#9/8: Mut statt Kompromiss

Shownotes

In dieser Folge von „Less of the Same“ spricht Charlotte mit Susanne Franz – Marketing-Expertin, Markenarchitektin und eine Frau, die man auch als Tsunami kennenlernen kann. Nach Stationen bei SEAT, Audi, VW und Alfa Romeo bewegt sie sich seit Jahrzehnten in einer Branche, die sich mitten in einem der größten Umbrüche ihrer Geschichte neu erfinden muss. Es geht um ikonische Marken, um Transformation als täglichen Prozess, um Algorithmen und Selbstbestimmung – und darum, warum kreative Eintönigkeit selten an fehlenden Ideen liegt. Susanne Franz erzählt, wie eine Marke überhaupt zur Ikone wird: nicht durch Ansage auf einem Blatt Papier, sondern über Jahrzehnte, in denen sie Bestandteil im Leben vieler Menschen wird. Sie spricht darüber, warum Ikonen bleiben, auch wenn sie im Alltag der Menschen nicht mehr stattfinden, und was es braucht, um eine solche Marke in die Zukunft zu tragen, ohne ihre Herkunft zu verlieren. Wir sprechen über: Ikonische Marken: Warum VW für sie neben Nike und Apple steht und weshalb Ikonizität nichts ist, was man plant, sondern etwas, das entsteht. Transformation ist kein PowerPoint: Weshalb Transformation längst kein strategisches Dokument mehr ist, sondern ein aktiver Prozess, den man jeden Tag betreibt – inklusive Rückschritten. Global und lokal: Wie eine Marken-DNA in anderen Märkten Heimat findet, warum local flavor kein Zugeständnis ist und one fits all noch nie funktioniert hat. Zielgruppen verstehen: Warum Methodik am Anfang steht, Zahlen, Daten und Fakten aber nicht reichen, und weshalb Intuition und Vorstellungsvermögen die halbe Party sind. Algorithmus und Selbstbestimmung: Wie man den eigenen digitalen Footprint aufräumt, den Algorithmus mit Neugier austrickst – und trotzdem anerkennt, dass die Sea of Sameness im Verdrängungswettbewerb funktioniert. Die Zielgruppen-Lücke: Warum eine Frau mit 56, die unzähligen Automobilmarken folgt, kaum Automobilwerbung ausgespielt bekommt und was das über Häkchen, Framing und Budgets erzählt. Mut kostet Geld: Weshalb Budgets endlich sind, neue Wege erst definiert werden müssen und Mut im Business-Kontext behutsam gehört.Leadership und Innovation: Wie man Teams ermutigt, damit Ideen nicht in der Schublade landen, und weshalb das juristische Korsett Innovation heute enger macht als vor fünfzehn Jahren. Markenführung ist mehr als Social Media: Warum für sie das Produkterlebnis der Kern der Marke ist und Kommunikation das Ergebnis guter Markenführung. Wow-Momente: Warum die großen Überraschungen fast immer im Dezember passieren und welcher Weihnachtsspot sie Jahre später noch berührt. Ein zentrales Thema der Folge: Kreative Eintönigkeit entsteht selten aus Ideenmangel. Susanne Franz beschreibt, wie gute Konzepte im Prozess weichgespült werden – durch Gremien, Kompromisse, Meinungen und Rahmenbedingungen, die sich über die Jahrzehnte verschärft haben. Ihr Wunsch für die nächsten fünf Jahre: eine Neuordnung, ein bisschen Ruhe und wieder Raum für den halben Schritt über die Kante. Weitere Themen: Warum wir uns als Gesellschaft gern beschallen lassen, statt selbst positive Botschaften zu setzen. Wie sich Konsumverhalten von Millennials zu Gen Z verschoben hat und was das für Marken bedeutet. Weshalb sie 2012 bei Alfa Romeo ohne Anschlussfunktion ausgestiegen ist und nach Spanien ging, ohne fließend Spanisch zu sprechen. Warum Leadership vor allem bedeutet, Verantwortung mit allen Konsequenzen zu tragen. Diese Episode ist für alle, die wissen wollen, wie Marken ikonisch werden und bleiben, wie Transformation vom Buzzword zur täglichen Arbeit wird und warum ein Satz wie „keine Angst zu verlieren, aber mehr Lust zu gewinnen“ mehr über Führung sagt als jedes Leitbild.

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00:00:02: Willkommen bei Less of the Same, dem Podcast gegen kreative Eintönigkeit.

00:00:09: Heute mit einer Frau, die ich mal als Tsunami kennenlernen durfte und der Name ist Programm.

00:00:15: Sie ist Marketing-Expertin in der Automobilbranche Seat Audi VW You name them

00:00:22: eine

00:00:22: Branche, die sich gerade mitten in einem der größten Umbrüche ihrer Geschichte

00:00:27: neu erfinden muss.

00:00:29: Susanne Franz bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld zwischen Tradition und Transformation, zwischen globaler Marke und lokalen Communities.

00:00:38: Zwischen Millionen Budgets und der Frage wie Marketing heute überhaupt noch Menschen berühren kann?

00:00:45: Und vielleicht auch zwischen zwei Geschwindigkeiten also einmal der ruhigen strategischen Markenarchitektin und Tsunami die Dinge gerne mal etwas schneller mit voller Energie bewegt.

00:00:56: ich freue mich sehr auf dieses Gespräch.

00:00:59: Herzlich willkommen bei Last of the Same, liebe Sue.

00:01:02: Ja, hallo, Leo Schalotte!

00:01:04: Schön dass ich da sein darf.

00:01:06: Freu mich jetzt ganz besonders auf die nächsten dreißig Minuten und auf deine Fragen, die mit Sicherheit auch wieder selber raschend und spannend des Publikums sein werden.

00:01:14: Schauen wir mal, ob ich dich damit überraschen kann.

00:01:16: Du hast mal gesagt, VW sei eine der wenigen wirklich ikonischen Marken in der Welt neben Nike und Apple.

00:01:25: was macht für dich eine Marke wirklich ikonomisch?

00:01:28: Und vielleicht noch spannender ist es einmal Ikone immer Ikone oder kann man Ikonicität auch wieder verlieren?

00:01:36: Also fangen wir an mit einmal ikone immer ikone.

00:01:38: Ich glaube ikonisch ist etwas Nachhaltiges und das bleibt.

