass noch mal diese
00:45:01: Verantwortung ähm, dass man bei jedem
00:45:03: Kauf selber entscheidet, wie das
00:45:05: hergestellt wird, alle diese diese
00:45:09: Richtlinien und gerade auch, weil
00:45:11: heutzutage ist es hat ja eh jeder gerade
00:45:14: in unserem Kulturkreis
00:45:17: extrem viel Geld, also ich verstehe
00:45:19: schon, alles wird teurer und so weiter,
00:45:20: aber allein durch dieses Erben und diese
00:45:23: das, was was wir alles aufgebaut haben
00:45:25: über Generationen und Generationen. Das
00:45:27: ist schon eine riesen Chance jetzt die
00:45:29: Sachen richtig zu machen, in die
00:45:31: richtigen Sachen zu investieren.
00:45:33: Mhm.
00:45:34: Absolut
00:45:36: lange Diskussion. Ich weiß nicht, ob was
00:45:37: haben, aber mich ich beschäftig gerade
00:45:39: dieses Thema ähm mein meiner, ich habe
00:45:41: ja kein Bank kein Sparbuch, aber meine
00:45:45: Frau hat ein Sparbuch und äh letztes
00:45:47: Jahr sind vielen vielen Leuten die
00:45:50: Sparbücher gekündigt worden, weil es
00:45:52: halt einfach 3% Zinsen waren und das war
00:45:54: halt scheinbar nicht mehr adäquat für
00:45:58: die Bank. Und dann habe ich gesagt,
00:46:00: okay, jetzt probieren wir je eine Lösung
00:46:03: zu finden, das mit den Banken oder mit
00:46:06: wer bietet eine Lösung an, dass man
00:46:09: denen Geld gibt und es wird nicht
00:46:10: weniger, weil wir haben ja 4% Inflation
00:46:13: und es ist nicht möglich. Die einzige
00:46:16: Möglichkeit ist halt in in Fonds oder zu
00:46:21: investieren, aber das ist halt der
00:46:22: Kompromiss, damit das seine Verzinsung
00:46:25: hat, die garantiert ist, muss man halt
00:46:26: wieder genau in diese Konzerne
00:46:27: investieren, in die man nicht
00:46:29: investieren will, weil es sind halt die,
00:46:31: die dafür sorgen, dass halt die Welt mit
00:46:33: Plastikflaschen oder Öl oder das ist
00:46:37: schon eine, also das ist absurd. Also
00:46:42: wem kann man vertrauen? Also dieses
00:46:43: Thema Trust ist vielleicht auch noch ein
00:46:45: wichtiges.
00:46:46: Mhm. Die können auch only Trust your
00:46:48: Senses am Ende des Tages.
00:46:49: Genau. Trust your Senses. Äh Politik
00:46:52: nicht mehr. Früher war es noch Brand,
00:46:54: also Apple war z.B. ein Brand, dem ich
00:46:57: nicht nur vertraut habe, sondern dem ich
00:47:00: bis heute dankbar ist, dass mir damals
00:47:02: halt Tools gegeben hat, mit denen ich
00:47:04: selber kreativ werden konnte oder
00:47:05: arbeiten konnte.
00:47:08: Da habe ich vor kurzem so Top Management
00:47:10: Leute getroffen.
00:47:13: Auch keine schöne Geschichte,
00:47:15: aber egal. Ist ein anderer Podcast.
00:47:18: Wenn die Geschichte nicht schön ist,
00:47:19: dann wollen wir sie auch nicht haben in
00:47:20: dem Podcast.
00:47:21: Absolut.
00:47:22: Florian, vielen, vielen Dank. Ähm, es
00:47:24: war mir ein Fest und
00:47:28: ich freue mich auf einen Besuch in im
00:47:31: Super Syan Store
00:47:32: unbedingt.
00:47:32: Ich werde auf jeden Fall vorbeischauen.
00:47:34: Ja, und in in so 10 Jahren sollten wir
00:47:36: vielleicht uns wieder zusammensetzen.
00:47:38: Reflek
00:47:38: mal schauen, was passiert ist in der
00:47:39: Zwischenzeit. Vielleicht komme ich mit
00:47:41: dem Auto, wenn das mit dem autonomen
00:47:43: Fahren schon
00:47:43: dann steht da hier schon die die
00:47:45: wimpelten Salatschüssel.
00:47:47: Ja,
00:47:47: und wir haben noch die Erdbeim Schlag.
00:47:49: Das ist ja das, wenn wir uns da noch
00:47:51: dran erinnern, das ja dann schon 7 Jahre
00:47:53: her. Ja, stimmt. Hast du recht,
00:47:55: aber vielleicht hast du ein Foto
00:47:56: gemacht, ein Polarid.
00:47:57: Das wäre schön.
00:47:59: Danke dir.
00:48:00: Danke für die Einladung.
00:48:02: He.
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