#10/8: Wirkung statt Reichweite

Shownotes

In dieser Folge von „Less of the Same“ spricht Charlotte mit Nicole Schlögl-Slavik – verantwortlich für Brief, Werbepost, Zeitungen und B2B-Kommunikation bei der Österreichischen Post. Es geht um Relevanz als Frage der Wirkung, um den Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität, um die Kraft des Haptischen – und darum, warum ein leerer Briefkasten heute mehr Aufmerksamkeit erzeugt als ein volles Postfach. Schlögl-Slavik erzählt, warum Relevanz kein allgemeingültiger Begriff ist, sondern immer an ein Ziel gebunden bleibt: Wirkung lässt sich nur beurteilen, wenn vorher feststeht, was sie bewirken soll. Sie beschreibt, wie sich das in ihrem Alltag zeigt – zwischen Versenderinnen, die Umsatz brauchen, und Empfängerinnen, die erreicht, erinnert und überzeugt werden wollen.

Wir sprechen über: · Relevanz als Frage der Wirkung: Warum das Wort inflationär verwendet wird und weshalb es sich nur beantworten lässt, wenn das Ziel vorher feststeht. · Effizienz und Effektivität: Weshalb der Unterschied zwischen dem Weg und dem Effekt so oft verschwimmt und was dabei verloren geht. · Der Beweis durch Verzicht: Wie sich zeigt, dass ein Medium wirkt, wenn Versenderinnen es streichen und Frequenz und Umsatz zurückgehen. · Inhalt, Kontext, Timing: Warum sie Inhalt und Kontext vor Geschwindigkeit reiht und was die Eisenhower-Matrix damit zu tun hat. · Kreativität im Konzern: Weshalb Innovation bei der Post selten sichtbar ist und stattdessen in Prozessen steckt – und warum ein bewusst langsameres Briefprodukt ein großer Schritt war. · Die Kraft des Haptischen: Was im Gehirn passiert, wenn man etwas in Händen hält, und warum sich Vertrauen und Wertschätzung so anders transportieren lassen. · Vom vollen zum leeren Briefkasten: Warum sich die Werbung selbst kaum verändert hat, wohl aber die Zahl der Werbeeindrücke – von rund 2.500 auf über 10.000 pro Tag. · Reichweite baut keine Loyalität: Weshalb Klicks noch keine Kundinnen sind, wie wenige Unternehmen Markenerinnerung überhaupt messen und wo dabei Brand Equity verloren geht. · Der Fall Nike: Wie der Schwenk in den rein digitalen Vertrieb kurzfristig funktionierte und langfristig Kundinnen an Wettbewerber wie On kostete. · Orientierung als Angebot: Warum ein Hotelkatalog aus der Steiermark sie mehr überzeugt hat als zwanzig offene Tabs und weshalb Entscheidungsentlastung heute ein Markenversprechen ist.

Ein zentrales Thema der Folge: Nicht mehr fragen, wie viele Kanäle sich abdecken lassen, sondern welcher Kanal aus der Masse heraussticht. Schlögl-Slavik beschreibt das als Frage des Mutes, des Budgets und der Ziele – und verweist auf Marken wie Netflix und Apple, die ausgerechnet aus der digitalen Welt kommen und heute wieder auf Print, Plakat und Aktionen zum Anfassen setzen.

Weitere Themen: · Wie ein Businessportal im B2B-Geschäft zwischen Automatisierung und persönlicher Beziehung balanciert. · Warum sie auf Bühnen den Brief lobt, während alle anderen über KI und digitale Tools sprechen. · Weshalb die Produkte der Post Demokratie ermöglichen – und Preisvergleiche für Menschen, die nicht von Plattform zu Plattform springen. · Wo man sich Inspiration holt: bei Awards wie CCA und ADC, in der Kategorie Dialogmarketing. Diese Episode ist für alle, die wissen wollen, warum Relevanz ohne Ziel eine leere Behauptung bleibt, wie langsame Medien in einer schnellen Welt wieder auffallen und weshalb der Mut zum eigenen Kanal am Ende mehr über eine Marke sagt als jede Reichweitenzahl.

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen bei Less of the Same, dem Podcast gegen kreative Eintönigkeit.

00:00:11: Wir sprechen hier mit Menschen die Markenkommunikation und Kreativität in einer Welt voller Gleichförmigkeit neu denken und dabei zeigen

00:00:20: wie

00:00:20: relevant heute überhaupt noch funktioniert.

00:00:23: Heute mit Nicole Schlögl-Slavig verantwortlich für Briefwerbepost Zeitungen und BtoB Kommunikation bei der österreichischen Post.

00:00:34: Wenn wir im Marketing von Relevanz sprechen, was konkret bedeutet das dann in deiner Welt?

00:00:40: Also zuerst mal Hallo und danke für die Einladung.

00:00:44: Relevans!

00:00:46: Ich beschäftige mich sehr viel mit diesem Thema auch in letzter Zeit.

00:00:51: Ich glaube dass wir doch ein bisschen inflationär verwendet das Wort.

00:00:54: ich glaube bei Relevance geht es wirklich sehr stark.

00:00:56: darum hinterlasse ich Wirkung.

00:01:00: Wirkung ist dann wiederum Auslegungssache, welche Wirkung möchte ich denn erzielen?

00:01:03: Deswegen glaube ich kann man Relevanz nicht für allgemeinern.

00:01:06: Sondern es ist wirklich immer spezifisch auf was ist mein Ziel und habe ich wirkungen hinterlassen so dass das auf mein Ziel einzahlt.

00:01:16: Wenn wir da über Werbung sprechen, kann man auch nicht sagen Relevans ist irgendwie ein generalistischer Begriff sondern geht sich wirklich darum.

00:01:26: möchte ich mit meiner Werbung Umsätze generieren, dann ist es relevant zu verändern jemand klickt oder ins Geschäft geht.

00:01:38: Wenn ich sage Ich möchte dass meine Marke in Erinnerung bleibt Geht's ja darum?

00:01:41: Ich bin relevant und bin auch noch.

00:01:44: wenn ich im Nachhinein Frage hast du die Message mit dieser Werbung Mit diesen mit dieser marke in Verbindung bringen können.

00:01:50: also für mich ist relevante eine frage der wirkung Und dahinter eben auch das ziel das.

00:01:55: ich habe

00:01:56: Also quasi eine Definition, die man vorher festgelegt hat und dann die Frage ob das erfüllt wurde mit der Kommunikation.

00:02:04: Wenn ich das richtig verstehe?

00:02:06: Absolut!