00:01:43: Das heißt aber nicht, dass man in der Gegenwart weiterhin ikonisch ist.

00:01:46: Weil irgendwie überniert ja ikonische Sowieso wenn man die Vergangenheit betrachtet.

00:01:50: Du gehst da nicht rein und sagst hey ich werde eine ikonischen Marke sondern das entwickelt sich und plötzlich bist du ne Ikone Und ich glaube du bleibst nie ikone.

00:01:57: Wieso bisreden sind voller Ikonen?

00:02:00: Sie sind immer noch beliebt und sie sind toll finden aber vielleicht nicht mehr im Alltag der Menschen statt.

00:02:10: Wie wird man eine Ikone?

00:02:11: Ich glaube wenn man wahnsinnig viele Menschen bewegt Damit meine ich jetzt nicht nur im Automobilbereich über Mobilität, das sind wahnsinnig viele Menschen bewegst von A nach B. Sondern als Bestandteil im Leben von vielen Menschen bist und dort verortet bist und Menschen emotional bewegst und mit auf die Reise nimmst.

00:02:29: Und eher unverkennbar eigentlich!

00:02:32: Was Ikonia verbindet ist dass sie irgendwie jeder kennt.

00:02:34: auch wenn du keine Berührung hattest hast du doch irgendeine Berührungen über Dritte?

00:02:38: Das entwickelt sich ja.

00:02:40: Also es ist ja nicht, dass ich Ob- und Blattpapier schreibe so morgen habe ich folgendes Produkt.

00:02:44: Und das wird eine Ikone sondern im Laufe der Jahrzehnte.

00:02:48: Wenn wir uns angucken wenn wir zum Beispiel Volkswagen Nimo auch andere starke Marken dann sind sie bei einem sehr langen Zeitraum ein wichtiger Bestandteil in dem Leben der Menschen.

00:03:03: Wie schafft man es eine wirklich ikonische Marke in die Zukunft zu bringen ohne dabei die Vergangenheit zu verlieren?

00:03:10: Das sagst du gerade, dass es ja die Kunden sind wer wir sind und Marken sind auch das was sie sind.

00:03:15: Und Transformation heißt ja, dass du das was du bist zukunftsorientiert oder zukunftspfähig machst.

00:03:23: Transformation ist ja auch ein Thema was sich keiner ausgesucht hat sondern sich aufgrund von Geopolitischen neuen Verhältnissen von soziologischen neuen Prozessen gesellschaftlichen Ordnung.

00:03:34: Dinge verändert haben und du dich dann ja quasi da reintransformierst und das zu den Menschen wie auch Augenhöhe begegnet.

00:03:40: oder am Ende des Tages wir reden über Marketing, dass du Probleme löst die jetzt zeitgemäß sind oder die jetzt da sind.

00:03:49: und deswegen sind wir an Transformation bei sich.

00:03:51: Dinge verändern das heißt Status quo halten macht keinen Sinn, wenn Alter status quo heute nicht mehr gewertschätzt wird.

00:03:58: Und das ist ein Prozess.

00:03:59: also auch das ist ja nicht dass man dann wie macht man das?

00:04:02: Also erst mal glaube ich, dass man vor allem so viel zuhören muss und am Puls der Zeit sein muss und Kunden verstehen muss weil darum geht es ja auch am Ende des Tages.

00:04:10: Es geht ja um Kundenbefriedigung.

00:04:13: und da halt hinzuhören.

00:04:14: wo sind denn die Veränderungen?

00:04:16: was müssen wir denn tun damit wir den Status quo mit verändern können um zeitgemäß bleiben zu können.

00:04:22: Und das sehen wir ja gerade, es hat jetzt gar nichts mit Automobil zu tun.

00:04:24: Das sehen wir in der gesamten Markenlandschaft oder einer gesamten Industrie wie Kundenbedürfnisse sich verändern aufgrund nochmal geopolitischer Situation neue gesellschaftliche Strukturen.

00:04:36: Es sind mal mit Millennial heute reden über sie ganz anderes Konsumverhalten komplette Neuordnung und dementsprechend müssen wir uns halt tatsächlich auch anpassen Und uns da rein transformieren.

00:04:47: und das ist ein, ich finde es ist ein täglicher Putzer.

00:04:50: Sie haben vor Jahren mal gesagt Transformation ist kein Powerpoint.

00:04:53: Vor vielen Jahren war das schon eine PowerPoint Präsentation weil man ja festgestellt hat dass sich Dinge verschieben Neuorten eigentlich angefangen waren mit der Digitalisierung.

00:05:01: Das war so der erste große Megatrend wo ja auch das Wort Transformation immer mehr an Bedeutung bekommen hat.

00:05:07: und zur nächsten strategisches Powerpoint Dokument.

00:05:10: Du sagst das immer ganz gern, das Strategies Powerpoint aber es muss ja irgendwo mal manifestiert werden wo die Reise hingeht.

00:05:15: und wenn wir dann sehen du kannst einen Trend nicht entgegen wird nur Trend ist Trend.

00:05:19: also gehst du mit.

00:05:20: Aber was muss ich denn tun um mitgehen zu können?

00:05:22: Das ist etwas was du jeden Tag machst.

00:05:24: Ich glaube kein Rezept dafür kann auch nicht sagen Ja morgen ist das so weil wenn ich das sagen könnte dann würde wahrscheinlich heute gar nicht mehr hier reden sondern würde auf irgendeiner Insel liegen und gucken immer wieder hin, was muss ich tun?

00:05:36: Wie muss ich mich ankassen.

00:05:37: Was ist der nächste

00:05:37: Schritt?".

00:05:38: Und man muss ja auch wahnsinnig viele Menschen mitnehmen!

00:05:50: Wenn man in Komplexitäten arbeitet dann muss man halt die gesamte Komplexität irgendwie angucken und die gesamten Struktur mitnehmen um sich transformieren zu können.

00:05:58: Aber es geht mittlerweile in vielen Unternehmen ganze Transformationsabteilungen die sich nur damit beschäftigen die Menschen mit auf die Reise zu nehmen um strukturelle Anpassung zu machen Prozesse zu verändern.

00:06:07: Das ist nicht einfach.

00:06:08: Wir lieben ja unsere marvellose Routine, wir sind ja so ein bisschen da drin festgefahren in unseren Routinen was überhaupt nicht schlimm ist.

