#SPECIAL zum Weltfrauentag

Shownotes

In diesem Podcast Special von Less Of The Same spricht Host Charlotte Bufler anlässlich des Weltfrauentags mit Frauen aus Wirtschaft, Politik und Medien über Macht, Führung und strukturelle Veränderungen. Es geht nicht um Gender-Bashing oder symbolische Diversität. Es geht um Perspektiven, Systeme und darum, wie echte Veränderung entsteht.

Themen dieser Folge:

  • Warum Unternehmen mit mehr Diversität profitabler sind
  • Welche unausgesprochenen Regeln Frauen im Berufsleben begegnen
  • Der „Glass Cliff“-Effekt in Führungspositionen
  • Warum finanzielle Unabhängigkeit der Schlüssel zu Gleichberechtigung ist
  • Wie sich Führung verändert, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen
  • Warum manche Frauen das System verlassen – und andere es von innen verändern

Mit dabei:

Nicole Schlautmann – MSD Österreich Nicole Schlögl-Slavik – Österreichische Post Henrike Brandstötter – NEOS Nationalrat Martina Ernst – FairEqual Pay Barbara Tóth – Falter Nana Siebert – DER STANDARD

🎙 Host:

Charlotte Bufler

Last of the Same – der Podcast gegen kreative Eintönigkeit. Für eine Wirtschaft, die weniger kopiert und wieder mehr wagt.

**Danke fürs Zuhören! **

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen bei Less of the Same, dem Podcast gegen kreative Eintönigkeit.

00:00:08: Heute mit mir, Charlotte Bufler als Host und vor allem gleich mit mehreren fantastischen Gästinnen.

00:00:15: Diese Folge ist ein Weltfrauen-Tagsspecial!

00:00:19: Und nein es geht hier weder um Genderbashing noch um Blumenstreuse, Panels oder Vereinbarkeit und nette Worte über Diversity.

00:00:28: Mehr Männer in Führungspositionen Ungleiches Gehalt, ungleiche Chancen – das ist alles more of the same.

00:00:37: Dabei erwirtschaft ein Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil in der Führungsebene laut einer McKinsey-Studie von im Jahr zwei Tausend neunzehnt bis zu fünfundzwanzig Prozent mehr Gewinn.

00:00:48: Nicht weil Frauen besser sind als Männer sondern weil mehr Perspektiven bessere Entscheidungen ermöglichen.

00:00:56: und genau darum geht es bei less off the Nicht darum, wer besser ist sondern darum wie neue Blickwinkel entstehen und was wir voneinander lernen

00:01:06: können.

00:01:06: Ich glaube ganz wichtig ist dass wir weder rein Frauen geführte noch rein Männer geführten Unternehmen haben denn der Erfolg kommt aus der Diversität.

00:01:15: Nicole Schlautmann Geschäftsführerin von MSD Österreich ist davon überzeugt das der Schlüssel zum Erfolg weder explizit männlich noch exklusiv weiblich sondern diversität ist.

00:01:27: Es gibt unterschiedlichste Studien, die zeigen, wenn ich mindestens dreißig Prozent Anteil, egal welchen Geschlecht es jetzt im Raum mithabe,

00:01:35: dass

00:01:36: sich die Unterhaltung ändern.

00:01:38: Dass mehr Innovation in den Raum kommt und das Mehrverständnis für einander auftritt.

00:01:43: Und

00:01:44: deswegen bin ich absolut davon überzeugt, dass nur in Teams die Diversität Leben erfolgreicher sind.

00:01:50: Also müssten wir eigentlich gar nicht so sehr Frauen fördern sondern gemischte Teams?

00:01:55: Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte.

00:01:57: Ich glaube jedoch, dass wir auf dem Weg dahin die Kurve über mehr Frauen in Führungskräften brauchen denn wir haben aktuell eine Situation wo es einfach noch viel im Anführungsstrichen normaler ist das Führungen durch Männer passiert.

00:02:14: sowohl in meinem Umfeld als auch im Umfeld von Freundinnen die im C Level Bereich arbeiten ist es heute einfach noch so und Wir müssen da hinkommen, dass das normalisiert ist.

00:02:26: Dass wir in Räumen, wo Entscheidungen getroffen werden genauso Frauen wie auch Männer haben und um dahin zu kommen müssten wir Frauen in Führungsposition aktuell

00:02:35: fördern.".

00:02:37: Wenn also Frauen und Männer im Raum sind gibt es doch trotzdem oder gerade deswegen ein paar größtenteils unausgesprochene Regeln und meistens auch ziemlich krasse Vorurteile die eigentlich fast schon surreal platz sind Aber eben leider doch real.

00:02:54: Also ich werde auch heute noch gefragt, ob ich die Minute schreibe oder den Kaffee hole.

00:02:59: Ich fand das am Anfang ganz affig mich mit...ich bin die Geschäftsführerin von vorzustellen weil ich bin Frau Schlautmann und definiere mich nicht über den Titel Und habe früh gelernt, ich stelle mich doch besser mit Geschäftsfeuerinnen von vor Denn es macht die Unterhaltung anschließend deutlicher einfacher.

00:03:15: Was braucht es damit Frauen sich das trauen?

00:03:18: Was ich mir wünschen würde, was wir Frauen selber mehr tun können ist Themen direkt anzusprechen.

00:03:28: Sprechen wir von Man's Planning oder Mikroaggressionen?

00:03:31: Ich glaube die haben wir alle noch im Alltag.

00:03:34: Ich habe mir angewöhnt nach solchen Meetings anschließend mit der Person direkt in den Diskurs zu gehen.

00:03:40: Und ganz oft ist es so, dass in dem Fall wenn ich von Men's Training spreche sind es Männer.

00:03:45: Dass der Mann völlig konstiniert und überrascht ist, weil dem das überhaupt nicht auffällt, was ihm noch nie einer gesagt hat.

00:03:53: Das ist ein normiertes Verhalten, das immer schon so ist und immer schon sowah war.

00:03:58: Und das sind zum Teil auch Männer die gar keine Vorurteile gegen Frauenentführungspositionen haben den es aber nicht auffällt.

00:04:06: Und wenn man so einmal anspricht, ich bin davon überzeugt ein Person spezifisch im Kopf das passiert dem nie wieder Das hat ihn so schockiert das macht er nie wieder.

00:04:17: und diesen Mut zu haben und das anzusprechen und anderes Beispiel meine Tochter ist kennt ihr jeder Kennt doch immer am vorherigen Unternehmen hier da weil wenn ich keine Betreuung habe kommt die halt mit Punkt Kannst nicht ändern.