00:02:07: Wir stellen uns die Frage auch immer wieder weil wir haben ja auch in meiner Rolle als Verantwortliche für die vielleicht traditionell angehauchten Werbeprodukte, also Briefzeitungen, persönlich adressiertes Änderungen.

00:02:20: Da stellen wir uns auch immer die Frage wie bleiben wir denn relevant?

00:02:23: Die Frage ist immer, bei wem bin ich denn relevant?

00:02:25: Auf der einen Seite bei der Versenderin.

00:02:26: Relevant weil die wollen natürlich Umsatz machen.

00:02:28: auf der anderen Seite relevant bei der Empfängerin.

00:02:32: Weil nur wenn ich wirklich Wirkung entfalte... Wenn ich gelesen werde, wenn ich in Erinnerung bleibe und dann ein Kauf getätigt wird, dann fließt am Ende des Tages da Euro.

00:02:44: also die Relevanz zieht sich ja über viele Fragenstellungen hinweg.

00:02:50: Woran erkennt ihr denn bei Brief, Werbepost oder Zeitung das es nicht nur angekommen ist sondern auch wirklich ja oder andersherum dass es wirklich angekommen und nicht nur zugestellt?

00:03:04: Also wir selbst erkennen das natürlich nicht direkt weil wir ja im Auftrag von Versenderinnen unserer Dienstleistungen anbieten.

00:03:14: Aber was ein sehr schöner Käse ist oder sehr schöne Käses, die wir sehen.

00:03:18: Es wird natürlich immer versucht dieses physische Medium durch digitale Werbung, durch digitalen Medien zu ersetzen und das versuchen sehr viele.

00:03:25: aber viel misslinkt es auch.

00:03:27: Das heißt sie sehen dann noch wirklich wenn ich das wegnehme vor allem im Bereich Flugblatt dann habe ich Umsatz einbußen.

00:03:33: Das ist natürlich für uns dann die Bestätigung schlechthin weil nur weil das andere Medium vielleicht günstiger ist vermeintlich effizienter, ich glaube es ist auch immer eine Frage was ist Effizienz und was ist Effectivität.

00:03:43: Ich glaube da muss man manchmal ein bisschen nachschärfen.

00:03:47: aber wenn die dann sehen Hopperler, die Kunden kommen nicht mehr zu mir in der Frequenz wo sie vorgekommen sind, die kaufen weniger als sie vorher gekauft haben und das ist statistisch.

00:03:53: also Daten seid ihr noch bewiesen?

00:03:56: Dann sehen wir unser Medium kommt an und entfaltet Wirkung.

00:04:01: Bei Briefen ist es ein bisschen anders, da ist ja der Inhalt ein bisschen anderer.

00:04:05: Da geht's ja nicht darum dass ich Werbung bekomme und das mir immer was Gutes getan wird.

00:04:09: Briefe sind eher... Medien, die genutzt werden.

00:04:12: wenn man sehr vertrauensvolle sicherheitsbedürftige Informationen weiterleitet also von der Verkehrsstrafe über die amtlichen Vorarladungen etc.

00:04:24: Da ist es dann natürlich schon sehr stark.

00:04:26: auch der Versender der uns zeigt okay das hat funktioniert wir können nicht auf einen anderen Kanal ausweichen weil und da sind wir dann auch wieder bei der Frage wer ist denn die Empfängerin?

00:04:35: Es gibt halt einfach nicht nur digital auf viele Menschen.

00:04:38: und wenn ich eine gewisse Art von Kommunikationsinhalt habe, muss ich mir schon noch überlegen.

00:04:44: Ist die für jeden jede konsumierbar?

00:04:48: Und hat die auch den Effekt, den ich bezwecken möchte nämlich... Das ist was Wichtiges.

00:04:52: das ist nichts was ich schnell mal irgendwie per E-Mail verschicke.

00:04:55: Also kann man jetzt auch nicht verallgemeinern.

00:04:57: aber grundsätzlich Kommt es an, ja oder nein?

00:05:00: Sehen wir spätestens wenn sich der Versender oder dein Finger beschwert.

00:05:03: Aber wenn dann solche Maßnahmen gesetzt werden, wo man versucht zu verzichten und dann aber sieht der Verzicht hat negative Auswirkungen, dann sehen wir ist relevant, hat Wirkung und kommt an!

00:05:16: Du hast jetzt alle drei so ein bisschen angeschnitten.

00:05:20: Wenn du jetzt einen Ranking aufstellen müsstest Inhalt Timing und Kontext

00:05:26: Timing würde ich tatsächlich an letzter Stelle ranken, weil viele Dinge die zwar wichtig sind, sind nicht immer dringend.

00:05:35: Also sind wir wieder bei der Eisenhower Matrix.

00:05:39: Wichtig und dringende muss man echt unterscheiden also... Die zeitliche Komponente würde ich an letzte Stelle stellen.

00:05:45: Der Content?

00:05:48: Und was war das Dritte?

00:05:49: Inhalt timing und Kontext.

00:05:51: Inhalt würde ich in erster Stelle stellen.

00:05:53: Kontext ist mehr oder weniger gleich gerankt, weil es kommt immer darauf an was ist mein Ziel?

00:05:59: und dementsprechend in welchem Kontext versende ich welches Medium.

00:06:03: Also ja ich würde Kontext und Inhalt eins zwei und die Geschwindigkeit dann auf Platz drei.

00:06:08: Für

00:06:13: euch läuft ja ganz viel standardisiert optimiert.

00:06:17: wieviel Spielraum bleibt da überhaupt noch um etwas anders zu machen, irgendwie so ein bisschen kreativ zu sein auszuprobieren.

00:06:27: Also Kreativität ist ja auch so ein Thema genauso wie Innovationen, ein schön klingendes Wort dass man aber sehr unterschiedlich auslegen kann.

00:06:36: Kreativität und Innovation zeigt sich bei uns nicht in den großen neuen Apps oder den großen Neun-Würfen.

00:06:44: Also das E-Mail wurde schon erfunden, dass es jetzt kaum nicht von uns... Da geht's tatsächlich eher darum wie kann ich Prozesse neu denken?

00:06:54: Und das sind auch Dinge die man nach außen nicht sieht, die wir mal noch innen sehr stark sehen.

00:06:58: Wir haben tatsächlich Innovationskraft in unserer Branche.

00:07:02: also wir machen viele Dinge prozessual anders und sind in sehr vielen Dingen Vorreiter, wenn man sich andere Postgesellschaften ansieht.

00:07:10: Das kommt beim Kunden jetzt in der Form nicht an, wenn wir wirklich über das klassische Prozessorle-Logistiksegment sprechen.

00:07:18: im Briefbereich muss ich auch sagen.