00:06:15: also ich finde es dafür auch in Ordnung dass man sich morgens nochmal auf die G-Zene putzt wenn das eine Routine ist.

00:06:20: aber wenn irgendwann jemand sagt ne es macht erst zwei Stunden später Sinn dann muss ich mich da transformieren und dahin kommen.

00:06:26: aber das ist ein Putses!

00:06:27: Man darf halt nicht müde werden und man muss auch Beatsteps akzeptieren.

00:06:33: Transformation generell Big-Topic, es transformiert sich ja gerade einiges um uns herum und wahrscheinlich auch in uns drin.

00:06:41: Inwiefern würdest du sagen dass Transformation in Anführungszeit ein passiver Prozess ist?

00:06:49: Weil wir sprechen ganz viel über.

00:06:50: man muss sich anpassen den Veränderungen die im Außen passieren oder wenn sich gerade eh schon so viel verändert, wirklich auch ein aktiver Prozess.

00:06:59: Also dieses Mitgestalten... Wie siehst du da die Gewichtung?

00:07:02: Gerade auch im Marketing, weil man sich als Brand neu aufstellt.

00:07:06: Aktiv!

00:07:08: Ja, dass ich gerade schon sagte, das ist kein Buzzword mehr es ist kein Dokument sondern es passiert also wir sind ja mitten drin Es ist nicht mehr, dass man darüber riecht Wir müssen uns transformieren Sondern wir sind inmitten der Transformation Und deswegen bin ich der Meinung, dass wir sind momentan in der Phase.

00:07:28: Du musst aktiv sein.

00:07:30: viele Tools jetzt wahrscheinlich werden wir gleich so ankommen.

00:07:32: beim Thema KI hat mir auch vergangene Woche schon mal das Gespräch dazu aber wir sind ja mittendrin die tools sind da Veränderung ist da also müssen wir jetzt aktiv sein um es an den Start zu bringen.

00:07:45: Wahrscheinlich ist so ein bisschen die Wahrheit auf beiden Seiten.

00:07:48: Es gibt Fachbereiche, es gibt Themenfelder und da ist eine Passivität gefordert wo vielleicht was um strukturelle Anpassung geht.

00:07:55: aber im Marketing per se glaube ich dass wir komplett schon in der aktiven Phase sind.

00:08:06: Du arbeitest ja auf globale Brands die aber natürlich auch lokale Märkte unterschiedlich bedienen müssen weil gerade auch Transformationen ist etwas das natürlich im großen ganzen Stadt findet aber eben auch einen kleinen.

00:08:19: Wie schaffst du da den Spagat bei dem Gerecht zu werden?

00:08:23: Ich weiß gar nicht, ob das ein Spagate ist.

00:08:26: Ich mach ja mal gerne, denn es war gleich ne Marke und hat eine DNA wie wir das als Person auch haben.

00:08:32: Wir sind alle DNA basiert.

00:08:34: Und dann geht es darum, dass ganze lokal so zu implementieren und zu adaptieren, dass es noch den Local Flavor hat und auch den Bedürfnissen lokaler kundengerecht zu wird.

00:08:43: Also wir sind vieles.

00:08:44: Das Leben ist Vielfalt und viele Länder, viele unterschiedliche Kulturen.

00:08:47: Da sollte man schon respektieren Aber nichtsdestotrotz bleibt meine DNA, meine DNA und die der Marke.

00:08:54: Bleibt die DNA der Markel?

00:08:55: Und darum geht es doch das mit dieser DNA in anderen Märkten Heimat zu finden.

00:09:00: Das schaffst du nur wenn du regionale Bedürfnisse berücksichtigt.

00:09:04: Also bis keine Marke der Welt schafft ist ohne kulturelle Bedürfenisse zur Berücksichtigung sich so global aufzustellen dass er one fits all.

00:09:13: ich hab's noch nicht gesehen.

00:09:15: Selbst die allergrößten Marken der Welt passen sich ja auch dann den Themenfeldern an.

00:09:19: Ja,

00:09:19: du hast was das angeht auch mal gesagt wenn man seine Zielgruppe verstehen möchte.

00:09:24: Zielgruppenverständnis sei kein Bauchgefühl sondern eine klare Methodik.

00:09:29: Wie sieht diese Methodik aus?

00:09:31: Kannst Du das beschreiben?

00:09:32: und bleibt trotzdem irgendwie auch Raum für Intuition

00:09:36: Also in der Raum für die Intuition, die ergibt sich daraus.

00:09:39: Also alles was methodisch ist, ist ja das, was im Vorfeld anfängt.

00:09:43: Wenn man Ziegruppen verstehen will und sich mit Zieggruppen auseinanderzusetzen sei es jetzt rein in Zahlen Datenfakten oder sei es auch kulturell mal hinzuhören und zu fühlen, um zu verstehen.

00:09:54: Und also wieder beim Klima zuhören, anderen Kulturen zuhörten, andere Regionen zuhört sich im Bild zu machen.

00:10:00: Kann man das alles alleine?

00:10:01: Nein ist ja ein Riesenteam dahinter.

00:10:03: Man muss am Ende des Tages eine Quintessenz bilden.

00:10:07: Dann bleibt es natürlich auf einem Bauchgefühl, um Zukunft zu gestalten.

00:10:12: Das ist was wir alle so ein bisschen verlernt haben.

00:10:15: aber wenn man weißig ist und mal auf seinem Bauch hört Man sollte ihn nie ganz ausbände, positiv wie negativ.

00:10:23: Und ich glaube dann auch um Zukunft gestalten zu können also Grundverständnisse von Gegenwarten, sprich Zielgruppen oder Märkten zu haben und dann intuitiv zu sein gepaart mit einem guten oder sehr guten Vorstellungsvermögen?

00:10:39: Ist es jetzt ein Bauchgefühl oder eine Vorstellung?

00:10:41: und kommt Vorstellung aus dem Baug oder aus dem Kopf?

00:10:43: da scheiten sich ja auch so ein bisschen die Wissenschaftler.

00:10:46: aber das brauchst du schon um Zukunft gestalten zu können, das was du hast in die Zukunft projizierst.

00:10:53: Aber schon so ein Bild hast wir sein könnte weil dann kannst auch den ganzen Thema hinterherlaufen und deswegen ja Intuitionen und Vorstellungsvermögen sind glaube ich schon fünfzig Prozent der Party.