00:04:32: Ich bin alleinerziehende Mutter und man hat mich so eingestellt, da muss man damit leben, dass man mich im Doppelpark

00:04:38: kriegt.".

00:04:39: Und dieses Normalisieren von solchen Dingen macht einen Riesenunterschied.

00:04:43: Das würde ich mir sowohl von Männern als auch von Frauen in Führungsebenen mehr wünschen.

00:04:48: Ich war von meiner eigenen Lebensrealität zu bestimmten Dingen gezwungen, ich war alleinerziehen seitdem die Kleine anderthalb ist – und musste die mitbringen!

00:04:56: Soll ich denn sonst mit dem Kind hin?

00:04:58: Ich kann's ja nicht unten am Fahrradständer anketten.

00:05:00: Das war für mich selbstverständlich, es gibt halt gerade keine Alternative.

00:05:05: und dieses einfach mal machen das könnte ja gut gehen.

00:05:08: Das würde ich uns allen etwas mehr wünschen.

00:05:12: ganz oft tun wir Dinge nicht weil wir von Konsequenzen Angst haben die es aber überhaupt gar nicht unbedingt gibt.

00:05:17: Und auch dass ist ein Luxus-Situation.

00:05:19: ich arbeite nicht an der Kasse da kann ich schlechtes Kind mitbringen.

00:05:22: Aber in den Situationen wo es geht Einfach auch für sich selber einzustehen und einfach mal probieren.

00:05:28: Vielleicht geht's ja...

00:05:30: Also müssen Frauen gar nicht mehr dies oder jenes sein, sondern vor allem authentisch mit all dem was sie eben mitbringen.

00:05:37: Sich nicht verbiegen um in eine Form zu passen die überhaupt niemals für Sie vorgesehen war.

00:05:41: Ein weitverbreitetes Phänomen sind ja auch jene Frauen die in Führungsposition quasi als Männer verkleidet auftreten womit wir die ganze Diversität wieder zunichte machen.

00:05:51: Ich bin absolut davon überzeugt, dass authentische Führung die beste ist.

00:05:56: Wenn ich mich verbiegen muss, dann kann ich auch nicht meine eigenen Werte leben und dann kann man schlecht Vertrauen im Team, im Unternehmen schüren.

00:06:07: Ich glaube das Frauen anders führen als Männer?

00:06:11: Ich glaube aber auch, dass Menschen individuell führen.

00:06:16: Egal ob jetzt ...

00:06:17: Frauen

00:06:18: oder Männer.

00:06:18: Ich habe einen ganz anderen Führungsstil als andere Frauen, weil ich halt diejenige bin, die ich bin und wenn wir ein wenig mehr bei uns selber bleiben und miteinander auch auch die Schwächen diskutieren und Fehler oder schwierig kann ... Kann jetzt nicht in Termin, ich hab's Kind in Krise!

00:06:37: Dann glaube ich dass wir im Miteinander viel besser funktionieren.

00:06:43: Abseits der vorgeschriebenen Rollen kommt es vielleicht viel mehr darauf an, seine eigene zu definieren.

00:06:50: Es ist wichtig das für sich selber zu definiern?

00:06:53: Das ist wichtig seine eigene Wahrheit leben zu können die natürlich ins Unternehmenskonzept passen muss und da sollte es idealerweise eines Tages völlig egal sein ob man oder Frau.

00:07:08: Da sind wir noch nicht.

00:07:09: deswegen müssen wir immer noch dafür eintreten, dass wir mehr Frauen in für uns Positionen bekommen.

00:07:16: Für mich ist das aber das

00:07:17: Ziel.".

00:07:18: Die spannende Frage ist also nicht mehr ob Frauen führen können sondern wie?

00:07:23: Nicole Schlögel-Slavik Leitung Marketing und Produktmanagement Brief- und Werbepost bei der österreichischen Post fasst das so zusammen.

00:07:31: Ich glaube unser Ansatz an Dinge heranzugehen einfach ein anderer.

00:07:38: Wir haben ja als Frauen.

00:07:40: doch, das bemerke ich in meinem Umfeld und ich sehe es auch bei mir selbst, ein bisschen mehr diesen... Konsensorientierten, Community-orientierteren Gedanken und weniger diesen Elmbuhngedanken.

00:07:55: Und ich glaube wenn man mehr auch auf die unterschiedlichen Sichtweisen Rücksicht nimmt und nicht nur sein eigenes Wohlergehen in den Vordergrund stellt das da vielleicht einfach unterschiedliche und vielleicht doch bessere Ergebnisse zustande kommen.

00:08:10: dass das eine und zum anderen glaube ich, dass dem weiblichen Geschlecht einfach immer noch gibt es ja auch sehr aktuelle Studien und Fakten.

00:08:19: Die Mutterrolle und somit auch die Rolle der Kehrarbeit natürlich zu einem großen Teil du blickt.

00:08:25: Dadurch entsteht natürlich auch eine andere Heranginsweise an Dinge im Allgemeinen.

00:08:29: also eine sehr effiziente gilt natürlich auch für Männer, die Kehrarbeiter übernehmen.

00:08:34: Also eine sehr effiziente Art menschlichere vielleicht, weil man einfach auch den Menschen dahinter sieht.

00:08:43: Das versuche ich auch ganz stark in meiner Rolle und dadurch gibt es einfach ein anderes Klima und Entscheidungen werden anders getroffen und offensichtlich wie die Daten zeigen führen sie zu mehr

00:08:53: Gewinn.".

00:08:54: Der Community-Gedanke unterstützt wiederum die Grundthese von Less of the Same.

00:08:58: Möglichst viele unterschiedliche Menschen Geschichten und Perspektiven zusammenbringen, die sonst oft einfach fehlen.

00:09:05: Nicht als Gegenentwurf, nicht als Ausnahmeerscheinung.

00:09:09: Sondern als Teil einer neuen Normalität.

00:09:12: und dabei geht es nicht in erster Linie darum Frauen zu fördern sondern mit Frauenförderung ein grundsätzlich besseres offeneres am Ende des Tages menschlich und wirtschaftlich erfolgreicheres miteinander zu schaffen.

00:09:26: Ich bin kein Freund davon zu sagen, es ist die Frau Per se.