00:07:20: Im Paketbereich ist es ja noch mal was anderes.

00:07:22: da geht's ja sehr stark um ein Service dass der Kunde spürt weil ein Paket ist ja ein Thema das eine ganz andere Konnotation hat, bei einem Kunden.

00:07:31: meistens freue ich mich ja auf das Paket.

00:07:33: Der Brief ist sehr ... sind wahrscheinlich viele ambivalent.

00:07:36: Bei Werbung ist es wieder absolut positiv behaftet aber die Innovation ist bei uns durchaus grundsätzlich unbedingt notwendig.

00:07:45: um an Zeit zu bleiben.

00:07:47: also wir beschäftigen und sehr viel mit künstlichen Intelligenz, sehr viel Prozessautomatisierungen Themen, die wie gesagt beim Kunden nicht unbedingt ankommen.

00:07:58: und auf der anderen Seite sind es aber schon auch Themen wo man ein sehr also im BtoB Kontext ein sehr menschliches Business.

00:08:08: in btb hast du ja immer den Vertriebsbetreuer und den Kunden diese Beziehung die einen unglaublichen Wert haben.

00:08:15: Und da diesen Schritt doch auch zu machen eine gewisse Automatisierung Digitalisierung Da gibt's schon sehr viel Spielraum.

00:08:22: Aber das ist auch ein sehr schmaler Grad.

00:08:24: Wann überschreite ich die Schwelle, dass es unpersönlich wird und somit auch der Mehrwert verloren geht und du dich nicht mehr differenzieren kannst?

00:08:31: Also es gibt zusammengefasst.

00:08:32: Es gibt viel Spielraum, es gibt viel Gestaltungsspielraum aber es ist einfach immer abzuwägen wo ist die Wertschöpfung in dieser Digitalisierung, Automatisierung, Innovation für den Kunden, wo ist sie bei uns?

00:08:50: und was ist gerade wichtig?

00:08:53: Hast du da vielleicht ein Beispiel, was ihr in jüngster Vergangenheit gemacht habt?

00:08:59: Weil die schönsten Probleme sind ja eigentlich die, die gelöst werden bevor man weiß dass man sie hat so und ihr habt euch schon damit beschäftigt.

00:09:06: Also Jüngste vergangenheit nicht aber vielleicht ein paar Jahre zurückblickend.

00:09:10: also das der Brief entschrumpfend ist Geschäft ist, das ist jetzt keine Überraschung.

00:09:16: Und früher war es so, also da reden wir jetzt von dem Jahrzehnte und davor, dass Briefer einfach immer am nächsten Tag zugestellt worden sind.

00:09:23: Das war einfach Usus mehr!

00:09:24: Und Innovation beziehungsweise Neuerungen gehen ja oft dann mit dem Wandel der Gesellschaft, mit den Wandeler Technologie, mit dem wandel der Relevanz.

00:09:33: Wir haben damals tatsächlich als einer der ersten gesagt Die Geschwindigkeit ist vielleicht nicht mehr das Wichtigste, sondern die Verlässlichkeit und die Flächendeckung.

00:09:44: Machen wir noch ein neues Produkt, dass langsamer ist?

00:09:47: Das klingt jetzt so langweilig vielleicht aber es ist ein unglaublich großer Schritt gewesen für unsere Prozessoren Gegebenheiten, für unsere Effizienz Aber auch für den Kunden weil man ganz anders mit einer Preisstabilität spielen kann.

00:10:03: Anderes Thema ist die Automatisierung, die wir gerade machen bzw.

00:10:07: Digitalisierung von Geschäftskundenprozessen.

00:10:09: Wir haben einen sehr starken Kundinnenkontakt und unser USB ist einfach – wir sind jeden Tag an jeder Tür aber nicht nur bei den Empfängerinnen sondern schon auch bei den Versenderinnen.

00:10:23: Also ein ganz starkes, partnerschaftliches und vertrauensbasiertes Geschäft.

00:10:28: und da den Schritt zu machen, dass wir ein Business-Portal einführen das halt in vielen anderen Branchen na nona net ist.

00:10:35: Ist schon auch ein Thema wo man sagen kann okay wir wagen uns jetzt in eine Richtung aber natürlich hat es einen Vorteil für den Kunden weil es ist ein twenty for seven selbst service tool für uns intern ein riesen Ding vor allem auch mit so vielen Systemen, mit denen wir arbeiten.

00:10:53: Für den Kunden am Anfang eher einen Irks.

00:10:57: Diese Digitalisierung möchte ich jetzt aber nicht haben.

00:10:59: Aber am Ende ist es für uns intern bzw generell im BZB-Geschäft schon eine Innovation würde ich jetzt nichts sagen, aber schon ein unglaublicher Fortschritt, den wir da gehen.

00:11:11: Also wie gesagt das ist im Vergleich zu vielen anderen Branchen die wirklich unglaublich schnell lebig sind, die vielleicht sexier klingen ist es schon bewegt sich einfach in anderen Ebenen und in einem anderen Kontext, hat aber unglaublich große Wirkung.

00:11:28: Und wir sehen's am schnellsten.

00:11:30: wenn wir ein bisschen schauen wo könnte man denn noch besser werden?

00:11:34: Wo könnte man den noch was Neues machen?

00:11:36: dann schaut man sich in andere Postgesellschaften an und sieht naja so viel gibt da gar nicht!

00:11:41: Ja also wir sind ja schon top notch und das ist eigentlich sehr schön zu sehen.

00:11:45: Aber es macht natürlich schwieriger.

00:11:47: Würdest du sagen, dass dann in eurem Kontext Effizienz Kreativität manchmal schlägt?

00:11:55: Du musst schon kreativ sein.

00:11:57: In vielerlei Hinsicht!

00:11:58: Weil nur dann kommen die wirklich radikalen Ideen.

00:12:01: Es ist ja deine Kreativity in einem komplett anderen Kontext.

00:12:04: Da geht es nicht um visuelle Kreatividad.

00:12:06: Da geht's wirklich um Kreatividade Dinge aus einem komplett Anderen Winkel zu betrachten Wirklich Konventionen zu brechen.

00:12:15: nie jemand sich getraut hätte zu brechen.

00:12:18: Der Prozess ist so, das machen wir jetzt seit dem jahre Schnee also war das immer und es natürlich in großen Konzernen sehr oft so.

00:12:26: Da gibt's Prozesse und die lebt man.

00:12:28: da gibt's Mitarbeiterinnen.

00:12:29: sie sind schon seit vielen vielen Jahren länger als ich auf der Welt bin und daran mit einem komplett neuen Ansatz reinzugehen erfordert schon ein kreatives Denken, aber am Ende des Tages ist Effizienz unglaublich wichtig in einem Geschäftsbereich der natürlich schrumpft.