00:11:09: Weil Du gerade sagst zuhören wie schaffen wir es denn wieder besser zuzuhören und wirklich offen zu sein für verschiedene Meinungen?

00:11:18: Das ist ja so ein bisschen Thema des Podcasts less of the same dass in Zeiten von Algorithmen eben immer mehr vom gleichen uns zugespielt wird und es immer schwieriger wird wirklich mit offenen Ohren und offenen Augen alles wahrzunehmen, weil da halt einfach schon so ein Filter dazwischenkommt.

00:11:36: Na ja wer sagt das denn?

00:11:37: Das sind ja auch so Käsen und so Annahmen!

00:11:39: Ich bin ja bei dir.

00:11:40: ne, les ob the same dass es fehlt von uns und Anspruch Berufs etwas, vielleicht auch so ein bisschen.

00:11:46: Aber am Ende des Tages, wie du selber sagst, wir bedienen Algorithmen und der Algorithmus spiegelt ja nur das wieder was weiß ich jetzt gar nicht, das gefällt sich mit einem anderen Namen aber eigentlich sowas wie es die Müller möchte oder Max Muschmann um etwas traditionell zu bleiben.

00:11:59: Ja und wenn es denn funktioniert?

00:12:01: Und jetzt sind wir wieder bei Marke, Marketing- und Problemlösungen oder was ist in unserer Aufgabe, aber wenn das funktioniert und wenn die Gesellschaft das gerne so möchte... nicht dass jetzt meine Meinung ist, aber also Grund vorausgesetzt.

00:12:13: Der sind wir dann zusammen des Falsches.

00:12:16: Is less of the same besser als saying-same but different?

00:12:21: Ich finde ja manchmal nur Nwongs und die da sind... Also ich beschäftige das auch wie gesagt.

00:12:24: Ich habe da auch keine klassische traditionelle Lösung.

00:12:27: Und ich glaube auch, dass sie viele Dinge neu erkennen müssen, aber auch respektieren müssen, dass dieses für uns ungeliebte Sea Of Sameless irgendwie in diesem aktuellen Verdrängenswettbewerb funktioniert

00:12:40: Absolut.

00:12:41: Also bei dem Format Less of the Same geht es auch weniger darum, dass anders automatisch besser ist sondern wirklich dieses Wie bleibt man offen für möglichst viele Perspektiven?

00:12:49: Deswegen komme ich gerade drauf weil du sagst zuhören.

00:12:52: Ich finde es total schön, möglichst viele Menschen und Meinungen immer zu hören aber es wird immer schwieriger die wirklich an sich ranzulassen Weil unsere Geräte unser Alltag uns schon so derde in unsere

00:13:05: Bubbles

00:13:06: einschließt Dass das immer schwierig wird.

00:13:10: Ja, echt ein neuem Input und auch zu echter Inspiration zu kommen glaube ich.

00:13:15: Da bin ich bei dir aber es gibt ja auch noch eine analoge Welt.

00:13:19: Und ich glaube da sind wir auch alle so ein bisschen selbst für verantwortlich, also wieder bei dem Thema.

00:13:24: Ich glaube es gibt einen großen gesellschaftlichen Anteil.

00:13:29: die lassen sich beschallen und hinterfragen das gar nicht.

00:13:32: Es gibt einen gesellschaftliche Anteil wie du es gerade machst, die Themen zu hinterfragten.

00:13:36: und reicht mir das?

00:13:38: Ich kann dir sagen, mein Algorithmus, mir reicht das nicht.

00:13:41: Aber das ist ja meine persönliche Wahrnehmung und dann bin ich auch gerade selbstbestimmt.

00:13:44: Und manchmal ist es auch ganz gut mal aufzuräumen.

00:13:48: Egal wie digitaler Footprint ist, den kann man ja aufräumen.

00:13:52: Du kannst den Algorithmus ja auch austricksen in dem du mal auf die Suche gehst, indem du neugierig bleibst, in dem dich mit anderen Themen auseinandersetzt und schrubt über bis zu einem ganz anderen Algorithmos drin.

00:14:01: Ich hab's jetzt mal als Basishalber... auch probiert mal versucht in so ein Algorithmus reinzukommen, wirklich weil ich total neu gehe.

00:14:07: die war.

00:14:07: Weil es war für mich so unvorstellbar und ich wusste auch gar nicht dass das wieder ist.

00:14:10: Ich habe es aber tatsächlich im analogen Medium aufgenommen dieses Thema Psy Zero.

00:14:16: Also ich persönlich war wahnsinnig überrascht, dass wir da gerade wieder hintendieren.

00:14:20: Dass wir wieder eine wahnsinnige Welle an magersüchtigen Anfang zwanzigjährigen haben, männlich wie weiblich übrigens, dass die Kliniken voll sind, getrieben auch durch Algorithmen und dann gibt es bestimmte Hashtags.

00:14:31: Ich wiederhole das jetzt gar nicht weil ich wäre da hin dazu.

00:14:34: animieren da weiter rein zu gehen.

00:14:35: Und wenn du da einmal drin bist, weil ich wollte das sehen und kannst dir gar nicht vorstellen was für eine Flut du dann bekommst von Videos die das Thema täckeln und schwuppt die Wuppe schon in diesem Algorithmus drin.

00:14:45: Also musst ihr selber wieder aufgeräumt, sofort löschen dich mehr reingehen oder was auch immer.

00:14:48: aber das ist ja Selbstbestimmung.

00:14:51: Ich glaube das schaffen wir nur indem wir selbstbestimmt bleiben dass wir andere Perspektiven wahrnehmen und zuhören können.

00:14:59: Wie du selber sagst, bist du dann am Algorithmus drin.

00:15:02: Dann kommt nichts Neues rein!

00:15:03: Du musst halt auf die Suche gehen nach neuen Dingen.

00:15:05: Aber das war doch schon immer so.

00:15:07: Wenn nicht dieses neugierige und Dinge neu zu entdecken und mal keine Ahnung analog sich auszutauschen... Das hilft eigentlich immer.

00:15:21: Wir sind ja grundsätzlich eher von der Fraktion der Neugierigen Menschen spricht.

00:15:26: Es ergibt sich ja dann automatisch, dass man mal irgendwie Sachen recherchiert zu verschiedenen Themen.