00:09:30: Ja ich glaube einfach mit den Eigenschaften, die wir mitbringen aus der Sozialisierung, aus den Verantwortung, die übernehmen haben wir eine andere Sicht auf die Dinge vielleicht auch andere Ziele im Leben und ich glaube diese sich wohlfühlen wollen.

00:09:46: das ist schon ein großer Faktor.

00:09:47: ich glaube das ist unter anderem auch ein Faktur warum viele Frauen sich dagegen entscheiden in sehr hohe Verhörungspositionen zu gehen weil dort einfach ein Klima herrscht dass für uns einfach sozial nicht verträglich ist in sehr, sehr vielen Fällen.

00:09:57: Ich glaube nicht das wir es nicht können.

00:09:58: Ich glaub einfach, dass wir uns aktiv dagegen entscheiden – sehr oft!

00:10:02: Und diejenigen, die sich proaktiv dafür entscheiden, bringen dann schon Skills mit, die glaube ich einfach abweichen von denen und von vielen.

00:10:12: Ich würde jetzt auch gar nicht sagen Männern im Allgemeinen, ich glaube sie sind eine Generation, die da einfach anders sozialisiert wurde und anders agiert.

00:10:22: Männer der Generation Y und Jünger da auch anders agieren werden.

00:10:27: Also ich hoffe doch sehr, dass dieses Männer-Frauenthema durch einen Generationansprung irgendwo wieder ein bisschen aufgelöst wird.

00:10:36: Bis es so weit ist leben und arbeiten wir in einem System von größtenteils unausgesprochenen Regeln und Selbstverständlichkeiten in der Wirtschaft die viel zu selten hinterfragt werden – know the rules to break them?

00:10:50: oder Sollten wir gleich neu schreiben?

00:10:52: Ich glaube, Regeln in diesem Ausmaß zu verändern bedarf sehr viel Kraft und ich weiß nicht ob diese Energie vielleicht anderweitig besser eingesetzt ist.

00:11:03: Es wird sich ändern wenn mal einer anfängt.

00:11:06: Und wenn einer anfängst dann geht es zum nächsten über und zum nächsten über.

00:11:09: also ich glaub dieses Vorbild sein das endlich oder nicht endlich dass jemand Den Mut hat, Dinge anders zu machen.

00:11:17: So wie das in meinem Fall zum Glück auch so war und jetzt immer häufiger der Fall ist den Mut zu haben damit anzufangen setzt dann einfach ein System im Bewegung wo sich dann von alleine ganz viel ändert.

00:11:28: meiner Meinung nach sind Regeln die man ändern möchte da gibt es immer sehr viel Widerstand weil sich die Menschen halt etwas entmündigt fühlen und ich glaube eher durch Enablement kommt man da wesentlich weiter, aber es dauert natürlich auch länger.

00:11:41: Ich glaube, manche Dinge müssen eingeschlagen werden also Frauenkote und so weiter.

00:11:46: das braucht's wahrscheinlich leider.

00:11:47: ja Lass mich auch immer wieder davon überzeugen.

00:11:50: Aber sonst ist es wirklich, einer muss den Anfang machen und Mut ist da glaube ich eines der wichtigsten Dinge um solche Strukturen aufzubrechen weil ich kann Sozialisierungen von anderen Generationen nicht ändern und das können wir doch keine Regel machen die an einem Papier steht.

00:12:05: Studien

00:12:05: zeigen dass Männer ihre Fähigkeiten häufiger selbstbewusst teils überdurchschnittlich darstellen während Frauen ihre Leistung oft zurückhaltender bewerten und deutlich seltener aktiv Eigenwerbung betreiben.

00:12:19: Während offensives Selbstmarketing beim Männern häufig als Kompetenzsignal gilt, erleben Frauen dafür nicht selten sozialen Gegenwind.

00:12:27: Ich glaube man muss sich selbst immer treu bleiben und wenn man etwas unbedingt will dann muss man halt auch den Preis dafür bezahlen.

00:12:39: Ja, ein anderes Framing der eigenen Skills und wenn man damit fein ist dann ist das okay.

00:12:46: Und ich glaube es ist halt einfach bei Männern öfter so dass sie einfach feiner mit sind als die Frauen.

00:12:51: Ist es ein Karriere-Killer auch da wieder?

00:12:53: Ich glaube, die Frauen, die wirklich Karrieren machen wollen und nach oben wollen, die wissen einfach was man dafür aufgeben muss.

00:13:02: Und das ist vielleicht manchmal in gewissen Situationen ein bisschen Authentizität oder vielleicht muss man einfach mal mehr nach den Regeln spielen als einem Liebes.

00:13:11: Das sind alles aktive Entscheidungen, die man treffen kann.

00:13:13: Und ich glaube der Schlimmste ist auch in dem Fall wieder wenn man die Entscheidung nicht aktiv trifft und im Nachhinein sagt naja Die verkaufen sich immer besser als sie sind, eh.

00:13:22: Aber auch das ist in vielen Fällen wahrscheinlich eine aktive Entscheidung.

00:13:26: Ich denke, dass wir nichts zu verlieren und ich glaube dieses bewusstes Karrieregestalten machen Männer einfach anderes als

00:13:35: Frauen.".

00:13:35: Wer einfach keinen Bock mehr hat nach alten Regeln zu spielen kann inzwischen so einfach wie nie zuvor seinen eigenen Spielplatz samt neuem Regelwerk eröffnen!

00:13:46: Immer mehr Frauen machen sich selbstständig, verlassen das patriarchal geprägte Konzernsystem aber ohne sich aus der Wirtschaft per se zurückzuziehen.

00:13:54: Ein guter Plan?

00:13:56: Ich glaube Frauen sehen einfach wieviel möglich ist.

00:13:57: es hat sicher schon viel verändert und ich habe auch in meinem Umfeld tatsächlich fast nur Frauen die sich selbständig machen und die diesen Schritt wagen mit mindestens zwei Kindern.

00:14:08: Ich glaub dass liegt einfach stark daran dass man selbst gestalten möchte der Weg in Unternehmen teilweise zu steinig ist und einfach vielleicht nicht so gut vereinbar ist für die eigenen Werte, die man da auch vertritt.

00:14:27: Ich glaube, es ist eine super Zeit für Frauen da loszustarten und wenn's noch die entsprechenden Rahmenbedingungen gibt was Betreuungsmodelle etc.

00:14:37: betrifft dann ist das natürlich noch besser weil das ist teilweise schon ein ziemlich harter Tobog wenn man sieht wie man eingeschränkt wird in der Kinderbetreuung wenn man zusätzliche Kinder als eines bekommt weil hat man ja nix zu tun ist man eh zu Hause.