00:12:47: weil was ist die Alternative?

00:12:49: Ich habe immer zwei Hebel wie ich mein Geschäft stabil und profitabel halten kann.

00:12:56: über die Preisschiene gehen, das ist natürlich nicht unser Ziel.

00:13:00: Oder ich gebe die Effizienzschiene und da hat natürlich die heutige Zeit unglaublich viele Möglichkeiten mit Automatisierung, mit Robotics, Mitkünste, Intelligenz

00:13:07: etc.,

00:13:08: BIP.

00:13:10: Dementsprechend würde ich nicht sagen sie schlägt sich sondern die Kreativität ist die absolute Basis um echt effizient lukrient zu können.

00:13:19: Um dieses Thema neu denken zu können.

00:13:25: Digitale Kommunikation wird ja immer endlich, also wir haben Algorithmen.

00:13:30: Wir haben Templates.

00:13:31: irgendwie sieht alles gleich aus.

00:13:33: hat physische Kommunikations dadurch per se schon einen Vorteil?

00:13:37: Auch das kann ich jetzt wieder mit Ja noch mit Nein beantworten.

00:13:41: Es ist immer die Frage wofür ein Vorteil.

00:13:45: Also Ich bin der festen Überzeugung dass das haptische Persee diese multidimensionalen Eindrücke die man sammelt wenn man etwas in Händen hält Ich spüre es, ich höre es.

00:13:55: Ich rieche

00:13:56: es.".

00:13:58: Das hat ja einen ganz anderen Effekt im menschlichen Hirn als wenn ich etwas nur sehe.

00:14:04: Natürlich wieder unterscheiden zwischen einem Standbild und einem Bewegtbilder.

00:14:08: Das hat natürlich eine unglaubliche Kraft!

00:14:12: Und du kannst viel mehr Wertschätzung rüberbringen.

00:14:15: Du kannst vielmehr Vertrauen wecken, weil da einfach all das was da im Hirn passiert ja wenn du etwas berührst der Oxytocin steigt.

00:14:23: Das hast du halt in der digitalen Welt nicht aber auch wieder da.

00:14:26: ich muss es ja auch nicht immer haben.

00:14:29: Also möchte ich vertrauen, möchte eine gewisse Verbundenheit erzeugen.

00:14:32: Möchte ich Erinnerung bleiben?

00:14:35: Dann haben wir in dem ganzen haptischen oder multidimensionalen, multisensorischen, da reiht sich dann schon auch TV ein beispielsweise oder generell bewegt Bild oder diese ganzen event-based Activities.

00:14:48: Das hat eine unglaubliche Kraft und ich finde es immer so schade zu sagen das eine ist besser oder schlechter oder irgendwie schlägt das andere.

00:14:57: Ich glaube, es kommt niemand davon was man macht.

00:14:58: Aber leider wird diese Frage heute viel zu selten gestellt weil wir immer sehr stark über Effizienz sprechen, über Messbarkeit, über Automatisierung, über Templates geht halt einfacher und ich glaube alles was du multidimensional bespielst ist auch nicht mehr so einfach aber hat einen unglaublichen Effekt den man sich wieder ein bisschen mehr vor Augen führen sollte.

00:15:24: Glaubst du, dass der Brief heute stärker wird?

00:15:27: Weil er insgesamt seltener wird und dadurch diesen Less of the Same Überraschungs-Effekt hat früher was völlig normal jetzt ist ja etwas Besonderes sozusagen oder weil er irgendwie besser wird.

00:15:38: also hat sich am Produktbrief per se nicht viel verändert oder?

00:15:43: Nein!

00:15:43: Also... Die Werbung per se, also ich möchte im Unterschied zwischen einem Brief und einer postalischen Werbung.

00:15:49: Das sprechen wir eher.

00:15:51: Die Werbung per se hat sich nicht verändert aber was sicher verändert hat ist die Anzahl an Werbeeintrücken die man sammelt.

00:15:58: Also, ich bin ein Generation-Why-Kind.

00:16:02: In meiner Jugend hatte man so zweitausend, zweitausend Fünfhundert Werbeeintrücke pro Tag.

00:16:06: Heute sind wir bei Zehntausend Plus.

00:16:08: Kommt immer darauf an, welche Studie man fragt.

00:16:10: Das heißt diese Gleichzeitigkeit, diese Vielfältigkeit, die Kanalvielfältigkeit und diese Schnelllichkeit.

00:16:17: Wie kurz man Eindrücke bekommt!

00:16:19: Das hat sich massiv verändert und da geht man natürlich unter, oftmals mit einer Marke.

00:16:23: Der Briefkasten ist tendenziell leerer also wesentlich leerer als mein E-Mail postfach und da fällt natürlich mehr auf was da drinnen ist.

00:16:30: jetzt aber schon die Sache.

00:16:32: ich glaube die jüngeren Generationen, ich weiß nicht ob die überhaupt noch ihren Briefkasten aufmachen.

00:16:36: Also da weiß ich jetzt... das ist immer so.

00:16:38: die Frage nach weil für diese auch, kann mich erinnern, gab.

00:16:41: vor fünfzehn Jahren lag mal ein Telefonbuch von meiner Tür und ich habe mir gedacht was sind das?

00:16:45: Ich könnte mir vorstellen dass das einer Generation all verzelt usw.

00:16:50: aufgeht.

00:16:50: wenn sie plötzlich einen Brief in der Hand haben, dann muss man das machen damit, keine nicht, muss weg!

00:16:55: Also nein, der Brief oder die fostalische Werbung ist nicht anders geworden auffälliger dahingehend, weil sie einfach nicht in dieser Flut untergeht sondern zumindest nehme ich sie aktiv und schmeiße sie aktiv weg wenn ich sie schon nicht lesen will.

00:17:13: Also das ist ein aktiver Akt den ich da tue und damit kann man schon spielen und damit kannt man es, wenn man's schlauer einsetzt auch wieder eine gewisse Stärke generieren muss.

00:17:26: dazu sagen, ich bin ein Liebhaber bringt mein Beruf mit sich, ist vielleicht ein bisschen bayerst.

00:17:33: Aber ich glaube mit sehr vielen Menschen, mit denen ich auch rede und das ist egal, eigentlich alt oder zu übergreifend die stimmen mir da schon zu.

00:17:40: Es ist einfach ein ganz anderes Erlebnis, es ist inspiriert anders, es lässt dich anders nachdenken.

00:17:46: Es liegt viel länger auf deinem Küchentisch oder sonstwo wenn du nicht gleich den Weg in einen Müllraum machst.