00:15:31: Gibt es aber auch einfach random ab und zu mal ganz absurde Sachen ein so, sodass du deinen Algorithmus brichst?

00:15:38: Ich meine, du bist ja in der Automobilbranche so'n bisschen Zuhause hier von der Werbung kommend.

00:15:44: das Internet denkt über mich sowieso.

00:15:47: ich bin ein total seltsames Wesen weil viele unterschiedliche Themen habe, in die ich mich wochenweise komplett reinnörde.

00:15:56: Das ist das sowieso lustig was einem da dann angezeigt wird.

00:15:59: aber brichst du das sozusagen vorträglich dass du sagst okay und jetzt gebe ich mal etwas Axolotl ein?

00:16:06: Ja ja also auf der gibt es sich das dann ja auch sehr aufspannende.

00:16:09: dann siehst Du was und dann klickt sich das immer weiter und dann kommst Du dabei nochmal zum Thema zurück weil Du es gerade sagst Automobil Hätts seit über dreißig Jahren Automobil unterschiedlichste Marken.

00:16:18: Kannst du dir vorstellen, wie vielen Automobilmarken ich digital folge?

00:16:22: Also entweder als Arbeitgeber waren oder weil ich neugierig bin oder wie man sich da so durchfährt und deswegen finde ich es natürlich spannend.

00:16:27: Deswegen hinterfrage ich den ja auch, weil jetzt machen wir keine tiefen Freundschaften damit aber Ich bin sechsundfünfzig Jahre alt.

00:16:35: Die digitale Welt müsste denken, dass ich in einem absoluten Kaufentscheidungsprozess bin bei Automobil weil ich mir so viel Automobil anschaue.

00:16:43: Wenn's hochkommt also wenn es hoch kommt kriegst du zwei dreimal im Jahr Automobilwerbung ausgespielt.

00:16:48: Wow!

00:16:48: Jetzt

00:16:48: kommen wir wieder zu dem Thema Zielgruppendefinition.

00:16:51: Frau sechsund fünfzig ist wahrscheinlich nicht die Zielgruppe die geklickt wird zur Ausspielung.

00:16:56: Äh lange die Fragen nicht mehr.

00:16:57: wie kann das denn sein?

00:16:58: Dass sich das gar nicht bekomme Wenn es jetzt wieder um Marketing und Vermarktung geht, also ich bekomme das nicht oder bekommen auch keine Luxus Ohren.

00:17:06: Bin jemand verantwortlich dafür?

00:17:08: Es wäre auch immer definiert ja okay da und dahin mache die Häkchen dann dahin wird ausgespielt.

00:17:14: ist ja nicht dass du was reingibst unter Algorithmus Automatik und am Ende sind immer noch Budgets dahinter Und da wird hier auch geframed oder werden Rahmen gesetzt und was ist wie lukrativ?

00:17:23: Also irgendjemand wird sehr bestimmen dann am ende des tages bekommen das nicht.

00:17:27: Ja krass.

00:17:29: Das finde ich halt so irre, die user generated Content funktioniert halt immer und dann Algorithmus auch angeht wie sich das dann ja so ein bisschen fortpflanzt.

00:17:36: aber in dem Moment wenn es kommerziell wird gehöre ich zu einer T-Gruppe in der Welt in der ich Zuhause bin dann aber persönlich immer nicht stattfindet.

00:17:43: Ich stelle die Frage ständig, ne?

00:17:44: Ich bin ja also eigentlich halb Potential bereit vielen Themen und ich bekomme das nicht mehr.

00:17:51: meine Tochter bekommt deswegen du hast jetzt kein Geld dafür Selbstreflektion oder dieses, wie du sagst, less of the same steht uns Feld mit uns.

00:18:01: Wie neugierig sind wir neue Dinge zu erfahren?

00:18:04: Da hinzugucken und ich versuche immer wieder Menschen zu inspirieren, einfach neugirig zu bleiben.

00:18:13: Ist das etwas was uns verloren geht gerade als Menschheit generell?

00:18:19: Das ist echt eine harte schwarz-weiß Frage weil jetzt irgendwie so ein Ja oder Nein haben möchtest.

00:18:25: Eine persönliche Meinung, ja.

00:18:26: Ich habe auch mal so zoologisch studiert, deswegen kann ich aus der Expertise heraus, da hab' ich auch so ein bisschen dann plaudern ohne dass es jetzt schwarz-weiß oder negativ aufstößt.

00:18:34: Wir sind schon eine ganz schöne Gesellschaft geworden die sich beschallen lässt und das merkt ihr auch am Unmut der Menschen.

00:18:40: also egal wie jeder beschwert sich darüber, dass wir alle so grumpy sind, mimimi überall hat man nur drauf nur negative Botschaften.

00:18:50: aber auch da bin selber für verantwortlich positive Botschaften zu setzen.

00:18:54: Dann gehen wir an, zur Lächelnstadt blöd anzugucken!

00:18:56: Das ist ja eine menschliche Selbstentscheidung und deswegen glaube ich schon, dass wir uns ganz schön bescheiden lassen statt zu beschallen.

00:19:06: Also ich auch mal etwas fragen... dem nicht beschäftigtes Thema der Macht der Budgets des Geldes hier in diesem Kontext.

00:19:13: Also wir reden jetzt natürlich da irgendwie darüber, unsere individuellen Verhaltensweisen.

00:19:18: aber jetzt arbeiten wir alle auch im Märkten die sehr stark unter Druck sind.

00:19:22: also du mit der Automobilindustrie in Deutschland ja nachlesbarerweise.

00:19:28: wie ist es damit an dem Durchbrechen von Mustern?

00:19:31: und neue Wege gehen Mit Mut kann man sich das leisten überhaupt, wenn der Erfolgsdruck steht?

00:19:39: Also die Budgets sind endlich.

00:19:41: Budgets gesetzt und es gibt auch einen Rahmen vor.

00:19:46: aber am Ende entscheiden wir ja auch wo das Budget hingeht und in der Regel geht es dahin was am effektivsten Und am effizientesten eingesetzt ist.

00:19:56: Da sind wir ja noch gar nicht beim Mut.

00:19:57: und wenn ich einen neuen Weg gehe, das ist ja nicht einfach so.

00:19:59: hey hier ist ein neuer Weg.