00:14:53: also das ist schon heftig.

00:14:54: Aber sonst glaube ich, ist das schon ein Trend.

00:14:57: Den sehe ich auch in meinem Privatumfeld und ich hoffe dass es so weiter geht.

00:15:03: Weniger desgleichen oder wie sagst du?

00:15:06: Less of the same!

00:15:08: Neue Regeln schreiben klingt ja fast ein bisschen wie Püppi Langstrumpf.

00:15:12: Warum beißt man sich dann als Frau bitte überhaupt noch freiwillig in Großkonzernen die Zähne aus?

00:15:18: Hier findet ihr eine Herausforderung in anderen Themen.

00:15:22: Ich persönlich, ich mag das.

00:15:24: Ich arbeite gerne in Großkonzernen und war mein berufliches Leben in Groß Konzernen.

00:15:30: Und mir macht es Freude!

00:15:33: auf einer nichtgrünen Wiese zu arbeiten und einfach Altdestrukturen aufzubrechen, um da was zu bewegen in einem großen Ausmaß.

00:15:39: Und das ist in einen österreichischen Großkonzern natürlich noch mal schöner möglich.

00:15:43: Aber man muss das schon mögen!

00:15:44: Man muss das Spiel mitspielen wollen und man muss auch seine Erfüllung finden – durch zum Glück.

00:15:50: Für mich wäre die Selbstständigkeit überhaupt nichts weil es ... halt selbst unständig ist.

00:15:56: Ich habe das gerne, ich trenne gerne meine Rollen und gehe dann nach Hause und weiß okay, ich kann mich jetzt um meine Kinder kümmern und muss nicht Angst haben dass jede Stunde die ich vielleicht weniger arbeite dann irgendwo vielleicht den ein oder anderen Euro nicht verdient.

00:16:12: Das ist...ich glaube das eine ist nicht einfacher als das andere und das eine es nicht besser oder schlechter als das Andere.

00:16:19: Man muss einfach wissen, was er denn glücklich macht und womit man überhaupt nicht leben kann.

00:16:22: Und dann zu sagen so mit den Spielregeln bin ich nicht der Korre.

00:16:26: Dann diesen Schritt zu setzen und sagen Ich mache jetzt meine eigenen Spielregel Das ist meiner Meinung nach Mut, das sind für mich die mutigsten Frauen Die sagen So, ich gehe jetzt in eine Selbstständigkeit ins Unternehmertum weil da ist wirklich das Risiko drinnen.

00:16:41: Also In einem Großkonzern fällt man ja zum Glück relativ weich.

00:16:47: Also das ist echter Mut und von daher ist es wahrscheinlich doch der schwierigere Weg, wenn man so... Ich würde zuschalte nicht machen!

00:16:57: Apropos finanzielles Risiko – Finanzen überhaupt?

00:17:02: Wenn Henrique Brandstöter Autorin und Abgeordnete der NEOS im österreichischen Nationalrat nur ein Herzensanliegen thematisieren könnte dann wäre's dieses

00:17:12: Mein allergrößtes Anliegen ist die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen.

00:17:16: Ich sage ihnen immer, deine finanziellen Unabhähigkeiten beginnt in deiner Geldbörse!

00:17:21: Also du musst dafür sorgen dass du finanziell unabhängig bist und dann wirst du ein gelingendes Leben haben.

00:17:41: Ganz grundsätzlich bringen Frauen neue Perspektiven ein, egal ob in der Politik oder in der Wirtschaft.

00:17:47: Aber es hängt immer davon ab wie viele Frauen sitzen denn am Tisch?

00:17:52: Es ist ja schon bestens untersucht je mehr Frauen am Tisch sitzen desto diverser werden auch die Zugänge desto besser werden auch Entscheidungen.

00:18:01: Wenn nur die eine Frau am Tisch sitzt, dann wird sie immer noch unter ihrem Wert geschlagen.

00:18:06: Nicht gehört in traditionelle Rollen gedrängt Stichwort Kaffee bringen und deshalb ist es wichtig dass wir Frauen in den Politik gerade in jene Felder bringen, die typisch männlich dominiert sind.

00:18:19: Und wenn man sich die Welt-Situation anzieht, ist das Außenpolitik und Verteidigungspolitik.

00:18:25: Es hat der ehemalige deutsche Bundeskanzler Schröder irgendwann einmal sehr abfällig gemeint, Frau und Familie und dieses Gedöns.

00:18:33: Und er meinte damit Politikfelder die in seinen Augen nicht relevant sind weil es eben Gedönes ist etwas womit sich an Frauen beschäftigen.

00:18:44: ist es mir als Politikerin zum Beispiel immer sehr wichtig, dass ich nicht nur eine engagierte liberale Feministin bin und mich um Frauenthemen kümmern und auch sehr einsetzen sondern eben auch sogenannte harte Themen bearbeiten.

00:18:57: Das ist Medienpolitik in dem Fall das ist die Ukraine wo ich auch sehr oft bin und an der Front bin und auch davon berichter.

00:19:05: und ich glaube sich auch zeigt zum Beispiel, dass das relevant ist und dass das viele Frauen anspricht.

00:19:12: Weil man sieht wie erfolgreich die Netflix-Serie The Diplomat isst.

00:19:16: Das sind einfach starke Frauen, die haben Ecken und Kanten Die sind nicht immer gut oder nett Nicht immer redlich ehrlich Und fein Aber sie hauen auf dem Tisch.

00:19:29: Sie setzen sich durch in einer Männerdominierten Welt.

00:19:32: Ich glaube es ist etwas was Frauen gerade sehr ansprechend

00:19:35: Geht es hier um andere Themen oder eine andere Art, Entscheidungen zu treffen?

00:19:41: Beides.

00:19:41: Es ist definitiv eine Kombination.

00:19:43: als erstes muss man sich dieses Feld erarbeiten.

00:19:46: Man muss sich auch seinen Platz erobern.

00:19:49: also das ist ja auch seine Kampfretorik.

00:19:51: Man muß sich diesen Platz erobern und bekommt ihn nicht geschenkt und dann bringt man neue Perspektiven ein.

00:19:59: Also ich sehe das jetzt gerade auch, wie.

00:20:01: die Welt fällt ja so auseinander jeden Tag ein neuer ihrer Krieg und Konflikt.