00:17:55: Also...

00:17:56: Was können Marketerinnen denn von langsamen Medien generell lernen?

00:18:03: Ich bin der Meinung, dass man sich heute viel weniger die Frage stellen sollte.

00:18:11: Wie kann ich denn möglichst viele Kanäle abdecken sondern viel mehr welchen Kanal kann ich den wählen das ich aus der Masse raussteche?

00:18:19: also ich glaube das ist zum einen eine frage des mutes Zum anderen aber auch eine Frage des Geldes, wie viel Budget habe ich?

00:18:26: und zum dritten eine Frage der Ziele.

00:18:29: Also wir bei der Post gehen ja auch sehr kreative Wege um... unsere Brand zu stärken.

00:18:37: Also da gab es die Aktion Bibitzer, ich weiß nicht wie wer das mitbekommen hat... Ja war

00:18:42: gerade in der CCA Jury.

00:18:43: Kenne

00:18:44: ich in und auswendig!

00:18:45: Ich habe mir den Casefilm mehrmals

00:18:46: angeschaut oder mit unseren Postkasten, die wir kunstvoll gestalten haben lassen.

00:18:51: Da gibt's ganz viele Dinge ja?

00:18:53: Wir arbeiten ganz stark mit Dialog-Marketingen also wir schicken ganz viele Direct Mailings und haben unglaublichen Impact.

00:18:58: Das liegt nicht dran weil wir die Post sind und Post verschicken sondern einfach weil es halt auffällt.

00:19:05: Ich glaube schon, dass man sich gut überlegen sollte welche Zigeupper möchte ich ansprechen und nicht mehr diesen Anspruch zu haben.

00:19:12: Ich möchte alle erwischen vor allem gerade bei den jüngeren das ist ja Früher war es so, dass Marken ja mit dem Medium gewachsen sind.

00:19:21: Ja?

00:19:22: Wenn du früher im TV warst, wusstest du oder erreichst du die Zielgruppe, also nicht zwanzig bis siebzig, so und dementsprechend hat jeder deine Marke gekannt.

00:19:29: Das ist ja heute nicht mehr so.

00:19:31: Heute musst du dir die Frage stellen, möchte ich die Snapchatler erreichen oder die TikTokler oder Instagramler oder Facebookler oder vielleicht diejenigen, die höhere Spending-Willingness haben und die, die ich als Kunde halten möchte und dann auch in mein physisches Medium nutzen.

00:19:49: Also das ist ja eher sein Marktplatz-Thema, wenn man glaube ich den physischen Eingangskanal so ein bisschen mehr als Marktplatz oder als Plattform sieht, dann hat es vielleicht doch wieder einen ganz anderen Kontext, als wenn man mal sagt naja das ist der Kammer.

00:20:06: Ja jetzt an Zeiten von KI... super seltsame Dinge in den sozialen Medien dann angezeigt.

00:20:14: Hat sich das vorher jemand angeschaut, bevor das irgendwie rausgeschickt wurde?

00:20:18: Generell so Postsendungen was gedrucktes, was physisches, was ich in der Hand hab steht ja auch für Vertrauen und Qualität Und dagegen haben wir die digitalen Kanäle, die einfach Reichweite machen.

00:20:33: Was hältst du Wichtiger für einen Markenaufbau, für ein Brandbuilding?

00:20:41: Kommt auch wieder auf die Marke an.

00:20:44: Marken, die wenig emotionales Involvement brauchen und eher diese Mitnahmeprodukte wird man an der Kasse sagen ja, die du halt auch schnell in App kaufen kannst.

00:20:56: Da ist sicher digital und die Reichweite der beste Weg.

00:21:01: Aber gerade wenn es darum geht, dass ich eben eine gewisse Verbundenheit zur Marke haben möchte oder sich eine gewissen Loyalty aufbauen möchte... ...ist wahrscheinlich die Reichweit allein nicht das Allheilmittel.

00:21:13: Vor allem wie gesagt, es geht glaube ich ganz stark darum zu unterscheiden was ist effektiv und was ist effizient?

00:21:19: Und Reichweiten bringt mir zwar vielleicht Klicks aber Klicks bringen wir nicht unbedingt loyale Kunden und höhere Warnkörbe.

00:21:29: Dementsprechend, ich glaube es braucht tatsächlich beides in einem guten Mix.

00:21:33: aber beides ist eben das SEMA in den unterschiedlichsten Daten wird halt immer weniger also es wird immer stärker.

00:21:43: die digitale Welt Ich verstehe das super verlocken kann ja alles messen vermutlich.

00:21:49: Aber die Frage ist auch was mäßig denn da eigentlich?

00:21:52: Ad Impressions, also das sagt man heute nicht wie viel Garde verdienen.

00:21:56: Ein Return on Invest kurzfristig oder langfristig?

00:22:00: Also ich glaube die Metrigen die da heute auch verwendet werden sind natürlich stark.

00:22:07: Ich sage so viele Ad Impressionen, so viele letzte Millionen sicher ist es beeindruckend aber gerade so Dinge wie Magner Erinnerung Wie viele Leute messen das denn?

00:22:16: Wie viele Unternehmen messen es dann, wie viele Unternehmen messen die Markenerinnerung oder die Fähigkeit von Kundinnen und Konsumentinnen Werbung in Kontext mit ihrer Brand zu setzen.

00:22:31: Das tun ja ganz wenige!

00:22:33: Und die Gefahr ist da natürlich wenn ich immer mehr auf das Thema Reichweite und Klicks gehe dass ich ein bisschen meine Marke verwässer, dass ich Brand Equity verliere und das ist ja der langfristiges Thema.

00:22:45: Kurzfristig funktioniert das super!

00:22:47: Ich weiß nicht, ob ihr den Nike Case kennt, haben die umgestellt auf komplett digital, eine komplett andere Vertriebsstrategie war zwei drei Jahre super, zwanzig, dreirnzwanzig.

00:22:58: Haben sie dann eher den negativen Effekt gehabt?

00:23:01: Die haben Millionen von Kunden verloren.

00:23:03: im Sinne von Das ist die First Brand Wert gewonnen.

00:23:07: Ähm, und?

00:23:10: Wie heißen Sie?

00:23:11: Yoga.

00:23:12: Nein.

00:23:14: Hm?

00:23:16: Nein!

00:23:17: Yoga, Zucker...

00:23:19: Kibun-Joya gibt's aber die haben bestimmt nicht gewonnen.

00:23:21: Falten wir jetzt nicht an.