00:20:01: mach mal sondern den definierst du ja auch wie gewählt werden definiert oder sollten definiert werden dass sie Sinn machen?

00:20:07: Und dann macht es schon Sinn ein Budget Shift auch in einem neuen Weg zu gestalten oder zum Machen oder da rein zu investieren.

00:20:16: Wenn es denn Sinn macht oder wenn's lösungsorientierte ist, wenn es Sinn macht ein Problem zu lösen Dann sollte man auf den neuen Weg gehen.

00:20:23: wieder bei, du musst ja auch offen sein für neue Wege.

00:20:25: Also die müssen dir vorgeschlagen werden oder du musst den Mut haben sie zu definieren und sagen hey wir probieren das mal aus!

00:20:31: Und es ist ja nicht was, probieren wir's aus?

00:20:33: Dass wir das komplett aus dem Bauch heraus machen sondern man guckt sich ja schon Business Cases an oder analysiert und guckt mal da rein dass man es gilt nicht was eh endlich ist.

00:20:42: zum Fensterauschen heißt aber der Mut ist schon da und ich glaube auch dass viele auf der Suche sind nach neuen Wegen.

00:20:50: Aber es gibt halt so wenig.

00:20:55: Eigentlich sagen ja fast alle Unternehmen, sie wollen Innovation.

00:20:59: Also wir sehen das auch.

00:21:00: wenn wir gepreift werden uns was kreatives Neues auszudenken soll es natürlich innovativ und neu sein aber am Ende entscheiden sich Kunden dann doch sehr oft für die sicherste Lösung.

00:21:10: Wie schafft man in einem Konzernraum wirklich Platz für Ideen die auch zunächst mal ein bisschen unbequem sind?

00:21:18: Das ist glaube ich klassisches Leadership.

00:21:21: Also, du bist ja nicht eine One-Man-Show oder One-Woman Show.

00:21:24: Sondern es sind ja Teams.

00:21:25: und ich finde wenn man Teams inspiriert und Raum gibt für neue Ideen Und dann auch also nicht nur hier kommen wir mit einer neuen Idee um sie dann die Schublade zu packen sondern wirklich wenn du deine Teams inspirierst und ermutigst auch mal neue Ideen und neue Wege aufzumachen Dann kannst du das durch die Prozesse durchmanifrieren und durch das System.

00:21:51: Die Thematik ist halt immer nur neue Wege zu definieren, und dass es ja auch so ein bisschen die Cruxen der wir sind – also gerade juristische Rahmenbedingungen sich auch so krass im Laufe der Jahrzehnte verändert haben, dass dein Korsett wahnsinnig eng geworden ist.

00:22:09: Und mit einem Engkorsett ist Innovation natürlich ein bisschen schwieriger!

00:22:13: Das heißt du musst immer die Spielregeln waren parallel innovativ sein unter gegebenen Voraussetzungen.

00:22:19: Wir sind selber vor zehn, fünfzehn Jahren waren viel Innovationen viel schneller machbar.

00:22:23: jetzt hast du ein tolles innovatives Konzept und dann kommt es aber weil die Spielregeln oder das Korsett halt so eng ist dass wir kaum noch den Raum haben.

00:22:32: Das glaube ich auch so ein bisschen.

00:22:33: dieses See of Sameness ist auch gestaltet dadurch was alle Kommunikationstreibenden egal welcher Industrie ist unser Korsette sehr hängen geworden.

00:22:42: Ich hab ja ganz persönlich so ein bisschen die Theorie, dass es durchaus was bringt.

00:22:48: Möglichst oft viele unkonventionelle Ideen vorzustagen in den Raum zu stellen auch wenn sie dann nicht umgesetzt werden.

00:22:55: Ganz einfach weil sich die Menschen dann so ein bischen dran gewöhnen und das erste mal erschrecken Sie vielleicht noch.

00:23:01: aber beim vierzigsten Mal ist der Schock nicht mehr ganz so groß und die Wahrscheinlichkeit, dass man sowas dann umsetzt sehr viel größer.

00:23:09: Ja, aber dann wird er bei Leadership Skills oder deinen Führungsstil so ist dass du Leute einlädst dich zu überraschen.

00:23:15: Ermutigst mal Dinge neu zu denken.

00:23:17: das liegen ja auch alle.

00:23:19: also es ist ja nicht dass man da auf Granitplatten bei ist sondern genau das was du sagst.

00:23:22: also je mehr du in den Raum reingibst desto mehr entwickelt sich das ja auch.

00:23:26: also Inspiration ist ja auch etwas was ich irgendwie finde ich

00:23:29: immer so

00:23:30: verfielfältigt.

00:23:31: In der Werbung sieht man ja oft eigentlich nur Varianten ein und derselben Idee, also immer gleiche Dramaturgie.

00:23:38: Gleiche Bildsprache, gleiche Narrative.

00:23:40: Wann hast du das letzte Mal was gesehen?

00:23:43: Wo du dir echt dachtest?

00:23:44: so wow!

00:23:44: Das ist wirklich anders.

00:23:46: Das hat mich überrascht.

00:23:53: Ich habe ja so ein bisschen mit der Frage gerechnet.

00:23:55: Beschäftigt mich jetzt auch tatsächlich schon die letzten vierundzwanzig Stunden so ein bißchen.

00:24:00: Mir persönlich fällt es schwer da eine Antwort zu geben.

00:24:03: Also ich kann das nicht so rausfeuern Aber das war der Gedanke, der dann entstanden ist.

00:24:09: Hat ja nicht heute früh!

00:24:11: Wann das immer passiert?

00:24:12: Ist eigentlich zu Weihnachten und ich glaube alle dürfen dann wenn so dieser emotionale Monat Dezember vor der Tür steht und er ist glaube für die ganze Welt gleich emotional Dann passieren diese Sachen wo du denkst wow da hab ich mal so diese wow Momente alles ist ganz anders Und das finde ich toll.

00:24:31: Meine Thee ist von heute morgen, weil ich über diese Frage nachgedacht habe.

00:24:35: Im Alltag also die anderen elf Monate, da fällt mir das auch zunehmend schwieriger mal sozusagen so boah.

00:24:42: Die Berufskrankheit ist man bei so Überraschungsmomente wird dann geboren.

00:24:45: Das ist so relevant und es ist genau auf den Punkt, dass bedient eine Zielgruppe.