00:20:08: Und es ist extrem männlich getrieben also mit einer ungeheuren Lust an der kompletten Eskalation stürzen sich weltweit mächtige Männer hier in kriegerische Auseinandersetzungen.

00:20:21: Und da ist es höchst an der Zeit, dass Frauen eingebunden werden um eben nicht nur deeskalierend zu wirken.

00:20:31: Unsere Aufgabe ist es nicht nur die wilden Buben zur Restaurant zu bringen sondern eben auch diplomatischer zu sein andere Lösungen zu finden Dinge auch einmal durchzudenken uns zu Ende zu denken

00:20:42: Wenn Macht historisch männlich definiert wurde müssen wir dann macht nicht neu definieren, anstatt nur mehr Frauen hineinzubringen?

00:20:51: Mehr Macht bedeutet ja dass ich Möglichkeiten habe und es ist ja einfach eine Frage was tu' ich mit diesen Möglichkeiten.

00:20:59: Also drehe ich komplett am Rad.

00:21:01: oder treffe ich Entscheidungen, die vor allem zu meinen persönlichen Vorteils sind oder zum Vorteil der Menschen.

00:21:09: Die mich dann bitte wieder wählen?

00:21:11: Oder habe ich eine größere Perspektive im Blick denke ich in größeren Zusammenhängen weniger im Tunnel mehr integrativ und dann ist das definitiv etwas wo für Frauen besser sind

00:21:25: wird Politik insgesamt besser mit mehr Frauen in Führungspositionen?

00:21:31: Wenn wir über Frauenförderung sprechen, sprechen wir oft über Gerechtigkeit.

00:21:35: Aber was ist mit Qualität?

00:21:37: Es gibt besseren schlechtere Arten zu führen und ich persönlich bevorzuge eine teamorientierte Führung auf Augenhöhe.

00:21:48: Und das braucht Menschen die sich sicher sind in ihrer Rolle – und nicht unsicher, vielleicht die Erfahrung gemacht haben, was bedeutet es wenn man Führungskräfte hat, die so klassisch altbackenmännlich sind.

00:22:08: Die auf Präsenzkultur stehen, die ihren Mitarbeiter nicht vertrauen und die glauben, man muss auf den Tisch schauen um sich durchzusetzen einfach alls cool sind?

00:22:19: Ich bevorzuge einen anderen Führungsstil und das hat positive Auswirkungen.

00:22:23: Ich habe ein großes Frauennetzwerk gebaut aus Freiwilligen, die gerne mitarbeiten und ich hab keine Fluktuation im Team.

00:22:32: Das heißt, ich mache persönlich wohl einiges richtig und das kann man dann halt auch umlegen aufs große Ganze.

00:22:40: brauchen wir andere Arbeitsmodelle in der Politik selbst, um Diversität glaubwürdig vorzuleben?

00:22:46: Wir brauchen definitiv andere Arbeitsmodelle aber vor allem eine andere Art und Weise Politik zu machen.

00:22:52: Es ist so wichtig dass Frauen an jenen Tischen sitzen wo eben Entscheidungen getroffen werden auch über das Leben von ihren Kindern oder sich selbst.

00:23:01: Ich nenne ein Beispiel Gemeindearbeits.

00:23:03: also Gemeindepolitik

00:23:04: ist

00:23:05: extrem wichtig Da wir entschieden über Kindergartenöffnungszeiten bauen, wir einen Kinderspielplatz.

00:23:11: Wenn ja mit welchem Gerät denn?

00:23:13: Wofür geben wir Geld aus, wofür gehen wir kein Geld aus?

00:23:16: und das ist nicht einfach Frauen dazu zu bringen, auch selber politisch aktiv zu werden.

00:23:23: Zum einen zum anderen werden aber sehr viele Steine in den Weg gelegt.

00:23:27: Warum ist es nicht einfach Frauen dort hineinzubringen?

00:23:29: Politik gerade auf Gemeindeebene ist unbezahlte Kehrarbeit.

00:23:33: Es leisten die Frauen ohnehin schon den größten Teil der unbezahlten Keharbeit.

00:23:37: Privats zu Hause kümmern sich um die Kinder, um den Partner und uns die Eltern.

00:23:42: Und dann noch einmal add-on gerade am Abend, stichwort wann macht man denn eigentlich Politik?

00:23:48: Dann auch in die Gemeindestuben oder die Gemeindeämter zu gehen und dort politische Entscheidungen zu treffen Das ist etwas, was sozial nicht unbedingt erwünscht wird.

00:24:00: Frauen müssen sich dann sehr oft anhören, warum sie denn das unbedingt machen wollen?

00:24:05: Wer kümmert sich in dieser Zeit eigentlich um die Kinder?

00:24:08: Während ein Mann das macht, ist es völlig selbstverständlich weil er und seine Meinung ist so dermaßen relevant.

00:24:14: also da muss ich quasi gezwungenermaßen einbringen Denn ohne ihn wäre einfach jede Entscheidung dort nicht schlechter.

00:24:22: Es hängt aber nicht nur davon ab von einem gesellschaftlichen Blick auf Männer und Frauen in der Politik, sondern auch eben wie machen wir Dinge.

00:24:31: Wann finden eigentlich Treffen Stads?

00:24:34: Also zu welchen Uhrzeit finden die zum Beispiel Stadt am Abend Vormittag statt?

00:24:39: wenn die Kinder im Kindergarten sind Reden wir von Standtisch, was sehr männlich konnotiert ist oder laden wir zu einem Politstisch ein beispielsweise.

00:24:51: Sitzen wir in einem verschickten Hinterzimmer?

00:24:53: Oder sind wir transparent und offen?

00:24:55: Welche Themen werden dort eigentlich behandelt?

00:24:57: Geht es auch um Bildung oder geht's nur darum Ziegelsteine übereinander zu schlichten und eine Straße zu betonieren?

00:25:03: also kann man an sehr viel Ecken und Enden viel machen.

00:25:07: Was wir wissen, ist Frauen kommen dann zum Zug wenn die Kacke am Dampfen ist.

00:25:12: Also wenn Gemeinden pleite sind und Parteien zerstritten sind, werden ganz oft Frauen aus dem Hut gezogen, die es dann wieder richten sollen wie die Trümmerfrauen.

00:25:22: Gleichzeitig kommt ihr aber auch nicht den Rückhalt in der eigenen Partei.

00:25:27: Das Frauen vor allem dann in Führungspositionen kommen, wenn nun ja die Exkremente beginnen, thermodynamisch auffällig zu werden ist sehr gut erforscht und hat sogar einen eigenen Namen.