00:23:24: Ja genau, die haben auf jeden Fall massiv gewonnen weil die halt überall draußen waren und die halt mit ihrer Brand vertreten waren Und die haben einfach echt lange gebraucht dass sie das wieder zurück verdienen konnten.

00:23:35: dieses Vertrauen und dieses Ich bin top of mine.

00:23:38: Es geht sehr stark darum, wo bin ich denn gerankt bei den Kunden?

00:23:41: Wenn ich ein Produkt kaufe, dann habe ich einen Ranking am Ende des Tages.

00:23:45: Ich habe einen Ranken von Marken und das, dass am höchsten gerankte ist, zudem werde ich hingehen.

00:23:52: Ich nehme eine Alternative wenn sie günstiger ist,

00:23:54: d.h.,

00:23:54: es verkauft halt dann über dem Preis.

00:23:56: Und wenn du nicht über den Preis verkaufen möchtest sondern eben genau über diese Marken-Emotion und dieses Ranking, dann weiß er nicht ob Reichweite wirklich immer... Der weiß, dass letzte Schluss ist.

00:24:10: Ja ich finde es auch ganz spannend.

00:24:12: wie gesagt das war gerade CCA Jury da war ich sogar im Dialog Marketing also ich habe all die ganzen Sachen auf dem Tisch gehabt und letzte Woche war gerade ADC Jury der deutsche Club Da war ich bei Print Out of Home Und wir hatten super viele Einsendungen zum Beispiel von Netflix.

00:24:31: Also diese ganzen riesigen digitalen Marken machen Hauptsächlich ganz klassische Print-Kommunikation oder versuchen die Print- Kommunikation eben nicht mehr klassisch Hand zu haben, sondern dann zum Anfassen mitmachen, Geriermaßnahmen und so weiter.

00:24:49: Das haben wir auch bei Apple gesehen.

00:24:51: Die hatten hier super viele Plakatstellen belegt und eigentlich gar nicht so viel Onlinewerbung.

00:24:59: Ja klar!

00:24:59: Weil der Markt schon ist so gesettigt.

00:25:01: Es ist ja nicht einmal mehr so dass du heute sagen kannst, Onlinewerbungen sind günstig.

00:25:07: günstig.

00:25:09: Und die erschließen natürlich dann auch C-Gruppen, die sie bis jetzt mit ihrer sehr starken Online-Presenz nicht gehabt haben!

00:25:20: Weil wir es ja schon so oft hatten.

00:25:21: können wir einmal kurz Effizienz und Effektivität klären.

00:25:25: für mich wäre Effizience quasi der Weg zu etwas also Ressourcen sparen mit möglichst wenig Aufwand zu einem Punkt zu kommen und die Effektivity den Effekt der daraus quasi entsteht.

00:25:39: Ja, genau!

00:25:39: Also so würde ich mich da jetzt anschließen.

00:25:44: Wenn alle auf Effizienz optimieren wird Differenzierung dann schwieriger?

00:25:50: dadurch?

00:25:54: Welche Differenzierungen?

00:25:56: Differenzieungen von anderen Wettbewerbern also die Alleinstellung der eigenen Brand des eigenen Geschäfts.

00:26:07: Naja natürlich... Ich glaube schon Sieht man ja eben auch Beispiel, wie gesagt Nike zu einer Marker Brand gehören ja ganz viele Dinge.

00:26:17: Das ist ja nicht nur die Werbung das ist ja auch das.

00:26:19: wo bin ich denn sichtbar im Store?

00:26:23: Wann habe ich Berührungspunkte mit der Marker?

00:26:25: und wenn das more of the same is dann wird es natürlich schwierig.

00:26:30: und wenn ich mich da aber differenziere im Sinne von, ich besetze andere Kanäle.

00:26:35: Ich habe eine andere Vertriebsstrategie.

00:26:38: Ich hab vielleicht eine andere Tonalität oder eine andere Zirkup an anderen Konten whatsoever.

00:26:43: Dann sticht man heraus und ich glaube gerade diese genaues Gegenteil von Gleichheit... Andershalb?

00:26:53: Also das Anderssein...

00:26:54: Nennen wir es einfach less of the same.

00:26:56: Less off-the-same, genau!

00:27:00: Das macht sicher den Unterschied.

00:27:02: Also definitiv schauen wir uns an welche Marken wirklich gut sind und welche wirklich stark sind.

00:27:07: ja also ich glaube ein Espresso auch wenn es eine lange Volksgeschichte schon ist die wurden jetzt nicht besonders erfolgreich weil sie Morphe des Ehemann Werbung hatten, sondern weil sie plötzlich mega geile Stores hatten.

00:27:19: Das war ein richtiges High-End-Thema!

00:27:21: Die hatten einen Top Hollywood Star in der Werbung, die hatten einen geilen Slogan den jeder einfach rezeptieren konnte.

00:27:29: Die haben einfach neue Wege gewählt und das hat sich ja nicht verändert.

00:27:33: wie gesagt Der Inhalt der Werbung, das ist das eine.

00:27:36: aber diese die Andersartigkeit das auffallen Und der Mut das auch zu machen.

00:27:43: Also da ist immer die Frage, wie viel verkauft man jetzt?

00:27:47: Das kann ich schwer messen.

00:27:48: Da sind wir dann wieder beim Problem der Effizienz.

00:27:51: Ich kann es oft nicht messen aber die Effektivität ist vielleicht langfristig eine größere.

00:27:55: Was macht Kommunikation denn heute wirklich anders?

00:28:00: Nicht nur besser sondern wirklich so dass du sagst das sticht heraus.

00:28:10: Wann wurdest du denn zuletzt so richtig überrascht von etwas was hatte ich als Letztes so richtig... Gecatcht.

00:28:22: Darfst du auch in eigenen Cases nennen?

00:28:23: Ja, wie gesagt ich habe natürlich einen gewissen Bayer drinnen.

00:28:27: ja.

00:28:27: aber also ich hab jetzt zwei Kinder.

00:28:31: und da ist immer die Frage was machen wir deinem nächsten Urlaub?

00:28:36: und es gibt nichts das mich mehr nervt als dieses ewig lange recherchieren und wie viele Tiere gibt's dort und welches Tier gibts dort und wie groß der Pool da und wie lang ist die Rutsche dort?

00:28:48: Und dann hat man irgendwie zwanzig Taps offen mit fünf und neunzig unterschiedlichen Angeboten.

00:28:52: Ich habe letztens einen Katalog bekommen von einem wunderschönen Hotel in der Steiermark, wo das einfach alles wunderschön visualisiert war, ja?

00:29:06: Und zwar nach Themen so!