00:24:49: aber wie du schon sagst, die Bildsprache ist dann die Bild Sprache oder die Execution ist die Execusion.

00:24:53: Da bin ich dann manchmal von den Insights beeindruckt.

00:24:55: Deswegen dann irgendwie so ganz mutig oder ganz toll.

00:24:58: Das fasziniert mich dann auch.

00:25:00: Klar ist es dann die Umhaut wahrscheinlich nicht, weil alles irgendwie schon so gesehen wurde.

00:25:06: Ich finde es muss einer auch nicht immer umhauen.

00:25:08: Es muss halt wie gerühren und berührend trotz mich über einen Gezeichen war.

00:25:13: Aber da denkst du wahrscheinlich an diese rührenden langen TV-Spots die dann immer rauskommen oder?

00:25:19: Ja aber auch in Kurz also ob lang oder kurz.

00:25:21: aber genau das meine ich.

00:25:22: es kommen sehr emotionale Wettle auf dieser Emotion arbeiten Und dann weiß gar nicht, warum das so ein Thema mit dem man sich beschäftigen könnte.

00:25:31: Aber dann wird es auch total differenziert und dann bist du bei allen Marken sind alle so in ihrem Markenkern und der wird emotionalisiert auf die Zielgruppe.

00:25:41: Und da finde ich, da gibt es mal wunderbare Wau-Momente.

00:25:43: Mein Wau Moment waren übrigens oder sind auch immer noch.

00:25:45: jetzt glaube ich schon zwei Jahre in Folge sind die Amazon Damen, die Hode hingehen?

00:25:51: Ja!

00:25:53: Also das ist was... Das berührt mich heute noch, da freue ich mich schon wieder auf das sehen zu dürfen.

00:25:58: Es hat mich vor etwa zwei Jahren oder drei Jahren kamen lassen und es hat mich echt fasziniert und berührt weil so anders war.

00:26:04: Und hier habe ich ein Zitat aus dem sehr empfehlenswerten Podcast was Next Agencies.

00:26:11: Da hat Andreas Lier von Agentur Hutten Wenzel gesagt Markenführung findet heute im Wesentlichsten in Social Media statt.

00:26:18: Wie siehst du denn das gerade jetzt in diesem Kontext auch mit Berühren?

00:26:22: Jetzt muss ich dem Andreas tatsächlich widersprechen oder ich persönlich, weil wenn wir über Markenführung reden für mich ist Marke die Gesamtheit aller Erlebnisse, die ich mit einer Marke habe und das größte Erlebnis es nicht die Kommunikation.

00:26:36: Das größte Problem ist das Produkterlebnis.

00:26:38: Und da findet Marke statt in meinem Daily mit dem Produkt.

00:26:43: Das hat für mich immer die oberste Priorität und daraus kommt das ja.

00:26:46: Und am Ende ist dann die Kommunikation, dass Ergebnis einer guten Markenführung oder noch mal was Neues übersetzt wird um neue Menschen für die Marke zu begeistern.

00:26:56: Es war so eine Interpretation von Social Media.

00:26:58: aber da finde ich Markenführungen fängt an und endet in der Custom Relationship.

00:27:03: Wenn das jetzt komplett auf Social Media ist, dann gebe ich im Recht.

00:27:05: Glaub' ich aber nicht!

00:27:06: Sondern auch das sind der Berührungspunkte an unterschiedlichsten Touchpoints.

00:27:11: Aber ich glaube dass die Erlebnis-Sicherstellung... Das ist der Candlemarkenführung und da steht das Produkt am Fokus.

00:27:17: In der Kommunikation?

00:27:19: Welche Kanäle würdest du sagen sind die wichtigsten?

00:27:22: Ich würde mich daran nichts zu überzeugen lassen, dir jetzt eine Antwort zu geben.

00:27:25: was ist der wichtigste Kanal?

00:27:26: Es geht doch wieder darum, dass wir in der Kommunikaktion einen Auftrag haben ein Problem zu lösen Mit einer Kreation und dann mit einer Distribution.

00:27:36: Und dann würde ich doch dahin gehen, wo der Kunde ist.

00:27:38: Wenn wir Produkte haben in Zielgruppen, die den Social nicht stattfinden, dann würde sich sagen, da ist vielleicht ein TV-Gerät nach wie vor das beste Medium.

00:27:47: Ich kann unternehmen ... Wir haben zu hundert Prozent, fünfzehn Sekunden auf TV, vielleicht schon sechs Wochen, zack geht der Abverkauf hoch, dann ist wieder Pause.

00:27:56: Die würden überhaupt nicht in andere Umkreter gehen?

00:27:59: sehr, sehr stark digital getriebene Plattformen die das machen.

00:28:10: Wenn du dir wünschen könntest dass Marketing in fünf Jahren anders funktioniert als heute was müsste verschwinden?

00:28:17: Dass wieder mehr Kreativität entsteht und mehr Raum für less of the same also das wirklich Neues entsteht.

00:28:24: Was müsste verschwinnen?

00:28:26: Ich glaube wir müssen erstmal die Neuordnung wieder reinkommen.

00:28:31: verschwinden müsste, glaube ich aktuell gesellschaftlich ganz schön viel.

00:28:34: Ich glaube wir brauchen erst mal wieder eine Neuordnung um uns dann auch wieder einordnen zu können und den Mut zu haben Dinge zu tun.

00:28:41: weil ich glaube ich will jetzt gleich sagen dass wir alle per se mutlos sind weil ich finde auch nach wie vor das ist hervorragende Ideen gibt es gibt hervoragende Kreation und macht den Mensch ja nach wie voll Spaß.

00:28:55: die Problematik ist ja die was dann am ende des tages bei rauskommt im Laufe des Prozesses sich leicht spült aufgrund der Rahmenbedingungen.

00:29:05: Das kann man jetzt nicht sagen, jetzt haben wir hier gerade wieder die Situation.

00:29:08: wenn wir das machen dann würden wir da.

00:29:10: also sind wir wieder in diesem Korsett und Mut ist natürlich auch mal so ein großes Wort weil mut nur um mutig zu sein und gegen irgendwas anzugwarten das kann ganz schön teuer werden.

00:29:20: Das sollte man auch, ja oder du triffst Leuten auf den Flips.