00:25:37: The Glass Cliff Effect.

00:25:40: Mit genau diesem Spannungsfeld beschäftigt sich Martina Ernst.

00:25:43: Sie ist international erfahrene Management Consultant, Business Coach und HR-Expertin war viele Jahre in leitenden Funktionen bei Berlitz, Uni Kreditt und erste Banktätik – sie kennt diese Dynamiken von Machtverantwortung und Risiko sehr gut aus der Praxis!

00:26:00: Wenn Firmen in der Krise stecken, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass Frauen berufen werden höher.

00:26:05: Warum ist es so?

00:26:07: Weil man hat natürlich sich gefragt und da gibt's mehrere Erklärungsansätze.

00:26:12: das eine ist Man traut Frauen mehr zu in schwierigen Situationen Vermittlerrolle einzunehmen Diplomatischer zu agieren.

00:26:21: Zweitens man sucht Sündenböcke Das sind ein bisschen die brutale Version.

00:26:26: Und drittens glaubt, dass es einfach einen frischen Wind braucht.

00:26:31: und nachdem Frauen nicht zur weißen männlichen Führungsriege gehören ist sozusagen die Frau die andere, die den frischen wind bringt.

00:26:42: Und

00:26:42: ich glaube das das eine sehr kritische Sache ist, die wir Frauen müssen uns dessen bewusst werden.

00:26:50: Wir müssen uns überlegen wenn ich befördert werde schreiht dann sofort Hurra und oh ich bin ja so dankbar oder setze ich mich in aller Ruhe hin und erwege die Chancen und Risiken dieses Angebots, stelle auch unbequeme Fragen.

00:27:06: Frage auch welche Unterstützung Ich erwarten darf nämlich sowohl personell als auch materiell als auch inform von Mentoren und Mentorinnen Und überlege mir wie kann ich in der neuen Rolle Stakeholder Management betreiben?

00:27:27: statt

00:27:28: perfekt sein zu wollen.

00:27:30: Und ich glaube, das sind die Dinge, die Frauen viel zu selten abwägen

00:27:34: dann.".

00:27:34: Heute

00:27:35: ist sie Gründerin und CEO von Fair Equal Pay.

00:27:38: ihr Fokus?

00:27:39: Transparente Gehaltsstrukturen, faire Bewertung von Leistungen und die strukturellen Mechanismen, die Karrieren ermöglichen oder eben verhindern.

00:27:48: Dieser Podcast heißt zwar less of the same, doch bei Themen wie Geld und Chancen hätten wir dann eigentlich trotzdem lieber more of

00:28:10: die bis Juni diesen Jahres in den Ländern umgesetzt werden muss.

00:28:14: Das heißt, die Unternehmen machen sich jetzt wirklich fieberhaft auf den Weg, die Umsetzung voranzutreiben auch wenn die Regierung leider in fast keinem der europäischen Länder das Gesetz schon fix fertig hat.

00:28:28: also es gibt Gesetzesvorlagen zum Teil ist noch der Beratungsstatus aber man weiß ja was die Richtlinien als Mindeststandards vorschreibt Und insofern ist da schon ein großer Push in Richtung Entgeltransparenz.

00:28:45: Es geht nicht darum, dass die Frau Müller dann weiß was der Erhuber verdient sondern es geht darum das es danach Klarheit geben soll nach welchen Kriterien Gehalt festgelegt wird und nach welchem Kriterium Beförderung vorgenommen werden.

00:28:59: Das macht ja alles total viel Sinn.

00:29:01: Männer und Frauen bekommen ihrem Job gleiche Gehälter und gleiche Chancen.

00:29:05: Barbara Todt Historikerin, Buchautorin und leitende Redakteurin beim Falter beobachtet jedoch eine unruhigende Entwicklung die mit der Entwicklung einer Verweiblichung von Branchen wie ihre Einher geht.

00:29:20: Also

00:29:20: Frauen im Journalismus gibt es eigentlich genug.

00:29:22: Der Job ist sehr weiblich geworden mit all den Problemen, die damit einhergehen.

00:29:28: also wir wissen ja aus Studien in dem Moment wo ein Job weiblicher wird sinkt auch das geheilte Niveau leider was nicht gut ist.

00:29:36: Politik, Medien und soziale Netzwerke funktionieren oft wie Algorithmen.

00:29:41: Sie schreiben voneinander ab und sie reproduzieren was schon Aufmerksamkeit erzeugt hat.

00:29:46: Wo siehst du zurzeit besonders viel auf?

00:29:48: the same?

00:29:50: Auf X extrem!

00:29:52: Also wenn wir jetzt über soziale Plattformen reden... Ich bin ja sowohl auf Pluskawi als einer der wenigen Journalistinnen in Österreich, weil es gab bei diesem

00:30:03: Exit

00:30:04: von X Und für mich ist das so ein Lehrstück, weil ich eigentlich auf beiden Kanälen die gleichen Dinge poste und dann immer schaue quasi wie reagiert die Community bzw.

00:30:14: was spielt mir der Algorithmus rein?

00:30:16: Da ist ein ziemlicher Unterschied

00:30:17: dazwischen.

00:30:19: Auf X erlebe ich also ganz viel Hetze, ganz viel Hass, extreme Antivoke-Stimmung.

00:30:27: Wenn man Themen postet, die mit Frauen zu tun haben, feministisch ... in irgendeine Richtung sind, dann geht es auf x richtig ab.

00:30:35: Also da merkt man wirklich wie so ein Schiedsdorf losgelassen wird und

00:30:41: das ist

00:30:41: zach.

00:30:41: Das ist echt mühsam.

00:30:43: Soziale Medien scheinen manchmal fast wie kleine Labore für Sozialstudien.

00:30:47: Man kann hier in extremer meist sehr zugespitzter Form beobachten, wie Menschen miteinander umgehen.

00:30:53: Mich interessiert ob sich einen Unterschied macht?

00:30:56: Ob und wie viele Frauen sich am Diskurs beteiligen aktiv, indem sie Inhalte posten oder auch einfach in dem Sie mit Beiträgen interagieren.

00:31:05: Also früher bevor Elon Musk X übernommen hat war es so dass sich in solchen Moment dann doch recht viele Frauen gefunden haben die sich solidarisiert haben mit jemandem und dagegen gehalten haben bewusst.

00:31:19: das gibt jetzt irgendwie so nicht mehr.