00:29:07: Wenn du einfach nur alleine auf deine Gesundheit schauen willst machen wir das zu dem Preis in diesem Zimmer.

00:29:14: Wenn du mit deinen Kindern haben wir das und das.

00:29:16: Das war so... Passt!

00:29:18: Nämlich.

00:29:19: Hast mich, ja?

00:29:20: Das war einfach so ein... Oh danke!

00:29:21: Ich muss mich jetzt nicht damit beschäftigen und mir weiß ich nicht was raussuchen.

00:29:25: das hat mich so abgeholt in meinem Bedürfnis Und ich finde gerade diese Inspiration.

00:29:34: Ich find Inspiration online.

00:29:39: Das inspiriert mich nichts demotiviert mich unglaublich.

00:29:42: Aber das ist eine sehr, sehr subjektive und sehr persönliche Meinung.

00:29:47: Etwas was mir die Möglichkeit gibt wirklich mich hinzusetzen auf etwas einzulassen.

00:29:52: Ich sag nicht dass es jetzt unbedingt nur der physische Katalog sein soll aber das war das letzte wo ich wirklich sage ja das hat mich geketcht.

00:30:00: Wo ich einfach ein Gefühl hatte von einer Zufriedenheit dass jemand mir eine Entscheidung in die Hand gibt sozusagen weil Das ist ja schon das, was wir heute irgendwie suchen.

00:30:12: Es ist von der Orientierungslosigkeit.

00:30:14: oft, weil es gibt so viel und wenn mir jemand Orientierung gibt in dem er mich halt emotional berührt, da ist man dann vielleicht der Preis gar nicht mehr im Ersterlinie so wichtig?

00:30:23: Dann hat mich das!

00:30:26: Und ich glaube das andere ist tatsächlich eher so im beruflichen Kontext... das sind aber Events, die wirklich einen unglaublichen Wert haben wo inspirierende Menschen ihre Geschichten erzählen.

00:30:42: Das sind so die zwei Dinge, die mir da in den Kopf kommen.

00:30:45: Aber wirklich dieses Abnehmen von Entscheidungen in einem Leben, in dem ich ständig Entscheidungen treffen muss.

00:30:52: Ich glaube dass das für ganz viele wahrscheinlich oft an der Grund ist warum man dann Marke A oder Marke B nimmt oder Produkt A oder Produkt B?

00:31:01: Gefühlt ist es ja auch in verschiedenen Tabs.

00:31:04: Deine Urlaubsplanung, wenn du's offen hast sind die ja auch viel näher beieinander sozusagen als wenn du verschiedene Kataloge auf dem Tisch hast.

00:31:11: und bei den Katalogen hat man jetzt gerade so was zu Preise angeht und was man dafür bekommt dann eher ein Gefühl und bei diesen Tabs hat man irgendwie so die Zahlen direkt nebeneinander.

00:31:19: Das fühlt sich irgendwie viel... Ich

00:31:20: fühle mich stressig, also mich stresst das fürchterlich!

00:31:22: Also da bin ich schon gestraßt, bevor ich überhaupt anfangen mich auf das Positives einzulassen.

00:31:29: Ja, that's why.

00:31:30: Wir haben gerade, bevor wir gestartet sind mit dem Podcast schon besprochen.

00:31:34: Ich habe vorgestern meine erste Amazon-Bestellung gemacht.

00:31:39: Auch das hat mich schon massiv überfordert.

00:31:42: Super vernünftiges natürlich bestellt Aber da gab es auch dein... Fünfundzwanzig Anbieter mit irgendwie drei Sternen von sieben Leuten oder von dreizehn, mit dreizehnt Sternen.

00:31:54: Gibt's gar nicht?

00:31:54: Oder fünf Sterne von zwei?

00:31:55: Dreizehnte

00:31:56: ist schwierig aber...

00:31:57: Viel auf jeden Fall!

00:32:03: Wenn du Marketerinnen einen Gedanken mitgeben müsstest was sollten Sie über Relevanz in ihrer eigenen Arbeit neu denken?

00:32:12: Also ich maße mich nicht an Marketing und Marketingexpertinnen irgendwie Tipps zu geben.

00:32:19: Ob

00:32:19: sie die befolgen, ist ihr wieder überlassen?

00:32:21: Aber du kannst ja mal einen raushauen!

00:32:23: Da gibt es schon

00:32:23: viele, die wesentlich mehr Ahnung haben als ich.

00:32:26: aber wie gesagt ich glaube einfach diesen Mut herauszustechen und die Leute in der Emotion nicht am Shop sondern bei der Emotion zu packen und bei ihnen einfach eine Richtung in die Hand geben, ihnen Orientierung zu geben.

00:32:43: Ich liebe ja den Titel dieses Podcasts, ja less of the same zu sein.

00:32:48: Aber ich glaube das wissen Marketerinnen schon alle nur die die halt am Ende des Tages die Entscheidungen treffen.

00:32:55: sie sind natürlich oft nicht vom Fach und für diese ist es natürlich oft schwer zu verstehen oder schwer auch zu argumentieren in Richtung anderes Deckholer warum etwas was Emotionen hervorruft aber nicht unmittelbar vielleicht Umsatz bringt dann sozusagen das Go bekommen sollte.

00:33:15: Ich glaube, es ist eine ganz schwierige Situation.

00:33:20: Wenn jeder bei sich selbst anfängt zu überlegen was catcht mich denn und wo gebe ich lieber mehr Geld aus?

00:33:26: Dann wäre das sicher eine gute Richtung.

00:33:27: aber am Ende des Tages HMI to Judge und wie gesagt es gibt so viele unterschiedliche Cases so viele unterschiedliche Zielsetzungen, langfristige Ziele.

00:33:39: Die wirtschaftliche Situation ist super herausfordernd.

00:33:44: Da wird Brandbuilding auch wenn es kein Luxus sein sollte für viele einfach zum Luxus weil's oft ums Überleben geht.

00:33:50: und deswegen wie gesagt ich glaube das ist da anwassend auch zu sagen solltest vielleicht mehr davon machen.

00:33:56: Ich glaube es macht jeder das wo er hofft dass es den größten und besten Impact auf oder fürs Unternehmen hat.

00:34:03: Aber trotzdem, wir sehen natürlich oder jeder sieht's.

00:34:07: Man geht einfach weg von dem was wirklich Wert hat und emotionale Emotionen auslöst weil es halt einfach schwieriger ist.

00:34:19: jetzt der Hard Way.

00:34:21: Welche Rolle spielt denn das auf the same in deinem Job, also ist es etwas was du für dich auch als Ziel definieren würdest?

00:34:30: Etwas anders zu machen, zu überraschen.