00:29:23: Oder das ist ja auch ein bisschen anders als vor fünfzehn Jahren.

00:29:25: Du bist ja auch wahnsinnig schnell in so Shitstorms drin weil du halt gesellschaftlich nicht konform verhalten hast.

00:29:32: Dann kippt die Lage und ich glaube dass würde ich mir wünschen, dass in all dem Veränderungen, denen wir gerade sind in der ganzen Neuordnung, in der wir sind, dass dann mal so ein bisschen Ruhe reinkommt Und dass man wieder den Raum dafür hat, mutig zu sein.

00:29:44: Ich finde Mut im Business-Kontext muss man auch immer so ein bisschen behutsam mit umgeben.

00:29:48: Wenn du was falsch machst, ist es auch ganz schnell sehr, sehr teuer.

00:29:51: und das heißt ich muss die nächste Klippe runter springen und weiß nicht was dahinter kommt.

00:29:54: aber du musst ja immer dieser halbe Schritt über in die Kante.

00:29:57: Den würde ich mir natürlich auch wünschen, dass wir denen wieder gehen können.

00:29:59: Aber leider geht diese Kante mal weiter zurück.

00:30:03: Der kreative Eintönigkeit entsteht ja... oft nicht, weil es zu wenige gute Ideen gibt.

00:30:10: Sondern eben zu viele Kompromisse auf einer eigentlich nicht so schlechten Idee.

00:30:16: Ja.

00:30:16: Viele Chemien, viele Komprimisse, viele Meinungen ... Das hat sich natürlich im Laufe der Jahre auch verändert.

00:30:22: Ich will das gar nicht schön reden oder ich will's auch nicht verurteilen!

00:30:25: Weil Dinge verändern sich, wirtschaftliche Situationen verändern sie, Märkte verändern Sie, dementsprechend auch Entscheidungswege- oder Entscheidungprozesse.

00:30:32: und wenn jetzt mal bei Marketingkommunikationen reden, reden wir auch immer sehr viel Geld?

00:30:37: Also wir wissen selber gute Filme, gute Kampagnen.

00:30:40: Da ist ja viel Handwerk dahinter.

00:30:42: Das ist ja alles gerechtfertigt und edest über eine ganze Mediaplanung.

00:30:45: also da ist ja schon sehr viel dahinter ohne dass du beim Vorstellungs-Aufregungen weißt das es funktionieren wird.

00:30:52: man versucht ja mal bestmöglich aber ich glaube dass wir ein bisschen mehr Mut haben sollten und weniger Angst Fehler zu machen.

00:31:01: Also jeder hat ja seinen Anspruch dass er fehlerfrei ist.

00:31:04: Wir wissen alles, was nicht sind und deswegen grenzt man ja auch die Risiken ein.

00:31:08: Und das ist es auch richtig weil das ist unternehmerisches Handeln dass du das abwechst.

00:31:14: aber so ein bisschen ein bisschen mehr Mut Dinge zu manifestieren dran zu glauben und eine ganze Bewegung dahin zu bringen Das würde ich mir wünschen, dass das in fünf Jahren wieder da ist.

00:31:24: Like a tsunami!

00:31:26: Eine sehr persönliche Frage kannst du auch nicht beantworten, wenn ich möchte.

00:31:33: Aber was war in deinem Leben ein großer Fehler oder eine sehr riskante Entscheidung wo du Mut hattest und der Plan nicht aufgegangen ist?

00:31:41: Du aber im Nachhinein sehr viel daraus gelernt hast also es dich trotzdem weitergebracht hat.

00:31:45: Ich hab schon viele Entscheidungen in meinem Leben getroffen, die mich persönlich betreffen.

00:31:49: Ohne dass ich wusste wie es dann morgen ist und habe immer daraus gelernt.

00:31:53: also auf der absehnt sich zwölf war das glaube ich.

00:31:55: da bin ich bei alpha Romeo damals raus ohne die nächste Anschlussfunktion zu haben.

00:32:01: Dann bist du am Tag zweit zu Hause und denkst so was ist jetzt alles so richtig?

00:32:04: Also überlegts ja schon mal und dann ja klar war das wichtig.

00:32:06: so jetzt gehen wir weiter und dann geht's an die nächste Position also auch mein Entscheidung zu treffen die für mich halt wichtig waren aber ins ungewisse hinein.

00:32:14: Aber wenn du nicht ungewisserein gehst, dann denkst du zunächst sowieso war das jetzt ein Fehler.

00:32:18: Weil es ist ja alles ungewiß und dann kommt wieder.

00:32:21: I believe und dann weiter.

00:32:24: natürlich habe ich in meinem Leben häufiger für entscheiden dieser Art getroffen damals Spanien zu gehen ohne fließend Spanes zu sprechen und einfach mal so zu probieren.

00:32:35: Es haben viele Menschen im Leben gemacht aber da gehst du auch da in was Ungewisses rein und weiß nicht ob es funktioniert.

00:32:42: nie darüber nachgedacht, dass ich scheitern könnte.

00:32:45: Ich bin immer ja positiv nach vorne und Ben ist das auch nicht so schlimm.

00:32:48: Ich sage mal, ich habe keine Angst zu verlieren aber mehr Lust zu gewinnen.

00:32:54: Schön!

00:32:59: Gibt es dann überhaupt Fehler in dem Sinne oder schlechte Entscheidungen?

00:33:02: Oder liegt gute Leadership vor allem auch darin einfach mit jeder Entscheidung und allen Konsequenzen die sich ergeben gut weiterzugehen?

00:33:13: Ja, ich glaube das hast du genauso auf den Punkt gemacht.

00:33:15: Ich glaube, dass bedeutet ja Liedership.

00:33:17: Du musst ja im Liederschip auch wahnsinnig viel Verantwortung übernehmen und wenn du das nicht ... also mit allen Konsequenzen!

00:33:23: Und das macht dich dann, glaub' ich, auch zu einem guten Lieder.

00:33:26: Macht mich jeder.

00:33:28: Schön.

00:33:29: So... Das war schon very less of the same.

00:33:35: Famous last words?

00:33:38: Auf eine inspirierende Zukunft.

00:33:40: Auf ein inspirierender Zukunft.

00:33:41: So machen wir das.

00:33:42: Vielen Dank fürs Gespräch.

00:33:43: Danke euch.

00:33:44: Danke schön.

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