00:31:22: Das ist verloren gegangen Und das ist eigentlich finde ich schade weil das größere Bild was da entsteht ist.

00:31:30: Also eben die Solidarität ist weg, die Algorithmen befeuern antifeministische Inhalte und dadurch wird das halt einfach zu einem Ort wo Frauen dann vielleicht gar nicht mehr rein gehen wollen.

00:31:41: Und gar nicht mal aktiv argumentieren oder posten wollen.

00:31:45: Das ist einfach keine gute Entwicklung.

00:31:46: also wenn sich Frauen aus gewissen Sphären zurückziehen Dann ist es eigentlich ein voller

00:31:52: Rückschritt.".

00:31:53: Dass erinnert an das Phänomen dass viele Frauen an einer bestimmten Karriere Stufe oft aussteigen sich erst hocharbeiten, beeindruckende Karrieren hinlegen und dann irgendwann einfach keine Lust mehr haben.

00:32:05: Vielleicht liegt es ja gar nicht ausschließlich daran dass Frauen nicht genügend Chancen bekommen sondern auch daran das sie irgendwann schlicht und ergreifend keinen Bock auf more of the mostly old white male same system haben.

00:32:20: Eine befreundete Ärztin hat sogar die steile These, dass das ein biologischer Prozess ist.

00:32:24: Dass der hormonelle Antrieb Frauen super lange durch die Karriere pusht und sich mit den Veränderungen rund um die Wechseljahre dann auch der Blick darauf verändert wie viel Energie man noch in solche Strukturen investieren möchte.

00:32:38: Das Umgekehrte Beispiel, dass denn viele Frauen quasi in dieser Phase also plus minus fünfzig zum einen sagen ich tue mir das nicht mehr an.

00:32:46: Ich spiele jetzt nicht nach denen quasi männlichen Regeln, die ja zwei sechsundzwanzig immer noch dominant sind.

00:32:53: Obwohl schon vor einem Vierteljahrhundert darüber diskutiert wurde das eigentlich wenn Frauen in Führungsebenen vordringern dann verändert sich auch die Kultur.

00:33:01: Dann ist nicht mehr quasi das männliche Führungsverhalten, dass der andere sondern entsteht eine diversere und bessere Kultur.

00:33:08: also

00:33:08: scheint nicht überall geklappt zu haben ganz sicher nicht bei Ärzten weil du deine Freundin angesprochen hast.

00:33:14: aber es gibt eben viele Frauen die eben sagen okay ich mache einfach nochmal was ganz Neues Ich mache halt ein Start-up oder werde meine eigene Chefin.

00:33:23: Das ist vielleicht nicht immer gleichzusetzen mit einem Rückzug, sondern eher so ein okay bin der dann dort, jetzt dreißig Jahre in dem Bereich gearbeitet und macht die nächsten zehn Jahre noch mal das was ich wirklich gerne machen will also eher so einen Freispielen oder eine Befreiung.

00:33:40: Also so erlebe ich es bei... Kollegen im Journalismus gab es ja einige Frauen, die das jetzt bewusst gemacht haben.

00:33:46: Was mit denen noch dazukommt?

00:33:48: Dieses riesige Thema Frauen in der Öffentlichkeit am Bildschirm als Moderatorinnen... Wie gehen wir um?

00:33:56: wenn das dann halt eine Frau ist, die ist fünfundvierzig oder fünfzig.

00:33:59: also wie

00:34:00: ab wann

00:34:01: wirst du aussortiert weil du einfach nicht mehr dem schönen Ärzte dir halt.

00:34:07: Das ist für Schauspielerinnen, ModeratorInnen und Frauen in der Öffentlichkeit stehen.

00:34:13: Die mit ihrem Gesicht ihre Arbeit machen, das ist ein ziemliches

00:34:17: Thema.".

00:34:18: So oberflächlich auch diese Branche teils leider noch zu funktionieren scheint so tiefgründig kreativ und gut recherchiert sind – bestenfalls Ihre Inhalte!

00:34:29: Darum kümmert sich zum Beispiel beim Standard die stellvertretende Chefredakteurin Nana Siebert

00:34:35: Hauptprinzip und ich glaube, das ist der Grundsatz für alles gilt.

00:34:41: Und für jede kreative Ideenentwicklung miteinander sprechen.

00:34:47: Das ist etwas, dass durch Homeoffice und Remote-Sitzungen zum Teil ein bisschen verloren geht oder gegangen ist oder diese Gefahr besteht.

00:34:58: Aber tatsächlich miteinander... zu sitzen und herum zu blödeln, um zuzulassen dass da auch Gedanken auftauchen die absurd erscheinen mögen.

00:35:12: aber darauf aufzubauen glaube ich ist der Schlüssel für jegliche kreative Gedankenentwicklung.

00:35:18: Und das trifft auf die Medien und auf Geschichtenentwicklungen und Beobachtungen die man gemacht hat und die man miteinander austauschend sich denkt eigentlich, eigentlich reden wir schon zehn Minuten genau über diese Beobachtung.

00:35:32: Dann ist es sehr wahrscheinlich eine Geschichte.

00:35:34: Ich glaube das ist eine Möglichkeit oder für mich die grundsätzliche Voraussetzung um Ideen und Kreativität zu fördern dass man miteinander sitzt und sich unterhält und darauf kommt, dass da Geschichten stecken.

00:35:53: Also um Journalist zu werden, gibt es eine Grundvoraussetzung, die für euch alle vereint.

00:35:57: Man muss wahnsinnig neugierig sein und deswegen ist in Redaktionskonferenzen jetzt weniger auf Effizienz getrieben sind.

00:36:05: Es gibt ja unterschiedliche Formate von Sitzungssettings einfach.

00:36:14: Da gibt's sehr effiziente Morgenkonferenz und dann gibt's Brainstormingsetzungen Und in Brainstormingsitzungen ist es einfach erlaubt, um zu blödeln.

00:36:22: Wenn neugierige Menschen zusammensitzen und ihre Beobachtung teilen, entstehen Geschichten, eine kreative Stimmung, eine lustige Stimmung.

00:36:32: Aber was total unterschätzt wird oft sind Sachen wie ein gemeinsames Mittagessen.

00:36:37: Also wenn sich Teams zusammensetzen und gemeinsam Mittag essen.

00:36:40: Genau das dann quasi sehr natürlich und generisch passiert, nämlich dass man sich unterhält.

00:36:46: Einer sagt mir, ist da neulich was aufgefallen?