00:34:32: Wo siehst Du da dann die Grenze zu einer gewissen Vertrauenswürdigkeit und Erwartungen dir entgegen gebracht wird.

00:34:42: Das ist ja immer die Gratwanderung.

00:34:49: Mein Job als Verantwortlicher für ein sehr traditionelles Produktmanagement Team, also mit sehr traditionellen Produkten ist per se schon less of the same.

00:35:00: Also gibt jetzt nicht so viele die diese Produkte verantworten.

00:35:08: Ich glaube es ist einfach eine riesige Herausforderung.

00:35:11: Ein Produkt und die Produkte die wir haben eben Priefe, Werbung, Zeitungen zum einen am Arbeitsmarkt also bei unseren Mitarbeiterinnen so zu positionieren dass man da wirklich eine Identifikation schafft.

00:35:26: Eine Motivationschaft.

00:35:27: und dann muss man andere Wege gehen.

00:35:29: Da muss man stark über Führungsinstrumente gehen die weg vom klassischen Konzern traditionellen Konzernen Stil sind weil damit kriegst du den Leuten nicht.

00:35:44: Und dementsprechend ist mein persönlicher Anspruch, ich würde jetzt gleich sagen mein Anspruch ist less of the same zu sein.

00:35:49: Mein Anspruch is eher die Relevanz des Einzelnen also die Wirkungsmöglichkeit und den Impact das Einzelnein in seinem persönlichen Wirkunftsfeld A zu ermöglichen und B dann auch zu zeigen wie wichtig die Produkte, die wir haben eigentlich auch sind.

00:36:11: weil man mal ein bisschen tiefer denkt.

00:36:13: Auch wenn man sagt, ja Gebiete bricht braucht keiner mehr.

00:36:15: Dann sage ich das ist vielleicht richtig.

00:36:17: Aber sag mir mal mit welchen Produkten wird denn heute zu einem großen Teil gewählt?

00:36:22: Wir ermöglichen Demokratie für Menschen die vielleicht andere Wege nichts gehen können.

00:36:29: Wir ermögen Zielgruppen Preise zu vergleichen, die vielleicht nicht von einer digitalen Plattform über die anderen hoppen.

00:36:37: und wenn man sich da wieder eine gewisse Bodenständigkeit aneignet.

00:36:45: Ich glaube, das ist schon eine Herausforderung im gesamten der Kommunikation in Richtung Mitarbeiterinnen und in der Identifikation mit den Produkten in einem wirklich dahinterstehen auch wenn es um irgendwelche Veranstaltungen geht wo ich auf der Bühne meinen Input geben darf alles andere als more of the same, weil während jeder über KI spricht und digitale Tools stehe ich dort und praise der Brief.

00:37:14: Also dieses gegen den allgemeinen Trend zu schwimmen das ist schon etwas was ich gern mache weil ich einfach dahintersteh.

00:37:24: deswegen... Ich glaube es bringt mir einen Job mit sich.

00:37:28: wenn ich das nicht machen würde dann würde ich ihn wahrscheinlich nicht so machen können wie ich ihn aktuell mache.

00:37:34: Schön.

00:37:34: Wenn jetzt jemand zuhört, der sagt cool ich habe mich auch überhaupt gar nicht damit auseinandergesetzt dass sich ja auch mal so kommunizieren könnte wie würdest du empfehlen sozusagen zu starten mit eurer Art der Kommunikation?

00:37:48: Wie kann man in Kontakt treten?

00:37:50: wo kann man sich vielleicht Inspiration suchen?

00:37:52: Jetzt wird's werblich.

00:37:53: Ja am Ende des Tages sind wir eine Werbeagentur und das ist ein Werbe Podcast.

00:37:57: Spoiler Nicole oder die Post hat uns nicht dafür gebucht, sondern es war anders und wir haben sie eingeladen.

00:38:05: Also man kann nicht von klassischer Werbung hier sprechen.

00:38:07: Und

00:38:07: du bist sogar noch gelb angezogen?

00:38:08: Jetzt könnt ihr mir wirklich schon glauben das ist ein Co-Branding.

00:38:10: Stimmt!

00:38:11: Wobei

00:38:11: eure

00:38:11: Postkästen jetzt ja nach der Artistaktion nicht mehr zwingend gelb waren.

00:38:17: Das stimmt da... Wo kann ich anfangen?

00:38:19: Ich glaube, weil du sagst Agentur.

00:38:21: Ich glaube es gibt sehr viele Agenturen die ihre Wurzeln, ihre tiefsten Wurzel im Dialog Marketing auch haben, die eine hohe Expertise mitbringen und diese Medien super in den Medienmix integrieren können.

00:38:33: Ich kriege schon auch mit wenn ich mich mit Agenturen unterhalte dass sie sagen, ich würde eh gern aber ich darf nicht der Kunde lässt mich nicht.

00:38:40: Ich glaub da ein bisschen mehr Vertrauen zu kriegen den Agenturen gegenüber.

00:38:45: Auf der anderen Seite möchte ich die Agentur nach aufrufen, sei es mutig ist ein gutes Medium und sonst also postaté geht alles aber natürlich ein bisschen kompliziert wenn man sich da ein bisschen durchliest.

00:38:59: Aber ich glaube tatsächlich ein guter Weg ist über die Agenture zu gehen und sich einfach zu challenging.

00:39:07: macht das für mein Produkt Sinn?

00:39:08: Ja oder nein?

00:39:10: Und dann ist der Weg relativ easy.

00:39:12: Also jede Druckerei weiß, wie man Direct-Mailings macht.

00:39:14: Jede Druckerei weiss, wie jemand die Versandvorbereitung macht.

00:39:17: also das ist ein wirklich Nummerpflicht.

00:39:20: Die Kühe ist eigentlich sich dem ganzen thematisch mal zu öffnen und kritisch zur Hinterfragen macht es für mein Produkt Sinn.

00:39:26: Cool.

00:39:27: ansonsten einfach mal Inspiration holen bei den Awards auch bei der Kategorie Direct Marketing Dialogmarketing sind immer wieder super schöne und jedes Jahr wieder überraschende Sachen dabei.

00:39:40: Cool, dass man immer wieder neu überrascht werden kann.

00:39:42: Das absoluten!

00:39:43: Nicole vielen, vielen Dank für deine Zeit und deine weisen Worte.

00:39:48: Schön, dass wir uns nochmal unterhalten konnten nach dem Weltfrauen-Tag Special Und hoffentlich bis bald!

00:39:55: Ihr habt mich sehr gefreut hier meinen Beitrag leisten zu können.

00:39:58: Ich hoffe es inspiriert

00:40:01: Danke schön.

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