00:36:49: Sollten wir vielleicht irgendwie zur Story machen.

00:36:52: Das sind eigentlich das beste Setting und die Grundvoraussetzung ist es neugierige aufmerksame Menschen sind den Dingen auffallen oder die sich für Dinge interessieren, die vielleicht jetzt nicht so auf der Straße liegen.

00:37:03: Manchmal liegen sie auch auf der Strasse.

00:37:06: Stimmt eigentlich!

00:37:07: So entstehen beim Lunch also so richtig in echt und drei D und Farbe neue Ideen remote im Home Office Vielleicht davon etwas weniger, dafür aber ganz andere neue Möglichkeiten.

00:37:21: Früher war es in der Redaktionskonferenz so dass um den großen Sitzungstisch herum die Ressortleitungen saßen und die haben mehr oder weniger das Programm des Tages, das Programm der Zeitung, das Programm der Webseite bestimmt.

00:37:34: Und da waren jüngere Kollegen und Kolleginnen Eigentlich, es war rein platztechnisch schon nicht möglich da einen Teil zu nehmen.

00:37:42: In der Form oder wenn saßen sie in einer zweiten Reihe und aus der zweiten Reihen einen Vorschlag zu bringen ist immer eine Führer und immer ganz schön schwierig.

00:37:52: Und durch die Remote-Möglichkeit sich zuzuschalten und ein gewisser Sprechdisziplin zu haben als man konnte aufzeigen und kam dann noch dran und wurde dann auch angehört

00:38:03: hat

00:38:05: die ganze Sitzung eigentlich demokratisiert und jüngere Kolleginnen konnten mit ihren Ideen und Vorschlägen in die Sitzung vordringen, in das Programm hineindringern.

00:38:16: Und sich einen Raum verschaffen.

00:38:18: Das war durchaus eine Möglichkeit des Programms lustiger bunter Jünger zu gestalten und nicht vorkurratiert oder vorgefilcht hat durch eine Gruppe Menschen, die vielleicht Popkulturelle Themen zum Beispiel gar nicht so interessant finden oder nicht so wichtig

00:38:34: finden.".

00:38:35: Die Sache mit den Führungsposition Darüber haben wir jetzt wirklich viel gehört.

00:38:40: Der letzte Gedanke versprochen für heute, also kommt es darauf an was du liebe Hörerinnen noch vor hast in deinem Kopf aber zumindest der Letzte in diesem Podcast.

00:38:51: Ich glaube das ist ein generelles Thema dass Führungskraft oft mit Redeanteil und persönlicher PR in einem Meeting zu tun hat Und weniger damit was wirklich rumkommt am Ende.

00:39:11: Und ich glaube, das ist immer noch ein Thema also dass Führungstärke oft gleichgesetzt wird mit Eigenpr in Meetings und einer Erfahrung die ich gemacht habe und das ist jetzt wirklich... Also ich möchte keine Serietype bedienen oder ähnliches aber zum Beispiel Mütter als Frauen die versuchen müssen beides hinzukriegen Die Betreuung der Kinder und den Job kriegen Sachen sehr sehr Effizient zusammen.

00:39:40: Also es sind einfach gewohnt, den Job... Let's get the job done und zwar in sehr kurzer Zeiten viel kürzerer Zeit als vielen anderen Kollegen und Kolleginnen zur Verfügung gestellt steht.

00:39:51: Das macht sie wahnsinnig effizient!

00:39:53: Und die haben keine Zeit für lange Sitzungen und Meetings, in denen man sich selbst auf die Schulter klopft sondern die wollen dass die Sachen erledigt werden.

00:40:02: und das halt für eine ganz große Stärke, die

00:40:05: unterschätzt wird.

00:40:08: Also das, was ich wirklich wichtig finde und was auch jungen Kolleginnen immer wieder sage.

00:40:15: Ich glaube es ist ganz tief verankert und das hat sich bei mir selbst nie geändert.

00:40:20: Und ich merke es auch bei jungen Kollegen, die oft zum Glück wesentlich selbstbewusster sind als ich in ihrem Alter war.

00:40:27: Aber ich glaube in uns Frauen ist sie sehr tief und ich bediene sie ein Serietyper weil meine Beobachtung sagt mir dass es leider oft zutrifft Frauen leiden dazu, wahnsinnig emsig zu arbeiten und Wahnsinnig wie ich so machen.

00:40:44: Und in ihrer Leistung zu überperformen in der Hoffnung dass sie gesehen werden und irgendwann jemand herkommt und sagt super Job!

00:40:53: Du kriegst mehr Kohle du kriegste die Beförderung

00:40:57: und

00:40:57: sind dann irgendwann sehr sehr enttäuscht weil Sie merken das es nicht so funktioniert sondern dass männliche Kollegen, die wesentlich schneller aufstehen und für sich selbst eintreten.

00:41:10: Und Dinge einfordern, diese Sprünge schneller machen bei möglicherweise nicht immer aber über möglicherweise geringerer Leistung.

00:41:20: Das ist etwas was ich immer sage bitte sagt rechtzeitig was ihr wollt.

00:41:26: Ihr werdet nicht immer das bekommen, was ihr gerne hättet und es dann oft auch enttäuschend.

00:41:31: mit dieser Enttäuschtung muss man umgehen können Aber tut euch den Gefein und fordert es rechtzeitig und schnell.

00:41:39: Und wartet nicht bis ihr so postiert, weil ihr nicht gesehen werdet indem er sie tut.

00:41:45: Super Job Charlotte!

00:41:46: Du bekommst

00:41:47: weder mehr

00:41:47: Kohle

00:41:48: noch eine Beförderung aber ein bisschen Lob muss schon drin sein allein dafür dass ich auch

00:41:53: mal kurz was sagen darf.

00:41:55: Lob geht außerdem raus an alle Frauen die das gerade hören an Karrierefrauen, an Moms und Künstlerinnen.

00:42:01: An ÜberlebenskünstlerInnen... ...und an alle irgendwo dazwischen.

00:42:06: An alle die sich wirklich Mühe geben!

00:42:08: Die jeden Tag ihr Bestes geben oder zumindest an vielen Tagen.

00:42:12: Die vielleicht nicht perfekt sind aber die dranbleiben.

00:42:15: Die Dinge versuchen die Mut brauchen Denn genau das verdient Lob.

00:42:21: Und ein ganz besonderes Lob geht an Hany von Fifty-Five Films die ebenfalls einen großartigen Job macht und diesen Podcast für euch geschnitten hat.

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